Das letzte Modell der G-Serie von Canon, die G6 ist bereits seit Ende 2004 auf dem Markt. Seitdem hat sich auf dem Digicam-Markt viel verändert: So sind Kameras heutzutage nicht nur preisgünstiger, sondern auch kleiner, leichter und qualitativ hochwertiger.

Design

Eine der Hauptattraktionen der G-Serie war bislang das aufklappbare LCD-Display. Bei der G7 ist dies nun durch ein helles, aber festes 2,5-Zoll-LCD ersetzt worden. Der Rest der Ober- und Rückseite des Kameragehäuses ist gespickt mit Bedienelementen, die gerade genug Platz lassen, um die Kamera anständig zu halten. Für Benutzer mit großen Händen dürfte es allerdings schwierig sein die G7 festzuhalten, ohne dabei versehentlich eine Taste zu drücken.

Funktionsumfang

Canon hat die G7 mit seinen neuesten Features ausgestattet, darunter derselbe 10-Megapixel-CCD-Sensor wie bei der EOS 400D, ein Digic-III-Prozessor mit Gesichtserkennung, ein XGA-Movie-Modus, der 15 Bilder pro Sekunde aufzeichnet sowie ein Objektiv, das bei einer Kleinbildkamera einen Brennweitenbereich von 35–210 Millimeter abdecken würde, mit Blendeneinstellungen von f/2,8 bis f/4,8 und Bildstabilisierung.

Dafür unterstützt die Powershot G7 keine Rohdatenformate mehr, was nicht nur sehr schade ist, sondern auch jeglicher Logik entbehrt. Davon abgesehen bietet das Modell alle Bedienelemente für Belichtung, Fokus und Aufnahme, die sich ein Foto-Enthusiast wünscht. Dazu zählen Spotmessung, vom Benutzer einstellbare Fokusbereiche, zwei individuelle Einstell-Modi, Serienbild- oder Einzelbildaufnahmen, manuelle Empfindlichkeitsanpassungen bis ISO 1.600 plus ein High-Modus bis ISO 3.200, Sprachkommentare sowie ein Aufsteckschuh.

Leistung

Nicht alles funktioniert genauso wie bei anderen Canon-Modellen, was ziemlich verwirrend sein kann. Beispielsweise wird durch die automatische Gesichtserkennung die Auswahl der Fokusbereiche erschwert, da man beide Optionen auf demselben Bildschirm regeln muss. Außerdem ist es frustrierend, die Rechts-, Links-, Oben- und Unten-Tasten benutzen zu müssen, um Schritt für Schritt zum gewünschten Fokusbereich vorzustoßen – anstatt einfach am Scrollrad drehen zu können. Sobald man sich aber an die neue Oberfläche gewöhnt hat, wird man auch nicht mehr so oft in seinem Aufnahmerhythmus gestört.

Ein Pluspunkt der Kamera ist ihre Schnelligkeit. Das erste Foto kann bereits 1,5 Sekunden nach Einschalten der Kamera geschossen werden und bei guten Lichtverhältnissen sorgt der relativ schnelle Fokus für eine Auslöseverzögerung von 0,5 Sekunden.

Bei gedämpftem Licht liegt die Auslöseverzögerung immer noch bei unter einer Sekunde. Einzelaufnahmen sind in einem anständigen Abstand von 1,7 Sekunden möglich. Bei eingeschaltetem Blitz erhöht sich die Zeitspanne allerdings auf bescheidene 2,3 Sekunden. Beim Serienbildmodus scheint nach 36 Bildern Schluss zu sein, unabhängig von der gewählten Auflösung. Canon verspricht zwei Bilder pro Sekunde, im Test erreicht die G7 allerdings nur eine maximale Aufnahmegeschwindigkeit von 1,1 Bildern pro Sekunde.

Bildqualität

Die gemischte Bildqualität ist schon eine Überraschung. Einige Testfotos sehen besser aus als erwartet, was in erster Linie auf die Bildstabilisierung zurückzuführen sein dürfte. Andere Bilder hingegen zeigen unerwartete Artefakte. Der automatische Weißabgleich und die verschiedenen Mess-Modi verrichten recht gute Dienste, aber leider kann man hier keine manuellen Einstellungen vornehmen. Auch Filmclips haben eine recht gute Qualität und bei wenig Bewegung sorgt die XGA-Auflösung für deutlich schärfere Aufnahmen.

Es gibt immer noch einige Gründe, die für den Kauf einer Powershot G7 sprechen. So ist die G7 die optimale Wahl als Zweitkamera, wenn man in bestimmten Situationen keine digitale Spiegelreflexkamera nutzen kann oder will. Dasselbe gilt für Anwender, die nicht zu einer Kamera mit vollständigem Wechselobjektivsystem wechseln, oder auf die Flexibilität des Movie-Modus nicht verzichten wollen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Canon Powershot G7

  • Am 7. April 2015 um 15:47 von if

    Wie kann das Objektiv im Sucher zu sehen sein, wenn die Kamera überhaupt keinen Sucher hat???

    • Am 7. April 2015 um 17:04 von Anja Schmoll-Trautmann

      Hallo,

      die Canon Powershot G7 hat einen optischen Sucher. Bei ausgefahrenem Objektiv kann man durch den Sucher tatsächlich das Objektiv sehen. Nicht zu verwechseln mit der neuen Powershot G7 X, die keinen optischen Sucher hat.
      Der Test der Powershot G7, um den es hier geht, war von 2006.

      Beste Grüße, CNET.de-Redaktion

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