Im Digitalkamerabereich liegt das Augenmerk derzeit auf zwei Entwicklungsrichtungen, mit denen die Hersteller der Bedrohung durch die mit immer besseren Megapixel-Kameras ausgestatteten Mobiltelefonen entgegentreten wollen: Zum einen mit leistungsfähigen digitalen Spiegelreflexkameras, wie der Sony Alpha DSLR-A100 und Nikon D80, und zum anderen mit immer eleganteren Kompaktkameras.

Die NV3 gehört zur zweiten Gruppe, ohne dass dabei die Funktionalität zu kurz kommt. Neben 7 Megapixeln besitzt die Samsung NV3 eine Vielzahl netter Extras, die mittlerweile schon zu einem Markenzeichen für Geräte von Samsung geworden sind.

Design

Kameras mit schlanker Bauform gibt es reichlich – darunter die gesamte Casio-Palette – und auch die NV3 gehört zu den attraktiveren Modellen. Sie hat vieles mit der Fujifilm Finepix Z1 gemeinsam, denn sie ist kompakt und stilvoll zugleich mit einer Spur Retro-Design, das zeitlose Eleganz ausstrahlt und nicht konzeptlos versucht, den Jugendstil ins Digitalzeitalter zu übertragen.

Die NV3 ist ein sehr modernes Gerät, das in puncto Qualität an alte Zeiten erinnert – das hat Samsung erst kürzlich mit der etwas klobigen Digimax L85 versucht. Die Kamera ist überwiegend in Mattschwarz gehalten, während am oberen und unteren Rand ein wenig Silber glänzt. Letztendlich ist es jedoch das wohlgerundete Design, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. An einigen Stellen hat man den Eindruck, dass Samsung es zu gut gemeint hat, insbesondere ist dies bei den beiden runden Abdeckungen für die Lautsprecher auf der Oberseite der Fall. Ansonsten gibt es aber nichts an ihrem Äußeren auszusetzen.

Auch die Bedienelemente sind gut angeordnet, wobei die meisten Funktionen mit dem Auswahlrad angesteuert werden, das sich genau in der Mitte befindet. Auf der Rückseite des Geräts sind die übrigen Hauptbedienelemente zu finden. Dazu gehören die übliche Fünf-Wege-Taste und ein Zoomschalter, der vertikal bedient wird und nicht horizontal, wie bei vielen anderen Kompaktkameras.

Der 64-Millimeter-Bildschirm (2,5 Zoll) ist beeindruckend und gestattet auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine problemlose Motivwahl und die Wiedergabe von Bildern. Gespeichert werden die Aufnahmen auf SD-Karten, allerdings ist eine solche nicht im Lieferumfang enthalten. Aufgeladen wird die Kamera über den etwas nervigen, proprietären Anschluss, über den auch der Datenaustausch mit Computer oder Drucker erfolgt.

Das Gesamtpaket gibt keinen Grund zur Klage: Samsung hat genau das richtige Verhältnis zwischen kompaktem Design und Bedienbarkeit, sowie zwischen Stabilität und unnötigem Gewicht gefunden.

Funktionsumfang

Zu den Höhepunkten dieser Kamera gehört die Auflösung von 7 Megapixeln. Vielleicht kommen demnächst auch schon 10-Megapixel-Kameras auf den Markt, aber 7 Megapixel bieten bereits eine verblüffende Detailfülle und die Möglichkeit, sehr große Ausdrucke anzufertigen. Gleichzeitig bewegt man sich hier bereits in einem Bereich, in dem aufgrund der höheren Anzahl von Pixel auf dem unglaublich kleinen CCD das Bildrauschen schon zu einem Problem werden kann.

Das Objektiv selbst ist weniger beeindruckend. Es bietet lediglich den üblichen optischen 3-fach-Zoom, welches angesichts der Abmessungen durchaus hinreichend ist. Es bewegt sich recht flüssig und die entsprechende Taste ist einfach zu finden und lässt sich gut bedienen.

Die ASR-Bildstabilisierung erweist sich ebenfalls als unschätzbarer Vorteil: Bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 1000, vergleichbar mit der Nutzung von Hochgeschwindigkeitsfilmen für Filmkameras, kommt man selbst bei relativ wenig Licht ohne Blitzlicht aus.

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