Die Grenze für Plasmafernseher lag einmal bei 42 Zoll, aber die zunehmende Geschwindigkeit des technischen Fortschritts hat dafür gesorgt, dass die Bildschirme in Größe und Gestalt wachsen konnten – LG stellt sogar eine 60-Zoll-Version dieses Modells her. Nichts kommt dem Kinoerlebnis näher als ein großer Bildschirm, vorausgesetzt man verfügt über genügend Platz, um ein Gerät dieser Größe aufstellen zu können. Wenn man zu nahe davor sitzt, nimmt die Bildqualität rapide ab. In Verbindung mit dem nötigen Platz ist der 50PY2R von LG Electronics jedoch zu außerordentlichen Leistungen fähig, besonders, wenn er mit HD-Signalen versorgt wird.

Die Ausstattung ist leider nicht ganz vollständig, da es an einem digitalen TV-Empfangsteil fehlt. Auch die Anschlussmöglichkeiten könnten noch besser sein, die wirklich modernen Bildverarbeitungssysteme und innovative Funktionen wie die Unterstützung von Speicherkarten sind jedoch beeindruckend. Angesichts der Größe ist auch der Preis für das Gerät durchaus angemessen.

Design

Bei einem Gerät dieser Größenordnung kann man sich leicht verschätzen. Der 50-Zoll-Bildschirm benötigt einen Mindestabstand von vier Metern, damit man das großartige Bilderlebnis voll auskosten kann.

Anstatt die Übergröße des Geräts durch ein schlichtes Design zu kaschieren, betont LG sie sogar noch. Der glänzend-schwarze Rahmen des Bildschirms ist seinerseits von einer eindrucksvollen Einfassung mit einem integrierten Lautsprecherpaar umgeben, was die Größe weiter anwachsen lässt. Das Gerät ist mit über 50 Kilogramm auch unglaublich schwer – wer es aufhängen möchte, sollte starke Wände haben. Ein ellipsenförmiger, schwenkbarer Standfuß ist im Lieferumfang enthalten.

Die wichtigsten Bedienelemente sind außer Sicht an der Seite des Bildschirms untergebracht, wo sich auch ein Paar Speicherkartensteckplätze befinden. Insgesamt werden neun unterschiedliche Speicherkartenformate unterstützt, wodurch der Bildschirm auf zahlreiche digitale Geräte zugreifen kann. Man kann MP3-Dateien anhören, Fotos von Digitalkameras betrachten und Daten von einem PDA aufrufen. An der gegenüberliegenden Seite findet sich eine Anzahl der üblichen AV-Eingänge, sodass für das einfache Anschließen von Spielekonsolen und anderen Geräten gesorgt ist, die nicht dauernd mit dem Fernseher verbunden sind.

Bei einem großen Bildschirm, der zweifellos den Mittelpunkt eines Heimkino-Centers bilden wird, sollte man an der Rückseite eine größere Zahl an Anschlussmöglichkeiten finden. Angesichts der steigenden Zahl verfügbarer HD-Geräte scheint ein einziger HDMI-Anschluss doch ein wenig knauserig – besonders dann, wenn man hochauflösende Fernsehsendungen anschauen, aber auch hochwertige DVDs abspielen möchte.

Nur einer der drei Scart-Anschlüsse ist RGB-fähig und damit in der Lage, die qualitativ bestmöglichen Bilder zu gewährleisten. Für ein Gerät ohne Digitaltuner ist dies fast eine Schande, denn früher oder später wird man eine DVB-T-Box anschließen wollen, und die Bildqualität wird leiden, wenn der RGB-Scart-Anschluss bereits mit dem DVD-Player belegt ist. Alternativ gibt es zwar auch Component-Eingänge für Videosignale, die das Progressive-Scan-Verfahren unterstützen, man benötigt dafür jedoch einen Player oder Recorder mit entsprechenden Ausgängen. Ansonsten gibt es nur einen VGA-PC-Eingang mit Audioverbindung und ein paar Standardanschlüsse für Audiogeräte. Auch einen digitalen Audioausgang sucht man vergebens.

Die mitgelieferte kleine, graue Fernbedienung kann mit dem Fernseher in keinster Weise mithalten. Wie man mit dem Cursor in der Mitte durch das Menüsystem navigieren soll, ohne dabei unweigerlich den Sender zu wechseln, ist rätselhaft.

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