Komfortabler als Scanner plus Drucker: Multifunktionsgeräte

Multifunktionsgeräte zeichnet ihr Komfort aus. Wer einmal mit einem normalen PC-Scanner und Drucker mehrere Seiten kopiert hat, weiß, was gemeint ist. Kein Wunder, dass „All-in-Ones“ mittlerweile auch bei Heimanwendern ohne Büro beliebt sind.

Früher galten Multifunktionsgeräte als Peripheriegeräte, die zwar alles können, aber nichts richtig: Sie enthielten einen Drucker mit veralteter Technologie und einen niedrig aufgelösten Scanner plus ein Faxmodem. Heute ist alles anders – aber die Grundfunktionen sind dieselben geblieben: Drucken, scannen und kopieren sollte ein Multifunktionsgerät beherrschen. Die Faxfunktion ist dagegen im Zeitalter von E-Mail nicht mehr universell vertreten. Gerade Heimanwender können meist darauf verzichten.

Der Zielgruppe der Heimanwender ist es überhaupt zu verdanken, dass die Hersteller heute hochwertige Multifunktionsgeräte bauen: Während in Büros ja doch bloß Textseiten kopiert werden, muss ein Scanner zuhause mit Fotos zurechtkommen – auch wenn er Teil eines Multifunktionsgeräts ist. Und Fotoqualität erwartet man als Heimanwender schließlich auch von der Druckeinheit des Geräts.

Hinsichtlich der Druckfunktion sollte man beim Modellvergleich (wie bei jedem Tintenstrahldrucker) auf die Zahl der Tintentanks achten. Modelle mit sechs oder sieben separaten Kartuschen bieten einfach bessere Farben als solche mit nur drei oder vier Farben. Dagegen spielt die vom Hersteller angegebene Druckauflösung eine untergeordnete Rolle. Die Qualität hängt schließlich von der Drucktechnologie ab – und unterschiedliche Tröpfchengrößen etwa können eine nominell schlechtere Auflösung oft ausgleichen.

Auch die Druckgeschwindigkeit sollte man besser gar nicht erst ansehen, wenn kein Büro-Einsatz des Multifunktionsgeräts geplant ist. Dagegen erleichtert Unterstützung des Pictbridge-Standards den Umgang mit dem Gerät: Drucker und Multifunktionsgeräte können nach dieser Norm Fotos direkt von einer angeschlossenen Digicam drucken.

Im Faxbetrieb empfieht sich ein Gerät mit möglichst großem Papierfach: Schließlich sollen eingehende Faxe nicht im Nirwana verschwinden. Hier stoßen viele Multifunktionsgeräte schnell an ihre Grenzen. Allerdings kann man bei manchen Modellen Faxe erst einmal auf dem PC speichern, zumindest, wenn dieser bei Faxeingang läuft.

Scan- und Kombi-Betrieb

Dass die reine Pixelzahl nicht für Qualität bürgt, kann man auch bei Scaneinheiten erfahren. Ein hochwertiger CCD-Chip kann auch bei niedrigen Pixelzahlen oft bessere Details und mehr Nuancen eines Fotos wiedergeben als ein schlechter mit höherer, aber letztlich doch bloß aufgeblasener Auflösung. Die Farbtiefe und auch die vom Hersteller ermöglichte interpolierte Auflösung können einen Eindruck davon geben, wie gut die Abstufungen der Scans in maximaler realer Auflösung sein dürften.

Das Scannen mehrseitiger Dokumente erleichtert ein Einzug, oft ADF (Automatic Document Feeder) genannt. Praktisch ist eventuell auch ein Scan-Aufsatz für Dias und Negative, um älteres Fotomaterial zu digitalisieren.

Ein Multifunktionsgerät ist nur so gut wie seine Teile, sollte aber umgekehrt komfortabler sein als ein Scanner plus ein Drucker. Wichtig sind möglichst weit gehende Kopierfunktionen – schließlich möchte man nicht jedesmal Minuten lang Software-Einstellungen modifizieren, wenn zwei Seiten auf eine zusammenkopiert werden sollen oder umgekehrt eine Vergrößerung von A5 auf A4 ansteht.

Die nachfolgend aufgelisteten Multifunktionsgeräte entstammen der Budget- (HP) bis Mittelklasse (Epson, Canon). Alle basieren auf dem Format DIN A4: Sie scannen und drucken Seiten dieser Größe. Weitere Informationen und Details zu den gelisteten Geräten liefern die CNET-Testberichte.

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