Nachtsichtassistent für Autos ist preisverdächtig

Das gemeinsam von Daimler-Chrysler und Bosch realisierte Projekt ist einer von vier Finalisten für den Deutschen Zukunftspreis. Dieser wird am 23. November von Bundespräsident Horst Köhler überreicht.

Im vergangenen Herbst hat der Nachtsichtassistenten in der Mercedes-Benz S-Klasse Premiere gefeiert. Nun wurde das Entwicklerteam für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Das gemeinsam von Daimler-Chrysler und Bosch realisierte Projekt ist eines von vier Finalisten, die von der Jury aus rund 25 Vorschlägen der Vorrunde ausgewählt wurden. Überreicht wird der Deutsche Zukunftspreis am 23. November von Bundespräsident Horst Köhler.

„Unter den Finalisten für den Deutschen Zukunftspreis zu sein, ist für uns eine ganz besondere Auszeichnung“, erklärte Teamsprecher Dr. Jürgen Seekircher, Entwicklungsingenieur bei Daimler-Chrysler. Das Risiko, im Straßenverkehr schwer zu verunglücken, sei in der Dämmerung und bei Dunkelheit weitaus größer als tagsüber. Obwohl sich das durchschnittliche Verkehrsaufkommen in den Nachtstunden auf nur rund 15 Prozent verringert, ereigne sich in dieser Zeit mehr als jeder dritte tödliche Verkehrsunfall.

Der Nachtsichtassistent ist sowohl in der Mercedes-Benz S-Klasse als auch in der neuen CL-Klasse als Sonderausstattung verfügbar. Er biete dem Autofahrer bei Dunkelheit eine größere Sichtweite als mit herkömmlichen Abblendscheinwerfern, sodass der Straßenverlauf besser sichtbar sei und Fußgänger, Radfahrer oder Hindernisse auf der Fahrbahn früher erkannt werden könnten.

Das System basiert auf dem Infrarot-Licht, das für das menschliche Auge unsichtbar ist und deshalb entgegenkommende Autofahrer nicht blendet. Zwei Infrarot-Scheinwerfer beleuchten die Fahrbahn und vergrößern die Sichtweite des Autofahrers bei eingeschaltetem Abblendlicht. Eine Infrarot-Kamera an der Innenseite der Frontscheibe nimmt das reflektierte Bild der Straßenszene auf, die auf dem Display des Kombi-Instruments erscheint.

Das große Acht-Zoll-Display liegt im primären Sichtfeld des Autofahrers. Er kann es also wie Tachometer und Cockpit-Instrumente nutzen und sich durch kurzen, regelmäßigen Blick auf das Infrarot-Nachtbild über die Situation vor der S-Klasse informieren, um seine Fahrweise anzupassen.

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