Unfallfreies Fahren: Neue Wege der Auto-Elektronik

Bosch will mit Combined Active and Passive Safety (CAPS) die Elektronik im Auto besser vernetzen. Miteinander kommunizierende, autarke Assistenten sollen die Unfallzahlen weiter senken helfen.

„Die Entwicklungen für ein unfallfreies Fahren sind noch lange nicht am Ende.“ Diese Weisheit stellte zu Beginn der 11. Euroforum-Jahrestagung „Elektronik-Systeme im Automobil“ (12. bis 15. Februar 2007) der Geschäftsführer von Bosch, Volkmar Denner, in den Raum. Jedoch stelle die Beherrschung der Komplexität der Elektronik in vernetzten Sicherheitssystemen eine große Herausforderung dar.

Bosch hat daher ein Programm namens CAPS (Combined Active and Passive Safety) zur elektronischen Vernetzung aufgelegt. Es erlaube eine mehrfache Verwendung von Signalen bislang autark arbeitender Systeme – und führe so zu einer schnelleren und zuverlässigeren Funktion der Sicherheitssysteme.

Am Beispiel des Predictive Safety System (PSS) zeigte Denner, wie Bosch durch ein vernetztes System von aktiven und passiven Fahrerassistenzsystemen sowie Kommunikationstools Frontalunfälle zu vermeiden helfe. Seit 2005 ist der vorausschauende Bremsassistent (Predictive Brake Assist, PBA) von Bosch in Serie, der automatisch kritische Verkehrssituationen erkennt und die Bremsanlage auf eine erwartete Notbremsung vorbereitet. Damit kann durch das Zusammenspiel von Fahrerreaktion und Fahrerassistenz der Anhalteweg verkürzt werden.

Anfang 2006 folgte dann die Serieneinführung der um eine Kollisionswarnung erweiterten PBA-Funktion (Predictive Collision Warning, PCW) im Auto. Reagiert der Fahrer nicht auf eine erkannte kritische Verkehrsituation, so warnt ihn das System durch einen kurzen, spürbaren Bremsruck. Bis Ende des Jahrzehnts rechnet Bosch mit dem Serienstart der automatischen Notbremsung (Predictive Emergency Brake, PEB): Wird ein Zusammenstoß des Fahrzeugs mit einem Hindernis als unvermeidlich erkannt, ohne dass der Autofahrer auf die Warnung reagiert, so führt das System automatisch eine Notbremsung durch. So werden die Aufprallenergie und die Unfallschwere gemindert.

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