Preisradar Spiegelreflexkameras: Zehn Megapixel unter 1000 Euro

Wechselbare Objektive und völlige Kontrolle übers Bild bieten nur Spiegelreflexkameras. Auch die enorme Auflösung bei hoher Tiefenschärfe ist für ernsthafte Hobbyfotografen wie Profis unabdingbar. Schon im mittleren Einsteigersegment sind aktuell zehn Millionen Pixel Standard.

Die meisten Anwender von Digitalkameras wollen Schnappschüsse machen. Dazu bieten sich Digicams mit einfacher, schneller Bedienung an. Für professionell verwertbare Fotos oder Fotografie als Hobby sollte man aber eine Spiegelreflexkamera anschaffen.

Spiegelreflexkameras (oft auch SLR genannt, entsprechend der Abkürzung für die englische Bezeichnung „Single Lens Reflex“) ermöglichen das Wechseln von Objektiven und exakte Einstellung aller Parameter, vor allem Blende, Empfindlichkeit und Verschlusszeit. Ein Schwingspiegel gibt dabei den Weg des Lichts hin zum digitalen Bildsensor frei.

Wegen ihrer Bauart können digitale Spiegelreflexkameras größere Sensor-Chips als Kompaktkameras enthalten. Diesen Raum nutzen die Hersteller auch: Die drei unten aufgelisteten Kameras von Olympus, Sony und Canon fallen in die Kategorie der Zehn-Megapixel-Kameras. Sony und Olympus verbauen CCD-Chips, Canon dagegen einen CMOS-Sensor. Die maximale Bildauflösung variiert leicht. Canon bietet bis zu 3888 mal 2592 Pixel, Sony 3872 mal 2592 Pixel und Olympus 3648 mal 2736 Pixel. Jede dieser Auflösungen reicht leicht für Ausdrucke im Format A4.

Alle drei Kameras erlauben die Einstellung der Empfindlichkeit von 100 bis 1600 ISO. Dies bedeutet, dass sie sich sowohl im Sonnenlicht wie auch im Halbdunkel einsetzen lassen. Zusätzlich beeinflussen natürlich Belichtungsdauer und Blende die Lichtverhältnisse. Belichtungsdauer (Verwackeln droht) und Blende (geringere Tiefenschärfe) lassen sich aber nicht beliebig korrigieren, etwa wenn ein Sportfotograf Aufnahmen in einer Turnhalle macht.

Als Speichermedium verwenden digitale Spiegelreflexkameras immer noch primär Compact-Flash-Karten und die Mini-Festplatte Microdrive von Hitachi. Hier nehmen sich die drei gelisteten Modelle nichts, ebensowenig wie bei der Belichtungszeit (1/4000 bis 30 Sekunden) oder dem rückseitigen Display mit einer Diagonale von 2,5 Zoll.

Kits und Objektive

Digitale Spiegelreflexkameras kommen als Gehäuse ohne Objektiv oder in so genannten Kits. Letztere bringen ein für Einsteiger geeignetes Allround-Zoomobjektiv mit. Es deckt mittlere Brennweiten gut ab. In vielen Fällen benötigt man zusätzlich ein Teleobjektiv mit Brennweiten über 200 Millimetern und ein Weitwinkel für Brennweiten unter etwa 35 Millimetern. Die Objektiv-Systeme verschiedener Hersteller (und manchmal auch unterschiedlicher Baureihen) sind nicht kompatibel. Wer noch passende System-Objektive einer analogen Spiegelreflexkamera besitzt, sollte schon deshalb beim gleichen Hersteller bleiben: Lichtstarke Objektive können ins Geld gehen.

Nach welchen Kriterien sollte man als Einsteiger schauen? Neben dem Preis ist sicherlich der Bedienkomfort relevant, ebenso wie die Bildqualität. Die Bedienung lässt man sich am Besten im Fachhandel vorführen. Gute Händler ermöglichen es potentiellen Käufern auch, selbst Bilder aufzunehmen. Von der Bildqualität, oder besser gesagt, von den Fähigkeiten der Kamera in den Händen eines geübten Fotografen, kann man sich etwa beim Online-Bildarchiv Flickr ein Bild machen.

Die nachfolgend gelisteten Kameras und Kits versehen die Hersteller mit Preisempfehlungen von jeweils 999 Euro. Manche Ladenpreise liegen aber um 20, 30 Prozent oder mehr darunter. Es lohnt sich auch, nach anderen Kits mit vielleicht interessanterem Objektiv zu suchen.

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