HD-Einstieg leicht gemacht: Camcorder im Preisvergleich

So lange HD-Content rar ist, muss man ihn selbst erzeugen. Mit einer HD-Kamera ist immerhin gewährleistet, dass das Meisterwerk auch in ein paar Jahren auf dem Fernseher, der dann im Wohnzimmer steht, mehr als Briefmarkengröße einnimmt.

Alle Welt spricht von High-Definition-Fernsehen. Programme gibt es allerdings wenige, außer gelegentlich eine Mozart-Oper bei Arte sowie ein Fußballspiel pro Spieltag der Champions League, und kompatible Laufwerke plus Medien wie HD-DVD oder Blu-Ray-Disk so gut wie keine. Da bietet es sich an, einfach selbst sehenswerte HD-Inhalte zu erstellen. Wer jetzt einen Camcorder kaufen möchte, der sollte ohnehin auf HD-Fähigkeit achten. So kann man sicherstellen, dass die Urlaubsvideos von 2007 auch auf dem Fernseher von 2012 noch etwas hermachen.

Unter echter HD-Auflösung versteht man meist 1080p oder Full-HD, also ein Format mit 1080 vertikalen Bildpunkten – das sind üblicherweise 1960 mal 1080 Pixel oder etwas über 2 Megapixel. Achtung, dieser Wert bezieht sich auf die Film-Auflösung und nicht auf die maximale Pixelzahl für Fotos oder die native Auflösung des Bildsensors.

HD-Camcorder nutzen die gleichen Aufzeichnungsverfahren wie SD-Camcorder auch: direkt auf DVD, auf Festplatte, Flashspeicher oder Band. Die in der Hardware-Anschaffung preiswerteste Möglichkeit ist die Bandaufzeichnung, und zwei der hier aufgelisteten Camcorder (Sony und Canon) nutzen sie. Für HD sollte man ein besonders hochwertiges Band nehmen, auch wenn es etwas teurer ist: Eine HD-taugliche Mini-DV-Kassette kostet beispielsweise um 10 Euro.

Von Sony und Canon gibt es auch HD-Kameras mit Festplatte und optischen Speicher. Zudem hat Panasonic zwei HD-Kameras angekündigt, die HDC-DX1EG-S mit DVD-Aufzeichnung und den Camcorder HDC-SD1EG-S, der auf SD-Card speichert. Da sie derzeit noch nicht in den Läden verfügbar sind, können sie in den Preisvergleich nicht aufgenommen werden.

Stattdessen steht neben Bandgeräten eine kompakte Filmkamera, die die Bezeichnung „HD“ zwar schon im Namen trägt, sich aber letztlich als Mogelpackung erweist: Die Sanyo Xacti Digital Movie HD1 schafft nur eine Filmauflösung von 1280 mal 720 Bildpunkten, also die kleinere HD-Auflösung. Auch ihre Optik kann mit den ausgewachsenen HDV-Kameras von Canon und Sony natürlich nicht mithalten, und die Verwendung von SD-Karten als Speichermedium schränkt die maximale Aufzeichnungsdauer gewaltig ein. Immerhin ist im empfohlenen Preis von 800 Euro bereits eine 1-GByte-Speicherkarte (Ultra II Highspeed von Sandisk) enthalten. Zudem ist es sehr viel einfacher, Filme von SD-Card auf dem PC zu verarbeiten als solche von Kassette, die erst überspielt werden müssen. Erreichen die Flash-Medien erst die erforderliche Größe, werden sie sicher auch im Film-Bereich zum Datenspeicher Nummer Eins.

Die Unterschiede zwischen den Full-HD-Camcordern Canon HV10 und Sony HDR-HC1 liest man am besten in den ausführlichen CNET-Tests nach. Dort erfährt man zum Beispiel, dass mangels HDMI-Anschluss kein hochauflösender Film des Canon-Camcorders auf einem HD-Fernseher ausgegeben werden kann, und dass die Sony-Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen Probleme mit dem Autofokus bekommt. Wie immer lohnt sich auch der Klick auf die Suche nach dem jeweils günstigsten Preis – speziell der über ein Jahr alte empfohlene Verkaufspreis für die Sony HDR-HC1 wird von heutigen Ladenpreisen deutlich unterboten.

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