Die Digital Ixus 900 Ti von Canon ist eine kompakte 10-Megapixel-Kamera, die nicht nur elegant wirkt, sondern auch bequem und handlich zu bedienen ist. Das robuste Metallgehäuse in attraktivem Mattgrau mit schwarzen Akzenten ist glatt und leicht rundlich, und mit 190 Gramm Gewicht und 28 Millimetern Dicke hat es gerade die richtige Größe, um noch in eine Jackentasche zu passen.

Design

Alle Bedienelemente sind auf der rechten Seite der Kamera angebracht, man kann also für leichte Einhandbedienung jeden Knopf mit dem Daumen erreichen. Ein 64 Millimeter großes LCD-Display nimmt den Hauptteil der restlichen Fläche auf der Rückseite der Kamera ein, lässt aber genug Platz für einen optischen Sucher. Der Sucher ist zwar klein und ziemlich unbequem zu nutzen, bietet aber eine willkommene Alternative zum LCD.

Funktionsumfang

Wie die meisten Modelle der SD-Reihe von Canon ist auch die 900 Ti stark im Design, der Funktionsumfang überzeugt dagegen weniger. Man kann zwar den Weißabgleich, die Belichtungskorrektur, die ISO-Empfindlichkeit und die Belichtungsmessung einstellen, aber die meisten Fotos werden mit der Kamera sicherlich in echter Schnappschuss-Manier , also im Automatik-Modus oder einem der Aufnahmeprogramme gemacht. VGA-Videos können mit 30 Bildern pro Sekunde oder XGA-Videos (1024 mal 768 Pixel) mit 15 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden.

Im Unterschied zur Ixus 850 IS mit ihrem relativ schnellen Weitwinkelobjektiv hat die 900 Ti ein recht spartanisches Objektiv mit f/2,8 bis f/4,9, was einem 37-bis-111-Millimeter-Objektiv entspricht. Sie ist mit dem aktuellen Digic-III-Signalprozessor ausgestattet, von dem Canon sagt, dass er die Performance, Bildqualität und Batterielaufzeit gegenüber dem vorigen Chip verbessere. Während des Tests ist allerdings keine signifikante Verbesserung gegenüber den Kameras der früheren Generation zu bemerken.

Leistung

Mit der Canon Digital Ixus 900 Ti kann man recht schnell fotografieren, besonders für ein 10-Megapixel-Modell. Nach dem Einschalten dauert es 1,3 Sekunden bis zum ersten Foto, danach kann man alle 2,3 Sekunden ein Foto aufnehmen. Ist der eingebaute Blitz eingeschaltet, verlängert sich die Zeit auf immer noch achtbare drei Sekunden.

Der Auslöser reagiert ziemlich schnell, mit bei hellem Licht nur 0,5 und bei ungünstiger Beleuchtung 0,9 Sekunden Verzögerung. Wie zu erwarten sind dagegen Reihenaufnahmen ziemlich langsam: Bei voller Auflösung kann alle 0,9 Sekunden ein Foto gemacht werden.

Bilder

Im Allgemeinen macht die Kamera sehr solide Fotos. Sie sind in der Bildmitte extrem scharf, doch gibt es genau wie bei einigen Konkurrenzmodellen gewisse Unschärfen an den Rändern des Bildes, was zu Farbsäumen bei bestimmten Objekten führen kann. Die Farben sind etwas kühl, haben aber eine gute Sättigung. Wie bei Canon-Kameras üblich kommt der automatische Weißabgleich mit warmem Kunstlicht nicht gut zurecht. Das Bildrauschen ist bis ISO 400 unbedeutend, bei ISO 800 entsteht eine tolerierbare feine Körnung. Bei ISO 1600 fallen die Bilder dann erwartungsgemäß schlecht aus: Details gehen verloren und die Farben werden durch eine deutlich sichtbare Schicht aus funkelnden Artefakten abgeschwächt.

Die Canon Digital Ixus 900 Ti ist eine solide, handliche Kompaktkamera, doch fehlen ihr einige nützliche Funktionen, wie sie die gleich teure Ixus 850 IS bietet. Wenn man also die zusätzlichen Pixel nicht unbedingt braucht – etwa um einen Fotoausschnitt stark zu vergrößern oder für Abzüge mit über 200 mal 250 Millimeter Größe -, ist man mit der schnelleren, stabilisierten Ixus 850 IS vermutlich besser bedient.

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