Wer auf der Suche nach Ohrhörern mit Geräuschunterdrückung ist, der sollte die Finger von den Triport-In-Ohr-Kopfhörern von Bose (etwa 100 Euro) lassen. Obwohl sie mit Silikon-Ohreinsätzen ausgestattet sind, die etwas aus dem Gehörgang herausragen, blenden sie Hintergrundgeräusche wie schreiende Kinder oder ein dröhnendes Flugzeugtrieb nicht aus.

Sie liefern einen deutlich besseren Bass als die Standardohrhörer, die MP3-Playern beiliegen, aber der Klang kommt nicht an den von anderen In-Ohr-Kopfhörern derselben Preisklasse heran. Wer keine Angst hat, vollkommen von seiner Umgebung abgeschirmt zu sein, sollte dieses Modell trotz einiger Designmängel genauer betrachten.

Design

Die TriPort-In-Ohr-Kopfhörer von Bose verfügen über ein ungewöhnliches, wenn nicht gar einzigartiges Design. Sie ähneln den im Lieferumfang des Samsung YP-K5 enthaltenen Kopfhörern. Sie sehen aus wie normale Ohrhörer, haben aber Silikon-Ohreinsätze, über welche die Musik direkt in den Gehörgang gelangt.

Die symmetrischen Kabel besitzen eine Vorrichtung, damit sie sich nicht verheddern und enden an einem vergoldeten, geraden 3,5-mm-Klinke-Anschluss. Das Kunststoffgehäuse der Ohrstöpsel ist merkwürdig wuchtig und rechteckig – vermutlich damit Bose sein Logo darauf platzieren konnte.

Die im Lieferumfang enthaltene Tragetasche sorgt dafür, dass sich die Kabel nicht verheddern und die Ohreinsätze sauber bleiben.
Die Einsätze von Bose sind sehr weich, haben keine scharfen Kanten und sitzen bequem im Ohr. Die kleinen abnehmbaren Einsätze sitzen nicht besonders fest auf den Ohrstöpseln, so dass es leicht vorkommen kann, dass man sie verliert; man erhält nur jeweils ein Paar kleine, mittelgroße und große Ohreinsätze. (Ersatzeinsätze kosten etwa fünf Euro pro Paar.) Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sie mit Sekundenkleber festkleben – aber dann nicht mehr wechseln.

Bose liefert außerdem eine ledergepolsterte Tasche mit Kabelwickler und magnetischer Klappe mit. Diese Tasche sollte man auch unbedingt nutzen, wenn man nicht Gefahr laufen will, die Ohreinsätze ständig mitzuwaschen. Und außerdem bleibt jeder Fussel und jedes bisschen Dreck an den Einsätzen hängen, wenn man sie in den Taschen seiner Kleidung transportiert.

Im Vergleich zu Ohrhörern, die direkt in den Gehörgang eingeführt werden, fühlen sich die Triport-In-Ohr-Kopfhörer sehr wackelig an – sie fallen zwar nicht leicht raus (vorausgesetzt man hat die Ohreinsätze in der richtigen Größe aufgesteckt), ihre Passform lässt aber zu wünschen übrig. Andererseits bieten sie ein deutlich sichereres Tragegefühl als viele herkömmliche In-Ohr-Kopfhörer – etwa die des Ipods.

Da sie keine Einheit mit dem Ohr bilden, werden nur wenige Hintergrundgeräusche abgeschirmt. Und obwohl sie zum Joggen besser geeignet sind als andere In-Ohr-Kopfhörer rutschen sie schnell etwas aus dem Gehörgang heraus. Das beeinträchtigt die Klangqualität.

Performance

Glaubt man Bose, bieten die Triports einen realistischen Klang. Allerdings ist diese Aussage etwas irreführend, da sie Klanggenauigkeit impliziert. Bose hat es etwas zu gut mit dem Bass gemeint. Im Vergleich dazu bieten die Sennheiser CX 300, die bei vielen Interessenten Anklang finden dürften, ausgewogenere Tiefen. Der Bass überrollt die mittleren Töne geradezu und erzeugt einen dröhnenden Klang.

Nach einer gewissen Zeit hört man heraus, dass die Höhen richtig gut wiedergegeben werden, wenn auch auf Kosten der Tiefen. Da die Ohrhörer das Ohr nicht vollständig verschließen, muss der Bass recht kraftvoll sein, aber Bose hat hier etwas übertrieben. Darüber hinaus muss man die Lautstärke seines Musik-Players richtig aufdrehen, um eine angenehme Lautstärke zu erhalten, wodurch die Batterien stärker belastet werden als bei stromsparenderen Modellen.

Mit einem Preis von 100 Euro sind die Bose-TriPort-In-Ohr-Kopfhörer für einen kleinen Nischenmarkt gedacht. Eingefleischte Bose-Fans werden sich diese Ohrhörer vermutlich schon angeschafft haben. Aber auch fleißige Nutzer von MP3-Playern, die auf der Suche nach einem Modell zwischen standardmäßigen Ohrhörer und In-Ohr-Kopfhörer sind, ist dieses Modell eine brauchbare Option.

