Preisvergleich Notebooks: Zuverlässige Technik für unter 800 Euro

Was kann man von einem Notebook unter 800 Euro erwarten? In den meisten Fällen – nicht viel. Für den Preisvergleich wurden jedoch drei Modelle mit vernünftiger Ausstattung herausgesucht.

Notebooks sind in den letzten Jahren nicht nur besser, sondern tatsächlich auch billiger geworden. Einige Geräte gibt es schon für unter 500 Euro, während vor ein paar Jahren die ersten 1000-Euro-Notebooks als Sensation galten. Dennoch, je kleiner der Preis, desto weniger Qualität kann man erwarten. Im Fokus dieses Preisradars stehen Modelle für weniger als 800 Euro Ladenpreis, die dennoch zumindest solide Komponenten bieten.

Grundsätzlich sollten gerade Privatanwender einen Blick auf Subnotebooks werfen, die ihren Bedürfnissen oft sehr gut entsprechen. Solche leichten Geräte kosten allerdings etwa das Doppelte der angestrebten Obergrenze. Im Billigsegment kommen fast ausschließlich Standard-Barebones mit 15-Zoll- oder 15,4-Zoll-Widescreen zum Einsatz. Die Auflösung beträgt bei den Breitbild-Geräten Fujitsu Siemens Amilo Pro V3505 und Acer Aspire 5602WLMi jeweils 1280 mal 800 Pixel. Das Hewlett-Packard nx6310 dagegen besitzt einen Standardbildschirm mit Größenverhältnissen von 4:3 und die klassische Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln (XGA).

Was darf man unter „soliden Komponenten“ verstehen? Zunächst einmal: keinen Celeron-M- oder Mobile-Sempron-Prozessor. Die aktuelle Architektur von Notebook-CPUs setzt auf einen großen Cache, der geringere Taktraten mehr als ausgleichen kann und zudem den Prozessor weniger leistungshungrig macht, weil er leicht abgeschaltet werden kann. Diese Art der Architektur war in den letzten zwei Jahren so erfolgreich, dass Intel sie sogar für Desktop-Prozessoren übernommen hat. Celeron M von Intel und Mobile Sempron von AMD sind zwei Prozessoren, die zwar die Architektur der Notebook-CPUs Turion und Pentium M beziehungsweise Core Duo übernommen haben, aber einen relativ kleinen L2-Cache-Speicher (fast immer 512 KByte) besitzen. Die geringere Taktrate wird also nicht ausgeglichen.

Mit dem Fujitsu Siemens Amilo Pro V3505 und Acer Aspire 5602WLMi haben sich zwei Notebooks für unter 800 Euro gefunden, deren CPUs nicht nur einen großen L2-Cache von 2 MByte mitbringen, sondern sogar zwei Kerne integrieren. Sie können darum zwei Aufgaben gleichzeitig bewerkstelligen – beispielsweise die Festplatte nach Viren scannen und eine E-Mail versenden. Es handelt sich um Core-Duo-Prozessoren von Intel mit 1,6 beziehungsweise 1,66 GHz. Das Nachfolgermodell Core 2 Duo war ebensowenig wie AMDs Konkurrenzprodukt Turion 64 X2 im Ergebnis der Preissuche vertreten. Diese CPUs kämen aber natürlich ebenfalls als Grundlage eines interessanten Notebooks in Betracht.

Hewlett-Packard verzichtet beim nx6310 allerdings auf den Doppelkern-Prozessor. Der Core Solo bringt bei gleicher Taktfrequenz natürlich ein gutes Stück weniger Leistung. Zum Ausgleich kostet das HP-Notebook weniger als die Modelle von FSC und Acer.

Die übrigen Daten unterscheiden sich erstaunlich wenig. Alle Notebooks verwenden die interne Intel-Grafik GMA950, etwas knappe 512 MByte RAM und bringen WLAN nach 802.11a/b/g mit. Das HP-Gerät unterstützt als einziges kein Gigabit-Ethernet. Selbst die Akkus (sechs Zellen) sind gleich groß, und das Gewicht liegt jeweils nur knapp unter drei Kilo. Zu den „soliden Komponenten“ gehört natürlich auch ein DVD-Brenner.

Kleine Unterschiede gibt es aber doch: Das Acer hat eine 80-GByte-Platte, während die der anderen beiden Modelle nur 60 GByte fassen. Und drei USBs des Acer Aspire stehen vier des Fujitsu-Siemens- und zwei des HP-Notebooks gegenüber.

Insgesamt scheint das Aspire 5602WLMi aufgrund kleiner Vorteile derzeit das interessanteste Modell der drei. Vor allem aber handelt es sich um drei Notebooks, die alle aus der Preisklasse unter 800 Euro herausragen. Leider ist eine Mehrheit der Notebooks dieser Preisregion so ausgestattet, dass sie sich für keinen vorstellbaren Einsatzzweck wirklich eignen.

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