Vier Funktionen für rund 300 Euro: Multifunktionsgeräte im Preisradar

Multifunktionsgeräte zeichnet ihr Komfort aus. Wer einmal mit einem normalen PC-Scanner und Drucker mehrere Seiten kopiert hat, weiß, was gemeint ist. Kein Wunder, dass „All-in-Ones“ mittlerweile auch bei Heimanwendern ohne Büro beliebt sind.

Den große Nachteil von Multifunktionsgeräten hat fast jeder schon gehört: Ist beispielsweise der Scanner defekt, muss auch der Drucker in die Reparatur. Dies ändert jedoch nichts daran, dass weiter viele Scan-, Druck- und Fax-Kombinationen verkauft werden. Die Zahl der Vorteile überwiegt.

Mit einem Gerät, also Platz auf dem Schreibtisch sparend, kann der Besitzer drucken, scannen, kopieren und faxen. Auch wird nur ein Anschluss belegt, und die Verbindung ist schnell hergestellt, was vor allem Notebook-Nutzer zu schätzen wissen. Indessen können die meisten Multifunktionsgeräte auch ohne gebooteten PC arbeiten und etwa Faxe empfangen, teilweise auch kopieren.

Für die halbwegs professionelle Nutzung eines Multifunktionsgerätes emfehlen sich Kombinationen mit Laser-Druckeinheit wegen der geringeren Kosten pro Seite. Soll aber trotz niedrigem Anschaffungspreis Farbdruck möglich sein, wie es Endanwender oft wünschen, kommt nach wie vor Tintenstrahltechnologie zum Einsatz. Für den Preisvergleich wurden die Tinten-Modelle Lexmark X8350, Canon Pixma MP830 und HP Officejet 6110 ausgewählt.

Drucken und Faxen

Hinsichtlich der Druckfunktion sollte man beim Modellvergleich (wie bei jedem Tintenstrahldrucker) auf die Zahl der Tintentanks achten. Modelle mit sechs oder sieben separaten Kartuschen bieten einfach besser gemischte Farben als solche mit nur drei oder vier Kartuschen. Dagegen spielt die vom Hersteller angegebene Druckauflösung eine geringere Rolle. Die Qualität hängt schließlich von der Drucktechnologie ab – und unterschiedliche Tröpfchengrößen etwa können eine nominell schlechtere Auflösung oft ausgleichen.

Auch die Druckgeschwindigkeit kann man ignorieren, wenn kein Büro-Einsatz des Multifunktionsgeräts geplant ist. Dagegen erleichtert Unterstützung des Pictbridge-Standards den Umgang mit dem Gerät: Drucker und Multifunktionsgeräte können nach dieser Norm Fotos direkt von einer angeschlossenen Digicam drucken.

Im Faxbetrieb empfiehlt sich ein Gerät mit möglichst großem Papierfach: Schließlich sollen eingehende Faxe nicht im Nirwana verschwinden. Allerdings kann man bei manchen Modellen Faxe erst einmal auf dem PC speichern, zumindest, wenn dieser bei Faxeingang läuft. Auch die Größe des Dokumenteneinzugs für den Scanner ist interessant.

Scan- und Kombi-Betrieb

Dass die reine Pixelzahl nicht für Qualität bürgt, kann man auch bei Scaneinheiten erfahren. Ein hochwertiger CCD-Chip gibt auch bei niedrigen Pixelzahlen oft bessere Details und mehr Nuancen eines Fotos wieder als ein schlechter mit höherer, aber letztlich doch bloß aufgeblasener Auflösung. Die Farbtiefe und auch die vom Hersteller angegebene interpolierte Auflösung vermitteln bloß einen Eindruck davon, wie gut die Abstufungen der Scans in maximaler realer Auflösung sein dürften.

Ein Multifunktionsgerät ist nur so gut wie seine Teile, sollte aber umgekehrt komfortabler sein als ein Scanner plus ein Drucker. Wichtig sind möglichst umfangreiche Kopierfunktionen – schließlich möchte man nicht jedesmal Minuten lang Software-Einstellungen modifizieren, wenn zwei Seiten auf eine zusammenkopiert werden sollen oder umgekehrt eine Vergrößerung von A5 auf A4 gewünscht ist.

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