Mit Designverbesserungen wie einer überzeugenderen Befestigung der Einsätze und eventuell noch extragroßen Einsätzen für Leute, die Hintergrundgeräusche komplett ausblenden möchten, würde Bose noch mehr Interessenten ansprechen.

Alles in allem ist die Klangqualität gut, aber nicht so ausgewogen wie bei anderen ähnlich teuren In-Ohr-Kopfhörern, beispielsweise den Creative Zen Aurvana.

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Themenseiten: Bose, Musik, Ohrhörer

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Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Stecken im Ohr: Bose Triport Headphones

  • Am 28. April 2008 um 22:01 von Samis

    Schwacher Test
    Ich kann diesen Test der Bose TriPort In-Ear Headphones in keinster Weise nachvollziehen. Keine Ahnung, welche Qualifikation der Verfasser dieses Berichts hat, von Audio und HiFi und insbesondere von Kopfhörern scheint der Schreiber null-komma-nichts zu verstehen.

    Zum einen wurden die Bose In-Ear Headphones von serösen Fachzeitschriften mit „Referenzklasse“, „Spitzenklasse“ oder „Oberklasse“ getestet, zum anderen habe ich schon zig Ohrhörer durchgetestet und bin letztendlich bei diesem Paar hängengeblieben.

    Der Klang ist für einen Ohrhörer ausgesprochen druckvoll und zudem recht natürlich ausgewogen. Die Passform ist klasse und der Tragekomfort schlicht spitze! Obwohl ich kein ausgewiesener Bose-Fan bin (als Kopfhörer habe ich AKG und Sennheiser), bei den Ohrhörern sind die Bose In-Ear Headphones unschlagbar.

  • Am 28. April 2008 um 22:03 von Samis

    Schwacher Test
    Ich kann diesen Test der Bose TriPort In-Ear Headphones in keinster Weise nachvollziehen. Keine Ahnung, welche Qualifikation der Verfasser dieses Berichts hat, von Audio und HiFi und insbesondere von Kopfhörern scheint der Schreiber null-komma-nichts zu verstehen.

    Zum einen wurden die Bose In-Ear Headphones von serösen Fachzeitschriften mit „Referenzklasse“, „Spitzenklasse“ oder „Oberklasse“ getestet, zum anderen habe ich schon zig Ohrhörer durchgetestet und bin letztendlich bei diesem Paar hängengeblieben.

    Der Klang ist für einen Ohrhörer ausgesprochen druckvoll und zudem recht natürlich ausgewogen. Die Passform ist klasse und der Tragekomfort schlicht spitze! Obwohl ich kein ausgewiesener Bose-Fan bin (als Kopfhörer habe ich AKG und Sennheiser), bei den Ohrhörern sind die Bose In-Ear Headphones unschlagbar.

  • Am 18. August 2008 um 17:50 von goldi

    Mittelmäßiges Urteil bezüglich Ergonomie gerechtfertigt
    Die Kritik an der Passform der Ohrstecker und auch die damit verbundene leichte Verlierbarkeit der Silikoneinsätze kann ich nur unterstützten. Habe über Bose die Ersatz-Silikoneinsätze kostenlos erhalten. Der Tragekomfort ist nun beim besten Willen nicht spitze. Auch der Hinweis auf den wahrnehmbaren Geräuschpegel ist so gegeben. An der Klangqualität gibt es nach meinem laienhaften Verständnis kein Kritikpunkt.

  • Am 23. August 2008 um 02:31 von Sebastian SCHAPER

    Gutes Konzept und Alleinstellungsmerkmal
    Gut, dass es bei den Innenohrhörern auch ein Modell gibt, dass den Träger nicht hermetisch von der Außenakustik abschirmt als würde man sich die Ohren zuhalten. Der scheinbar lockere Sitz läßt eine geringe Geräuschkulisse von draußen ins Ohr – und das ist gut so, denn dämpft ein Ohrhörer die Außengeräusche vollkommen ab, wird plötzlich hörbar, was wir sonst nicht wahrnehmen: der eigene Körperschall! Plötzlich wird die Reibung des Kopfhörerkabels an der Kleidung zu lärmender Lautstärke erhoben, atmen, essen, alles macht richtig Krach – von den Laufschritten beim Sporteln gar nicht zu reden. Schöner als die leichte Außengeräuschkulisse beim Bose ist das beileibe nicht!.

    Auch die Silikonaufsätze sind mir lieber als Schaumstofstücke, die man nur mit viel Tüftelei und Justiererei korrekt positionieren kann (Voraussetzung für guten Klang). Das wäre mir zu filigran und zu langwierig, wenn ich zwischendurch die Dinger herausnehme und wieder einsetze.

  • Am 16. November 2014 um 09:56 von Ben

    Kann Testurteil in keinster Weise nachvollziehen. Bässe sind in der der Tat sehr kraftvoll, jedoch meines Erachtens nach klar definiert ohne jegliche Übersteuerung der Mitten. Der Klang ist perfekt ausgewogen und natürlich. Meiner Meinung nach die besten Kopfhörer, die ich jemals getestet habe. Bose halt…

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