Die DSC-T10 verfügt weder über die schicke Plexiglas-Rückseite noch über das 3-Zoll-LCD-Display ihrer großen Schwester T30, bringt aber ansonsten ähnliche Ausstattungsmerkmale sowie ein attraktives 2,5-Zoll-Display mit. Die attraktive Pocketkamera ist in den Farben Schwarz, Pink, Silber und Weiß erhältlich.

Design

Abgesehen von ihrem 7,2-Megapixel-CCD-Sensor ist die Sony Cybershot DSC-T10 der DSC-T9 sehr ähnlich. Ein Schiebedeckel, der über die ganze Breite des Gehäuses reicht, schaltet die Kamera ein und aus, und das Layout der Rückseite ist im Wesentlichen identisch. Die meisten Bedienknöpfe sind rechts vom 2,5-Zoll-CD-Display mit 230.000 Pixeln angeordnet. Ein nettes Detail ist, dass bei herunter geschobener Objektivabdeckung ein kleiner, vertikaler Schlitz für einen perfekten Halt des Mittelfingers sorgt.

Ein Knopf rechts vom Auslöser regelt die optische Bildstabilisierung, die Sony „Super Steady Shot“ nennt. Sie gibt einem ein bis zwei Belichtungsstufen Luft, wenn man mit längeren Belichtungszeiten fotografiert. So können bei eingeschalteter Bildstabilisierung bei 1/20 Sekunde noch ordentliche, scharfe Bilder in Situationen aufgenommen werden, in denen sonst 1/60 Sekunde nötig gewesen wäre, um ein Verwackeln zu vermeiden.

Ausstattung

Eine nützliche Auswahl von Fotografiermodi deckt die meisten Spezialsituationen ab, während man bei Programm- oder Vollautomatik Einstellungen wie Weißabgleich, Belichtungs- und Fokusmodi regeln kann, es aber nicht muss. Neben den normalen Autofokusmodi kann man die Kamera auch auf verschiedene feste Distanzen einstellen.

Wie schon das Vorgängermodell verfügt auch die DSC-T10 über ein optisches Dreifach-Zoom-Objektiv mit f/3,5 bis f/4,3 der Marke Carl Zeiss (einem 38-115-Millimeter-Kleinbild-Objektiv äquivalent). Viele Kameras bieten jetzt weitere Blickwinkel, was gelegentlich nützlich sein kann, wenn nicht genug Platz ist, um einen Schritt zurückzutreten. Manche haben auch eine größere maximale Blendenöffnung, was bei wenig Licht hilft. Bleibt abzuwarten, ob das nächste Modell aus der T-Serie ein lichtstärkeres Objektiv besitzt. Dennoch ist das Objektiv der T10 recht gut: Es gibt fast kein Blooming, und Farbsäume erscheinen nur in den hellsten Bereichen des Bildes.

Performance

Wie alle Kameras der T-Serie ist auch die DSC-T10 recht schnell. Sie ist in 1,4 Sekunden betriebsbereit, sodass man das erste Bild aufnehmen kann, während sie für weitere Bilder ohne Blitz 1,6 Sekunden braucht. Mit Blitz wird sie deutlich langsamer und kommt auf 2,38 Sekunden, aber auch das ist noch respektabel. Die Auslöseverzögerung liegt bei Aufnahmen mit starkem Kontrast bei 0,5 Sekunden und bei niedrigem Kontrast bei 1,45 Sekunden.

Nur bei Bildreihen werden keine glänzenden Werte erzielt, mit durchschnittlichen 1,28 Bildern pro Sekunde bei der Aufnahme von JPEG-Bildern in VGA-Auflösung und 1,35 Bildern pro Sekunde bei der Aufnahme von 7,2-Megapixel-JPEG-Bildern. Allerdings dürfte eine ultrakompakte Kamera wie die T10 ohnehin nicht allzu häufig für Reihenaufnahmen verwendet werden.

Bildqualität

Die Bildqualität der Sony Cybershot DSC-T10 ist gut, besonders für eine Pocketkamera. Die Farben wirken korrekt, wenn auch gelegentlich etwas flach. Auch das Bildrauschen hält sich in Grenzen, abgesehen von Aufnahmen mit den höchsten ISO-Werten: Die Kamera macht bei ISO 80 und bei ISO 100 saubere, detaillierte Aufnahmen. Bei ISO 200 schleicht sich Rauschen ein, es sind aber trotzdem noch viele Details zu erkennen. Bei ISO 400 ist so viel Rauschen vorhanden, dass feinere Details untergehen, etwa die Struktur von Gewebe oder einzelne Haarsträhnen. Bei ISO 800 gehen deutlich Details verloren, und farblose Punkte und körniges Rauschen sind überall vorhanden, selbst wenn kleinformatige Ausdrucke noch in Ordnung sein dürften. Bei ISO 1000 ist das Rauschen noch schlimmer. 10-mal-15-Zentimeter-Ausdrucke dürften zwar nicht perfekt, aber immer noch passabel sein.

Äußerlich ist Sonys DSC-T9 zwar kaum von der DSC-T10 zu unterscheiden, aber sobald man Bilder macht, wird deutlich, dass Sony seine elegante Serie von Pocketkameras weiter verbessert hat. Die T10 legt die Latte in Hinsicht auf Bildrauschen höher, während alle anderen netten Ausstattungsmerkmale, die mit der Zeit ihren Weg in diese Reihe gefunden haben, beibehalten wurden. Wenn es um ultrakompakte Kameras geht, ist Sonys Cybershot DSC-T10 kaum zu schlagen, auch wenn sie auf den ersten Blick etwas teuer scheint.

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