Günstiger Einstieg: Spielkonsolen für unterwegs

Der Gameboy und seine Nachfolger bieten Unterhaltung unterwegs. Ob der preiswerte GBA Micro, der berührungsempfindliche Nintendo DS mit zwei Bildschirmen oder Sonys schnelle, hochauflösende Playstation Portable – Einsteiger haben die Wahl.

Spielen ist ein angenehmer Zeitvertreib, besonders beim Pendeln zur Schule oder zum Arbeitsplatz. Auf langen S-Bahn-Fahrten oder im Bus helfen mobile Spielkonsolen, nervige Hintergrundgeräusche zu ignorieren und die Zeit möglichst nett herumzubringen.

Wer sich jetzt oder zu Weihnachten ein solches Spielgerät zulegen möchte, muss zwischen hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis und aktuellster Technik abwägen. Unter den drei marktbeherrschenden Produkten ist eines als Auslaufmodell zwar günstig, steht aber hinter den beiden Konkurrenzen technisch zurück. Die Rede ist vom Gameboy Advance Micro. Aber auch die Rivalen Playstation Portable von Sony und Nintendo DS gibt es nicht erst seit gestern. Nach über einem Jahr haben die Hersteller Kinderkrankheiten und Anfälligkeiten der ersten Versionen verbessert. Beide aktuellen Mobil-Konsolen laufen in aller Regel stabil.

Den Gameboy-Nachfolger Advance hat Nintendo immer wieder überarbeitet. Jüngstes Mitglied der Familie ist der extrem leichte und kompakte GBA Micro mit rund 80 Gramm. Sein Vorteil: Er ist zu allen Gameboy- und GBA-Spielen kompatibel, bis hin zu den monochromen Spielen für den Gameboy der ersten Generation. Dieser Vorteil zahlt sich nicht nur für Sammler und Nostalgiker aus: Auch viele aktuelle Titel sind regulär bereits zum Preis von 30 oder gar nur 20 Euro erhältlich.

Der Nachteil des GBA Micro ist die rückständige Technik: Bewundernde Blicke provoziert ein solches Gerät wohl kaum noch. Die Funktionen und Knöpfe sind seit dem Gameboy der ersten Generation gleich geblieben. Das Display bietet zwar mittlerweile sehr gute Helligkeit, aber immer noch nur eine Auflösung von 240 mal 160 Pixeln. Um einen Kopfhörer anzuschließen oder mit anderen Besitzern ein Spiel auszutragen, benötigt man Kabel und Adapter. Online-Zugriff ist mit dem Micro wie mit jedem GBA nicht möglich.

Innovativer und moderner sind die beiden aktuellen Top-Geräte, der Nintendo DS und die Sony Playstation Portable. Sony bietet den besten Sound sowie die höchste Auflösung, um ein Erlebnis wie an einer großen Spielkonsole auch mit einem mobilen Gerät präsentieren zu können, während der DS innovativere Spielkonzepte ermöglicht: Er besitzt zwei Bildschirme, von denen einer als Touchscreen mit einem Stift bedient werden kann. Neue Spiele kosten in der Version für PSP oder DS rund 40 Euro, von gelegentlichen Schnäppchen einmal abgesehen.

Der Nintendo DS verfügt über eingebaute WLAN-Unterstützung. Aufgrund einer Partnerschaft mit der T-Com können Nutzer an jedem T-Com-Hotspot gratis mit weltweiten Partnern spielen. Auch ist es in Sekundenschnelle möglich, gegen einen weiteren DS-Besitzer anzutreten, indem man eine direkte Funkverbindung nutzt. Allerdings fehlt dem DS ein Browser, und für Audio oder Spiele kann man die tragbare Konsole derzeit nicht nutzen.

Auch die PSP hat WLAN integriert. Für Internet-Zugang oder -Verbindung muss man allerdings selbst sorgen. MP3-Audio ist auf der Sony-Konsole eine Sebstverständlichkeit. Für Video hat Sony ein eigenes Medienformat entwickelt, die UM-Disk. Diese proprietären Medien zu recht hohen Preisen sind aber auf die PSP beschränkt und deshalb wenig beliebt.

Die PSP bietet eine Auflösung von 480 mal 272 Pixeln und die stärkste Grafik aller drei mobilen Konsolen. Für realistische Spiele wie Sportsimulationen oder Autorennen ist sie erste Wahl, wenn auch das teuerste, schwerste und größte der drei Geräte. Der DS kann dagegen je nach Neigung des Spielers mit einigen innovativen und vergnüglichen, für andere vielleicht zu kindischen Spielkonzepten punkten. Wer noch schwankt, sollte einmal Testberichte und Screenshots von Super Princess Peach und Gehirn-Jogging (beide DS) mit Ultimate Ghosts ’n‘ Goblins sowie Miami Vice (beide PSP) vergleichen.

Abseits der drei führenden Konsolen gibt es nur wenige tragbare elektronische Spielgeräte. Nokias Kombination aus Konsole und Handheld, das N-Gage QD, ist nur noch gebraucht erhältlich. Eine besonders interessante und ungewöhnliche Wahl wäre noch die Linux-Spielkonsole GP2X. Der Gizmondo auf Basis von Windows CE könnte den Markt allerdings etwas beleben, wenn seine zweite, überarbeitete Version im kommenden Jahr in Deutschland erscheint. Und natürlich kann man jedes javafähige Handy bis zu einem gewissen Grad als tragbares Spielgerät nutzen.

CNET für mobile Geräte:
Android-App Google Currents App for iOS

Themenseiten: Kaufberatung

Artikel empfehlen:
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Günstiger Einstieg: Spielkonsolen für unterwegs

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *