Farblaserdrucker unter 350 Euro im Preisvergleich

Farblaser sind innerhalb der letzten Jahre auch für Privatanwender erschwinglich geworden. Die Druckkosten liegen zwar deutlich über denen von Profi-Modellen, sind aber geringer als bei Tintenstrahldruckern. Im Preisvergleich stehen drei gehobene Einsteigermodelle.

Vor einigen Jahren gehörten Farblaserdrucker noch zu den Technologien, die für Heimanwender praktisch unerschwinglich waren. Heute gibt es solche Drucker ab etwa 120 Euro. In der Tabelle unten finden sich drei etwas höherpreisigere Modelle mit Straßenpreisen zwischen 250 und 300 Euro von HP, Samsung und Lexmark.

Wer für Zuhause einen Farblaserdrucker kauft, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Fotoqualität nie der eines Tintendruckers entsprechen kann. Tinte verläuft, und dies nutzen hochwertige Fotodrucker, um Übergänge zu schaffen und zu mischen. Auch können sie die Tropfengröße variieren. So kommt es, dass bereits ab etwa 300 Punkten pro Zoll (dpi) fotorealistische Ausdrucke möglich sind, während man auch beim 1200-dpi-Farblaser noch eine Rasterung beziehungsweise einzelne Bildpunkte erkennen kann.

Eine hohe Auflösung ist für Laserdrucker also viel wichtiger als für Tintenstrahler. Allerdings sollte man seine Bedürfnisse realistisch einschätzen, wenn man nur ein beschränktes Budget hat. Lohnt es sich, wegen etwas besserer Grafikdarstellung hundert Euro mehr zu zahlen, wenn man am Ende hauptsächlich Diagramme in Farbe druckt?

Das maximale Papierformat in der unteren Preiskategorie ist natürlich DIN A4. A5-Seiten können so gut wie alle Modelle drucken. Fehlende Unterstützung des kleineren Seitenformats wäre ein schweres Manko. Einsteiger-Farblaser kommen mit nur einem Papierfach, sodass das Papier immer komplett gewechselt werden muss. Für Büro-Nutzung empfiehlt sich ein Papierfach mit mindestens 200 Seiten, damit auch mehrere Nutzer drucken können, ohne dass ständig Papier nachgefüllt werden muss. Auch die Ausgabe sollte für einen größeren Auftrag reichen. Als Privatanwender kann man diese Angaben natürlich ignorieren, außer man druckt häufig größere Aufträge.

Lieber sparsam als schnell

Auch die Geschwindigkeit gehört für Zuhause nicht zu den wichtigsten Punkten. Die diesbezüglichen Angaben der Hersteller sind oft sehr großzügig, helfen aber, das ungefähre Verhältnis verschiedener Drucker zueinander einzuschätzen. Testberichte wie die von CNET bringen ergänzende Angaben aus der Praxis. Soll der Drucker aber im Netzwerk eingesetzt werden, muss man geringere und oft stark schwankende Geschwindigkeit in Kauf nehmen.

Die meisten Farblaserdrucker der Preisklasse um 250 Euro gibt es für rund 50 Euro Aufpreis als netzwerkfähiges Modell. Oft lässt sich die Netzwerkkarte allerdings nicht nachrüsten. Wegen der größeren Bequemlichkeit ist grundsätzlich ein netzwerkfähiges Modell anzuraten. Ansonsten werden die Drucker über USB 2.0 angeschlossen. Achtung, einige besonders billige Modelle kommen immer noch mit USB-1.1-Anschluss. Diese Modelle sind zwar zu neueren USB-Anschlüssen kompatibel, arbeiten aber langsamer.

Zuletzt muss unbedingt die Frage nach den Druckkosten gestellt werden. Ein Farblaser zum Preis eines Tintenstrahlers ist offenbar quersubventioniert, und der Anwender muss hohe Kosten für Verbrauch befürchten. Tatsächlich sind die Druckkosten pro Seite von Einstiegsmodellen oft dreimal so hoch wie die teurerer Business-Farblaser. Dennoch rentiert sich das Profi-Modell natürlich nicht, wenn man lediglich hundert Seiten im Monat druckt.

Der Vergleich von Druckkosten wird dadurch erleichtert, dass viele Hersteller einen ungefähren Seitenpreis angeben. Man sollte hier nur auf die Definition einer Standardseite durch den Hersteller achten, die meist kleingedruckt durch eine Prozentzahl angegeben wird. Dies ist der Anteil bedruckter Fläche auf der Seite, üblicherweise zwischen acht und 15 Prozent. Fotoseiten kosten dementsprechend etwa das Zehnfache einer Standardseite! Ansonsten kann man Tonerpreise vergleichen, sollte dann jedoch die Tonermenge in Relation zum Preis setzen.

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