Einfach telefonieren: Handys ohne Luxus im Preisvergleich

Wem Fernsehen und Internet auf dem Handy ebenso egal sind wie Musikplayer-Funktionalität und Javaspiele, der findet schlichte Handys ab etwa 50 Euro auf dem deutschen Markt. Billigere Mobiltelefone bekommt man nur gebraucht – oder mit Vertrag.

Jedes Jahr werden auf dem 3GSM World Congress Mobiltelefone mit gänzlich neuen Konzepten vorgestellt. 2007 stehen Geräte mit eingebautem Fernsehempfang im Mittelpunkt der Messe. Ein großer Anteil der Bevölkerung möchte mit dem Handy aber nicht mehr und nicht weniger als telefonieren. Und das gilt nicht nur für „Schwellenländer“ wie China oder Indien, für deren explodierende Märkte spezielle Billighandys gefertigt werden, sondern auch für westliche Industrienationen.

In Deutschland liegt der typische Handypreis bei einem Euro – natürlich subventioniert bei gleichzeitigem Vertragsabschluss oder -verlängerung. Schlichte Neugeräte wie die hier aufgelisteten Modelle von Sony Ericsson, Samsung und Nokia gibt es ab rund 50 Euro Straßenpreis – ohne Vertrag. Billigere Handys ohne Bindung sind nicht vorgesehen – wer weniger ausgeben will, muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen.

Alle drei Handys kommen ohne Digitalkamera aus. Somit darf man die Modelle auch zu Firmen mit strenger Sicherheitspolitik mitnehmen, ohne sich einem Spionageverdacht auszusetzen. Sie funken in beiden in Deutschland gebräuchlichen GSM-Netzen (900 und 1800). Die Displays aller drei Kandidaten sind eher schlicht – Nokia bietet sogar eine Schwarzweiß-Anzeige, die allerdings möglicherweise besser abzulesen ist als Farbdisplays, wie sie Samsung und Sony Ericsson bieten. Die Akkulaufzeit des Nokia gewinnt durch das eigentlich Strom sparende Display allerdings nicht – zumindest nicht, wenn man die Herstellerangaben dem Vergleich zugrundelegt. Mit fünf Stunden Sprechzeit hat das Nokia 1110i die kürzeste Laufzeit aller drei Modelle.

Die noch größte Funktionsvielfalt bekommt man in dieser Preisklasse bei Samsung. Das SGH-C130 hat mit 128 mal 128 Pixeln das größte Display, beherrscht aber auch als einziges der drei Geräte WAP und den Versand plus Empfang von Bildnachrichten (MMS). Datenfunk per GPRS ist ebenfalls möglich.

Mit dem J100i hat Sony Ericsson dagegen ein Handy im Programm, dass den Einsteigergeräten von Nokia hinsichtlich Design und Funktionsumfang ähnelt. Für einen im Vergleich zu Nokia etwas höheren Preis bekommt man vor allem ein fabiges Display und eine nominell höhrere maximale Sprechzeit (acht Stunden).

Länger als die Featureliste ist freilich die Liste der allen drei Handys fehlenden Funktionen. Ein Abgleich von Daten mit dem PC (Termine und Kontakte wären besonders relevant) ist ebensowenig möglich wie das Schreiben von E-Mails. Auch lassen sich diese Handys nicht nutzen, um dem Notebook als Modem für die mobile Internetverbindung zu dienen. Nur für Anwender, die keinesfalls mehr wollen als einfach telefonieren und vielleicht einen Reisewecker, sind die drei simplen Modelle dennoch eine gute Wahl.

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