Hybride DVD-Rekorder im Preisvergleich

Wer Filme und Serien regelmäßig extern archivieren oder mit Freunden austauschen möchte, sollte die Anschaffung eines Hybrid-DVD-Rekorders erwägen. Er zeichnet zunächst komfortabel auf einer eingebauten Festplatte auf – die Inhalte lassen sich aber auf DVD exportieren.

Der eigentliche Nachfolger des Videorekorders ist der DVD-Rekorder. Aber braucht man so ein Gerät überhaupt? Ist es nicht durch Settop-Boxen mit eingebauter Festplatte und durch Media-Center-PCs überflüssig geworden?

Für DVD-Rekorder spricht die bequeme Tausch-Möglichkeit, wenn man Freunden die jüngste Folge einer Serie aufnehmen möchte – oder den „Tatort“ vom vergangenen Sonntag. Und wer einen hochwertigen Receiver ohne Festplatte hat, kann sein System somit sinnvoll erweitern.

Im Preisvergleich stehen drei DVD-Rekorder mit zusätzlicher Festplatte – so genannte Hybrid-Rekorder. Im Vergleich zu reinen DVD-Rekordern haben sie eine Reihe von Vorteilen: So ist es möglich, eine Aufnahme auf Festplatte von Werbung zu reinigen und dann ohne störende Zwischenspiele der Mainzelmännchen auf DVD zu brennen. Egal, ob man die DVD für Freunde oder sein eigenes Archiv erstellt, das Filmvergüngen steigt dadurch deutlich. Zudem bleibt man von ärgerlichen Buffer-Underrun-Fehlern zu hundert Prozent verschont. Und schlägt eine Aufnahme doch einmal fehl, etwa weil eine einstündige Sondersendung das Programm nach hinten verschoben hat, kann man das aufgenommene Durcheinander per Knopfdruck von der Festplatte löschen, ohne dass man einen Rohling „verbrannt“ hat.

Auch gegenüber einem reinen Festplattenrekorder ist die Hybridlösung im Vorteil: Aufnahmen können weitergegeben werden, und der Speicherplatz ist durch externe Medien unbegrenzt. Eine volle Festplatte bedeutet keinen temporären Aufnahmestopp – man brennt einfach einige Aufnahmen auf DVD, löscht sie von der Platte und nimmt wieder fröhlich auf, was die Programmzeitschrift als sehenswert empfiehlt.

Mehr Speicher als nötig

Mit einer Festplattenkapazität von 250 GByte sind die aufgelisteten Modelle Philips DVDR5330H und LG RH-199H luxuriös ausgestattet. Auch die 160 GByte des Panasonic DMR-EX75 sind genau genommen nicht erforderlich. Die Festplatte eines DVD-Rekorders ist ja meistens nur Zwischenspeicher vor dem Brennen auf DVD. Aber durch große Festplatten, die heute durchaus erschwinglich sind, erkauft man sich zusätzliche Bequemlichkeit. Wer genauer mit seinen Euro haushalten möchte, sollte wissen, dass 80 GByte reichen – je nach Länge und Qualität entsprechen sie rund 40 Filmen.

Der vergleichsweise höhere Preis des Panasonic DMR-EX75 trotz kleinerer Platte begründet sich in einem Zusatzfeature – der Rekorder enthält zusätzlich einen DVB-T-Tuner. Man kann ihn also direkt an die Hausantenne anschließen und (je nach Standort) Bilder in digitaler Qualität empfangen. Ohne Tuner ist ein digitaler Eingang wichtig, um bei der Übertragung keine Verluste zu haben. Wenn der DV-Port dann noch zusätzlich den Kopierschutz HDMI unterstützte, könnte man hundertprozentige Kompatibilität zu Settopboxen und Konsolen mit einem solchen Schutz versprechen. Leider bietet keines der drei gelisteten Geräte eine solche Unterstützung. Standard sind dafür zwei praktische Scartanschlüsse.

HDMI ist dafür wenigstens als Ausgang verbreitet und gewährleistet die Kommunikation mit Fernsehgeräten, die das Abspielen von raubkopiertem Material durch einen solchen Port zu verhindern suchen. Die Tester des Panasonic DMR-EX75 schwärmen beispielsweise von der Darstellungsqualität, wenn man mit diesem Rekorder eine DVD über einen HD-Ready-Fernseher ausgibt.

Freilich bietet keiner der DVD-Rekorder volle HD-Qualität, und kann es ja auch nicht, da DVD-Auflösung deutlich unter dieser Spezifikation liegt. Lohnt es sich aber, auf Blu-ray oder HD-DVD zu warten? Wahrscheinlich nicht. Die Wartezeit könnte ziemlich lang werden. Und selbst wenn in fünf Jahren eines der neuen Formate weite Verbreitung erreicht, wird man DVD weiter nutzen können – ganz so, wie heute Audio-CD und selbst Super-Video-CD weiter als Medien für bestimmte Anwendungsfälle genutzt werden.

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