Filme schneller schneiden: Video-Lösungen im Preisvergleich

Eigentlich sollte jeder PC von Haus aus Videoschnitt ermöglichen. Wenn die Hardware aber langsam arbeitet, helfen externe Komplettlösungen – und die Software erleichtert dem Anwender den Einstieg.

Die meisten Anwender gehen beim Camcorder-Kauf davon aus, dass sie Videoschnitt ohne Zusatzkosten an ihrem bewährten PC vornehmen können. Manch einer schließt dann aber die Kamera an und scheitert an der fehlenden Anleitung – oder stellt fest, dass sein PC beim Abmischen kaum noch reagiert oder gar abstürzt.

Während der Videobearbeitung fallen beträchtliche Datenmengen an, und auch die Prozessorlast beim Komprimieren ist erheblich. Aber ein langsamer Rechner muss deshalb nicht gleich ersetzt werden. Eine Videoschnittkarte übernimmt die Hauptarbeit und entlastet CPU sowie Hauptspeicher. Gleichzeitig ermöglichen Komplettpakete aus Hard- und Software oft einen sehr unkomplizierten Einstieg in die Videobearbeitung.

Videoschnittkarten kommen in externen und internen Varianten. Letztlich dienen sie zu nichts anderem als dem Enkodieren von Video. Ein meist analoges Eingangssignal wird von der Elektronik der Karte in das gewünschte digitale Zielformat gebracht. Aufwändig an diesem Prozess ist vor allem die von den Videostandards vorgesehene Komprimierung. Als Quelle können üblicherweise Videogeräte aller Art dienen: Camcorder und Videorekorder, aber auch Fernseher (Live-Aufnahme).

Neben den benötigten Ein- und Ausgängen sollte man auf die Systemanforderungen der Videoschnittlösungen achten. Liegt der eigene Rechner noch unter dem minimal Geforderten, ist eventuell doch ein Aufrüsten oder Austausch des gesamten Systems notwendig. Allerdings lassen sich Systeme mit 1000-MHz-Pentium-Prozessor oder vergleichbarem AMD-Prozessor nur schwer aktualisieren.

Terratecs Grabster AV 150 ist ein Auslaufmodell und für Schnäppchenjäger vom Preis her interessant. Die aktuelle Version Grabster AV 400 kostet über 100 Euro, bringt aber natürlich mehr und aktuellere Software sowie zusätzliche Features mit. Dennoch, vielen Anwendern kann die günstige AV 150 genügen. Sie bietet Eingänge für Komposit-Video (Cinch-Stecker) und S-Video. Mit dem PC wird sie per USB 2.0 verbunden. Allerdings legt Terratec keine Schnittsoftware bei. Die Grabster AV 400 kommt dagegen mit der Ulead Filmbrennerei 5.

Als Spezialist für Video mit eigenen Hard- und Softwarelösungen kann Pinnacle leicht Pakete schnüren. In den Preisvergleich wurde der Dazzle Video Creator in aufgenommen – wie an der Verpackung zu erkennen ebenfalls in einer Auslaufversion. Die aktuelle Version kostet 80 Euro, die Platinum-Version mit MPEG-4- und DivX-Unterstützung sowie Support für Ipod und Sony PSP dann schon 100 Euro.

Auch bei der dritten gelisteten Lösung handelt es sich um ein Auslaufmodell. Kurioserweise findet sich die Beschreibung des DV-Wizard auf Hauppauge.de nur noch in italienischer Sprache. Anders als die bisher besprochenen USB-Boxen ist der DV-Wizard eine PCI-Lösung, also eine interne Einsteckkarte. Auch stellt sie andere Anschlüsse zur Verfügung, nämlich ausschließlich Firewire-Ports (sie werden auch IEEE 1394 oder I-Link genannt). Der DV-Wizard ist daher allein für den Import von Filmen aus einem Camcorder vorgesehen, während die vorgenannten Boxen auch Material vom Videorekorder oder direkt vom Fernseher digitalisieren könnten. Als Software sind Ulead Video Studio SE und das Brennprogramm Nero 5 beigepackt.

Auch Pinnacle hat eine externe USB-Lösung im Programm, die durch ihre geringen Abmessungen auffällt: die USB Live für rund 70 Euro. Die Programme Win TV 2000 und Ulead DVD Movie Factory 2 SE gehören zum Lieferumfang.

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