Navigationsgeräte im Visier: Chip soll gegen Diebstahl schützen

Berlin alleine verzeichnet über 4000 Diebstähle von mobilen GPS-Systemen im Jahr. Jetzt soll eine integrierte Chiplösung verhindern, dass die teuren Produkte von Einbrechern einfach demontiert und problemlos weiterverkauft werden können.

Navigationsgeräte sind begehrt – auch bei Langfingern. In ganz Deutschland hat der Diebstahl von GPS-Systemen Hochkonjunktur. Besonders in Berlin, aber nicht nur dort – auch die polizeilichen Statistiken in Nordrhein-Westfalen oder Hessen berichten von steigenden Zahlen. So haben sich die Einbrüche in Fahrzeuge, die es auf das Navigationsgerät abgesehen hatten, in Hessen seit dem Jahr 2004 fast vervierfacht. Die Täter spekulieren vor allem auf die mobilen Geräte, die in speziellen Halterungen üblicherweise hinter der Windschutzscheibe angebracht sind.

Die Tatsache, dass überwiegend mobile Geräte gestohlen werden, deutet zwar darauf hin, dass fest installierte Geräte besser geschützt sind. Dennoch haben organisierte Tätergruppen oftmals auch bei fest eingebauter Ausstattung leichtes Spiel. Hochkonjunktur hat der Diebstahl vor allem bei den Automarken VW, Audi und Daimler Chrysler. Hier benötigen die Täter in der Regel weniger als 15 Minuten, bis sie die Technik aus dem Fahrzeug ausgebaut haben. Die erbeutete Ware wird oftmals über das Internet via Ebay oder andere Auktionshäuser zum Verkauf angeboten.

Der potenzielle Käufer sollte sich beim Erwerb eines Navigationsgerätes deshalb immer den originalen Kaufbeleg vorlegen lassen, empfehlen Verbraucherschützer. Trotzdem laufen Appelle, die Geräte nicht im Internet zu ersteigern, meist ins Leere, wenn die Ware ohne Rechnung zu einem Zehntel des Markpreises angeboten wird. Zudem ist auch der Verbraucher machtlos, wenn Diebstahlschutz und ähnliche Sicherheitsmechanismen wirkungslos bleiben.

Aufgrund der steigenden Diebstahlsquoten ist mittlerweile auch die Versicherungswirtschaft alarmiert, obwohl bei einem Diebstahl in der Regel ohnehin nur geringe Hoffnung auf Schadensregulierung besteht. „Versicherer und Ermittlungsbehörden arbeiten zusammen, um den Teilehandel im großen Stil aufzudecken“, sagt Katrin Rüter de Escobar, Sprecherin beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV). Die Versicherer haben auch den Internet-Handel beziehungsweise die Hehlerei von gestohlenen Autoteilen einschließlich der Navigationsgeräte im Visier.

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