Mit einem Gewicht von 136 Gramm und einer Dicke von 20 Millimeter hat das schlanke Gehäuse der Z70 eine taschengerechte Größe. Aber obwohl die Größe stimmt, sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man die Kamera in der Tasche transportiert. Neben der winzigen Einschalttaste oben auf dem Gerät kann man dieses Modell nämlich auch mit den beiden flachen Tasten für Aufnahme und Wiedergabe einschalten, die sich auf der Rückseite befinden. Bei zu engen Taschen oder wenn man etwas unaufmerksam ist, besteht die Gefahr, dass sich der Akku entlädt oder das Objektiv ausfährt.

Funktionsumfang

Die Z70 verfügt über dieselben praktischen Funktionen wie alle Kameras der Exilim-Serie von Casio. Eine digitale Bildstabilisierung hilft dabei, beim Einsatz des 38-114-Millimeter-Zooms verwackelten und verwischten Bildern vorzubeugen. Allerdings sollte man diese Funktion nicht mit den effektiveren optischen oder mechanischen Bildstabilisierungsverfahren durcheinanderbringen, die von anderen Kameraherstellern angeboten werden.

Die Best Shot-Modi von Casio stellen dem Nutzer mehr als zwei Dutzend Voreinstellungen für unterschiedliche Aufnahmesituationen zur Verfügung, darunter ein Ebay-Modus zur Auktionsoptimierung. Leider erreicht die Kamera bei Aufnahmen mit kurzer Belichtungszeit oder bei schlechten Lichtverhältnissen nur eine Lichtstärke von ISO 400. Zudem fehlt ein optischer Sucher, was den Fotografen dazu zwingt, zur Wahl von Bildausschnitten und zum Betrachten von Bildern auf das körnige und blasse 64-Millimeter-LCD-Display zurückzugreifen.

Leistung

Trotz einiger Eigenheiten sind die Leistungswerte der Z70 hervorragend. Die Kamera ist in nur 1,2 Sekunden betriebsbereit und kann alle 1,3 Sekunden eine Aufnahme machen, bei eingeschaltetem Blitz verlängert sich diese Zeitspanne auf 2,5 Sekunden. Die Auslöseverzögerung liegt bei kurzen 0,4 Sekunden bei guten Lichtverhältnissen und bei nur einer Sekunde bei gedämpftem Licht. Die Serienbildfunktion liefert akzeptable Werte und schiesst 27 Bilder in voller Auflösung innerhalb von 33 Sekunden, was eine Geschwindigkeit von 0,8 Bildern pro Sekunde ergibt.

Mit dem Quick Shot-Modus lassen sich noch schneller Bilder schießen – in diesem Modus wird das Scharfstellen übergangen. Will man allerdings daheim dann die Bilder bearbeiten, per E-Mail versenden oder ausdrucken, findet man nichts als körnige Schlieren vor. Man sollte den Auslöser halb herunterdrücken, bis das Motiv scharf gestellt ist und dann das Bild aufnehmen. Daran muss man sich zwar erst mal gewöhnen, aber wenn man den richtigen Rhythmus erst einmal gefunden hat, kann manschnell scharfe Fotos schießen.

Bildqualität

Die Z70 kommt mit Belichtung und Farbe sehr gut zurecht, ansonsten sind die Bilder jedoch eher enttäuschend. Feine Details wirken selbst unter günstigen Bedingungen unscharf und das Bildrauschen macht die Bilder noch undeutlicher. Auch sind sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich des Zoomobjektivs deutliche Verzerrungen auszumachen.

Die schmale Bauweise und der Preis sind die Pluspunkte der Casio Exilim EX-Z70, die ansonsten den Benutzer mit einigen nervigen Eigenarten konfrontiert. Wer sich daran gewöhnen kann, in einem bestimmten Rhythmus zu fotografieren und die Kamera ganz behutsam in der Tasche zu tragen, findet in der Z70 möglicherweise eine nette und reaktionsschnelle Kamera. Anstelle der Z70 könnte man auch die ultrakompakte Canon Digital IXUS 60 in Betracht ziehen. Diese 6-Megapixel-Kamera ist nicht ganz so flach wie die Z70, ihre Bildqualität ist jedoch um einiges besser.

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