Abgesehen von der Auflösung ist die Canon Powershot A630 mit ihrem Schwestermodell A640 identisch – sie liefert lediglich acht statt zehn Megapixel. Beide haben dasselbe robuste, kompakte Gehäuse, dasselbe 35-bis-140-Millimeter-Objektiv mit Zubehörgewinde und dasselbe breite Funktionsangebot mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten im PASM-Modus. Deshalb verwundert es auch wenig, dass beide Kameras nahezu identische Testergebnisse erzielen.

Abgesehen von einer Differenz von etwa 70 Euro beim Straßenpreis besteht der wahre Unterschied zwischen den Kameramodellen in der Fotoqualität. Allgemein schießen beide farbenfrohe und scharfe Bilder, die relativ wenig Farbsäumen oder Verzerrungen erkennen lassen. Auf den Testaufnahmen lassen sich feine Details klar ausmachen, obwohl die Farben etwas gedämpft und kalt erscheinen.

Die A630 weist allerdings insgesamt weniger Bildrauschen auf. Ab ISO 400 werden Artefakte sichtbar, bei ISO 800 steigern sich diese zu einer feinen, aber sichtbaren Körnung. Bei ISO 800 aufgenommene Bilder sind als Abzug im Format 10 mal 15 Zentimeter noch immer brauchbar, aber nicht so scharf wie Fotos, die mit niedrigerer Lichtempfindlichkeit gemacht wurden. Außerdem haben sie Probleme mit farbiger Streifenbildung.

Somit setzt die A630 die Canon-Tradition glanzloser Leistungen bei schlechten Lichtverhältnissen fort. Unabhängig davon ist sie ein hervorragendes Gerät für alle, die eine solide Schnappschusskamera mit fotografenfreundlichen manuellen Einstellmöglichkeiten suchen. Solange man die Extra-Pixel der Powershot A640 nicht wirklich benötigt, kann man sich hier leicht etwas Geld sparen und beruhigt zur A630 greifen.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Abgespecktes Modell: Canon Powershot A630

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *