Band- und DVD-Camcorder müssen sich derzeit dem kombinierten Angriff von Geräten mit Solid-State- und Flash-Speichermedien geschlagen geben. Der H250 ist das erste Modell mit Festplatte, das Panasonic herausbringt. Man hofft, durch 3CCD-Technologie mit den Angeboten von Sony und JVC konkurrieren zu können.

Der SDR-H250 soll ab Mai erhältlich sein. Der Straßenpreis liegt laut Preisvergleichsdiensten bei gut 500 Euro.

Design

Den zierlichen, sexy aussehenden H250 erkennt man klar als Mitglied der „Palmcorder“-Familie von Panasonic. Vorne am abgerundeten Kunststoffgehäuse sitzt ein 10-faches Zoomobjektiv der Marke Leica. Wie bei Panasonic üblich ist der Akku auf der Rückseite ein hässlicher, grauer Klotz, der ständig dem Daumen des Anwenders im Weg ist.

Die wichtigsten Knöpfe und Regler liegen unter dem rechten Daumen und dem rechten Zeigefinger. Der Kippschalter oben für den Zoom ist gut erreichbar, der Zoom selbst schnell und leise. Auch die Gruppe von Tasten und Einstellrädern an der Rückseite wirkt durchdacht. Ein Auswahlrad für den Betriebsmodus umgibt einen präzise arbeitenden Joystick, den man zur Auswahl von Optionen drückt und mit dem es leicht fällt, durch die klar strukturierten Menüs des H250 zu navigieren. Die Aufnahmetaste erscheint hübsch und groß, und selbst die Löschtaste wurde versteckt angelegt, damit man Aufnahmen nicht versehentlich entfernt.

Eine Element ist jedoch an der Rückseite der Kamera auffällig abwesend: ein Sucher. Das große 69-mm-LCD (2,7 Zoll) an der linken Seite eignet sich zum Filmen bei Tageslicht und zur Wiedergabe von Aufnahmen. Aber jeder ernsthafte Filmer wird bei Nachtaufnahmen, oder wenn die Akkus zur Neige gehen, einen Sucher vermissen.

Gegenüber dem ausklappbaren Display befindet sich eine Anzahl von Tasten für spezielle Funktionen, etwa zur Erhöhung der Helligkeit des Bildschirms, zur Aktivierung der eingebauten LED und zum Umschalten zwischen Vollautomatik und manuellem Betrieb.

Als Festplatten-Camcorder ist der H250 kleiner als seine Mini-DV- oder DVD-Rivalen, allerdings aufgrund des Erschütterungen absorbierenden Gels, das die 30-GByte-Festplatte umgibt, nicht besonders leicht. Es gibt außerdem einen Steckplatz für die mitgelieferte 512-MByte-Karte. Nützlich, dass der H250 mit den neuen SDHC-Karten mit hoher Speicherkapazität (bis zu 4 GByte) kompatibel ist.

Ausstattung

Dies ist zwar der erste Panasonic-Camcorder mit Festplatte, aber vieles von seiner Technik stammt direkt von seinen Vorläufern mit Magnetband und DVD. Das Diomar-Zoomobjektiv von Leica wird von Panasonics stets beeindruckendem OIS-System optisch stabilisiert und leitet Lichtstrahlen auf drei 800.000-Pixel-CCDs. Separate CCDs für jede der Farbkomponenten (Rot, Grün und Blau) sollten für helle, klare Farben sorgen, können aber im Vergleich zu einem einzelnen Chip mit höherer Auflösung zu weniger scharfen Bildern führen.

Das hochwertige Leica-Objektiv ist dasselbe, das man auch in anderen Camcordern von Panasonic findet.
Bei einer derart aktuellen Ausstattung wirkt es bizarr, dass die Chips des H250 das Format 4:3 haben: Wenn man für moderne Fernsehgeräte im Breitbild-Format aufzeichnet, geht viel Auflösung verloren. Die Clips werden im MPEG-2-Videoformat aufgezeichnet (dasselbe Format wie DVD), wobei es mehrere Qualitätsstufen entsprechend den verschiedenen Bitraten gibt. Die Filme der höchsten Qualitätsstufe XP werden mit 10 MBit/s aufgezeichnet, was gerade sechs Minuten Material auf der mitgelieferten 512-MB-Karte entspricht – oder sieben Stunden auf der Festplatte.

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