Der HV10 von Canon verfügt über eine ansprechende Optik und lässt sich problemlos in jeder Jackentasche verstauen. Allerdings schafft das Gerät auch das zweifelhafte Kunststück, einerseits über ein ansprechendes Design zu verfügen, sich aber trotzdem nicht so ganz einfach bedienen zu lassen. So befinden sich zwar alle Bedienelemente an der richtigen Stelle, lassen sich leicht erreichen und sind gut verständlich, viele sind jedoch einfach zu klein, lassen sich schwer bedienen oder sind ziemlich anfällig für Fehlbedienungen. So muss der Camcorder zur Kompensation mit der linken Hand stabilisiert werden, während man gleichzeitig Einstellungen mit der rechten Hand vornimmt, was mitunter recht kompliziert vonstatten geht.

Canon HV10
Zoomregler, Auslöseknopf für Bilder und der Modusschalter befinden sich relativ dicht nebeneinander, was jedoch nicht unbedingt problematisch ist.

Ähnlich wie bei Schnappschusskameras sind bei der HV10 die Menüs auf zwei Gruppen aufgeteilt: Aufnahmeoptionen, darunter Weißabgleich, Belichtungseinstellungen und Einzelbildqualität, können über die Taste „Func“ aufgerufen werden. Die meisten anderen Einstellungen lassen sich über die Taste „Menü“ vornehmen. Das Navigieren erfolgt auf dem 2,7 Zoll großen Breitbild-LCD-Display über ein Jog-Dial.

Ausstattung

Die Bildaufnahme des HV10 erfolgt über einen CMOS-Sensor mit drei Megapixeln zur Erfassung von 1920 horizontalen und 1080 vertikalen Pixeln für hochauflösende 1080i-Videobilder oder Breitbild-Videos mit Standardauflösung. Die horizontale Auflösung kann auf 1440 heruntergestuft werden, um 576i-Videos mit Standardauflösung aufzunehmen.

Für Einzelbildaufnahmen werden 2,76 Megapixel (1920 mal 1440) im 4:3-Format und 2,07 Megapixel (1920 mal 1080) im 16:9-Format verwendet. Der HV10 kombiniert den Sensor mit einem 10-fach-Canon-HD-Videoobjektiv, einer abgespeckte Version des 20-fach-Objektivs der XH-Serie, das über die optischen Eigenschaften der professionellen L-Objektivserie von Canon verfügt.

Der HV10 hat auch sonst sehr viel mit deutlich teureren Modellen gemeinsam. Wie die XH-Serie verfügt er über einen optischen Super-Range-Bildstabilisator, ein hybrides optisch-elektronisches System, bei dem der Prozessor dem optischen Stabilisator Feedback gibt, um die vorgenommenen Korrekturen optimal abzustimmen. Canon hat auch die Funktion Instant AF integriert. Das Fokussierungssystem berechnet den Abstand zum Objekt, bevor die Speicherung vorgenommen wird, um dadurch die Autofokusperformance zu verbessern. Leider kann Instant AF bei Aufnahmen unter schlechten Lichtbedingungen nur wenig bewirken, da der Entfernungsmesser genug Kontrast benötigt, um das Objekt zu lokalisieren.

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