Sichere Sache: Zehn Jahre Bremsassistent

Mercedes-Benz belegt ein weiteres Mal, dass Autos mittels Elektronik besser werden: Das Sicherheitssystem bewirkt einen deutlichen Rückgang schwerer Fußgänger- und Auffahrunfälle.

Der vor zehn Jahren erstmals von Mercedes-Benz vorgestellte Bremsassistent trägt maßgeblich zur Vermeidung schwerer Auffahr- und Fußgängerunfälle bei. Das ergab eine Auswertung der amtlichen deutschen Unfallstatistik. Bei den Auffahrkollisionen bewirkte der serienmäßige Einsatz des Bremsassistenten in den Mercedes-Personenwagen einen Rückgang der Unfallquote um acht Prozent. Der Anteil schwerer Fußgängerunfälle sank um 13 Prozent. „Nach ESP bestätigt die Unfallstatistik damit zum zweiten Mal die hohe Effizienz unserer serienmäßigen Sicherheitssysteme“, sagte Dr. Thomas Weber, Daimler-Chrysler-Vorstand für Forschung Technologie und Chef der Pkw-Entwicklung von Mercedes-Benz, am Rande des Automobilsalons in Paris.

Der Bremsassistent (BAS) feierte seine Weltpremiere Ende 1996 in der S- und SL-Klasse; seit 1997 gehört das System zur Serienausstattung aller neuen Mercedes- Personenwagen. Europaweit werden gegenwärtig erst rund 58 Prozent aller Neuwagen mit Bremsassistent ausgerüstet.

„Auffahrkollisionen zählen zu den häufigsten und folgenschwersten Unfällen im Straßenverkehr. Die Versorgung und Behandlung der dabei verletzten Auto- Insassen verursacht in der Europäischen Union Kosten von jährlich bis zu zehn Milliarden Euro. Durch eine stärkere Verbreitung des Bremsassistenten könnten jährlich tausende Auffahr- und Fußgängerunfälle verhindert werden“, erklärte Weber.

Der Entwicklung des Bremsassistenten waren Studien über das Bremsverhalten von Autofahrern vorausgegangen. Dabei stellten die Mercedes- Fachleute fest, dass die Mehrzahl der Autolenker bei Gefahr zwar schnell aber nicht kräftig genug aufs Bremspedal tritt. Der Bremsassistent unterstützt sie in solchen Situationen: Das System interpretiert eine bestimmte Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal betätigt wird, als Notbremsung und baut innerhalb von Sekundenbruchteilen die maximale Bremskraftverstärkung auf. Dadurch verkürzt sich der Bremsweg deutlich.

Die Wirksamkeit des Bremsassistenten hat Mercedes-Benz mehrfach durch Tests im Fahrsimulator nachgewiesen. Jetzt liegt erstmals auch eine Auswertung der amtlichen Unfallstatistik vor, die das große Sicherheitspotenzial des Systems
bestätigt: Auf Basis einer repräsentativen Stichprobenanalyse der Unfallzahlen des Statistischen Bundesamtes ermittelte Mercedes-Benz die Unfallquote für Auffahrkollisionen je 10.000 neu zugelassener Fahrzeuge. Sie sank bei den Mercedes-Personenwagen nach dem serienmäßigen Einsatz des Bremsassistenten um acht Prozent auf 9,7. Dagegen blieb die Unfallquote bei Fahrzeugen anderer Marken im gleichen Zeitraum nahezu konstant.

Ebenso bemerkenswert ist der Beitrag, den der Bremsassistent zur Vermeidung schwerer Fußgängerunfälle leistet. Die Auswertung der Unfalldaten ergab für Mercedes-Personenwagen ohne BAS einen Anteil schwerer Fußgängerkollisionen von 36,4 Prozent, der sich nach dem serienmäßigen Einsatz des Systems um
13 Prozent verringerte. Bei Automobilen anderer Marken sank der Anteil der Fußgängerunfälle mit Getöteten und Schwerverletzten im gleichen Zeitraum hingegen nur um ein Prozent.

Mit dieser Studie dokumentiert Mercedes-Benz zum zweiten Mal anhand der Unfallstatistik, dass moderne Pkw-Sicherheitssysteme die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessern. Zuvor hatte die Stuttgarter Automobilmarke bereits bei der Analyse von Unfalldaten
die hohe Wirksamkeit des serienmäßigen Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) festgestellt. Durch ESP verringerte sich der Anteil folgenschwerer Fahrunfälle an allen Unfalltypen neu zugelassener Mercedes-Modelle um mehr als 42 Prozent.

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