Razers Deathadder hat durchaus das Zeug, die Logitech G5 Laser Mouse von ihrem Platz als beliebteste Maus für Zocker zu verdrängen. Mit gut 60 Euro kostet die Razer-Maus ungefähr gleich viel, ist aber wesentlich präziser und vielseitiger individuell anpassbar. Allein das dürfte schon sämtliche Gamer überzeugen. Durchschnittsmausbenutzer werden auch die beiden Tasten an der Seite zu schätzen wissen, die mit dem Daumen bedient werden können.

Verwunderlich ist allerdings, dass die Deathadder ohne Treiber für Vista ausgeliefert wird. Das und Razers beharrliche Weigerung, eine Extra-Taste zum Umschalten der Empfindlichkeit einzubauen, stehen einer noch besseren Note im Weg.

Ausstattung und Einrichtung

Für diejenigen, die mit den Mäusen von Razer noch nicht vertraut sind: Das Unternehmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, das ultimative Eingabegerät für Gamer zu entwickeln. Die Deathadder bringt alle von Razer vertrauten Eigenschaften mit. Dazu gehört eine gummierte Oberfläche, die auch für schwitzige Finger noch griffig ist. Ein extralanges USB-Kabel (zwei Meter) erleichtert den Anschluss der Deathadder auch an weit weg stehende Rechner auf LAN-Partys. Die Maus verfügt über ein großes Scrollrad sowie zwei Daumentasten an der Seite. So stehen einem insgesamt fünf Tasten zur Verfügung, die man mithilfe der mitgelieferten Software individuell belegen kann.

Das Einrichten der Deathadder ist ganz einfach. Sowohl Windows XP als auch Vista erkennen die Maus auch ohne Installation irgendwelcher Software. Falls einem die Standardeinstellungen der Maus reichen, braucht man nicht einmal die Treiber-CD. Zumindest Gamer werden wohl trotzdem einen Blick auf die Einstelloptionen werfen wollen. Umso bedauerlicher ist, dass die Razer-Software nur unter XP funktioniert.

Die Software lässt sich unter Vista zwar installieren, erkennt aber die Maus nicht. Auf der Verpackung ist die Vista-Unterstützung ausdrücklich angegeben – was dieses Manko noch irritierender macht. Nach eigenen Angaben arbeitet Razer an Vista-Treibern. Ab wann diese erhältlich sein werden, ist noch ein Geheimnis.

Wer noch mit Windows XP arbeitet, wird die Software intuitiv bedienen können. Das Fenster mit den Grundeinstellungen ermöglicht die Zuweisung von Funktionen zu den einzelnen Tasten sowie die Änderung von Abtastrate und DPI-Einstellung, die bis zu beeindruckenden 1000 Hz und 1800 dpi reichen. Solch hohe Werte sorgen dafür, dass die Deathadder außergewöhnlich schnell und präzise reagiert. Steigt man noch tiefer in die Software ein, kann man sogar die Empfindlichkeit für x- und y-Achse separat einstellen. Außerdem passt die Software die Cursorgeschwindigkeit an und aktiviert Beschleunigungseffekte, mit denen sich der Mauszeiger noch schneller bewegen lässt.

Ein weiteres positives Feature des Treibers ist die Möglichkeit, Einstellungen für die Deathadder in Profilen abspeichern zu können. So kann man zum Beispiel bei laufendem Betrieb die DPI-Einstellungen umschalten. Auch das Programmieren von Makros ist möglich – sie ersetzen bestimmte Tastenkombinationen durch einzelne Mausklicks. Allerdings ist die DPI-Umschaltung ist nicht optimal: Man kann zwar mit einer Taste zu einer anderen DPI-Einstellung wechseln, damit aber nicht zwischen allen Empfindlichkeitseinstellungen wählen. Mit einer Taste an der Unterseite der Maus schaltet man zwischen unterschiedlichen Profilen um – das ist sicher nicht die optimale Position, wenn man gerade mitten in einem Spiel ist.

Leistung

Die mangelhafte DPI-Umschaltung ist aber auch schon das größte Problem der Deathadder. Dagegen ist Logitechs G5 vorbildhaft: Sie verfügt über eine spezielle Taste, die zwischen drei voreingestellten DPI-Einstellungen umschaltet. Eine Reihe von LEDs zeigen den aktuellen Modus an. Der Ansatz von Razer reicht da nicht heran. Andererseits bietet die höchste Abtastrate von 1000 Hz der Deathadder eine doppelt so hohe Genauigkeit wie die 500 Hz der G5.

Weitere Pluspunkte der Deathadder sind auf jeden Fall die beiden soliden und schnell ansprechenden Daumentasten an der Seite. Allerdings ist diese Maus nur für Rechtshänder gedacht. Linkshänder müssen sich anpassen oder anderweitig umschauen. Für die übrigen 85 Prozent der Benutzer sind diese zwei Daumentasten ein echter Fortschritt gegenüber der Einzeltaste von Logitech – von älteren Razer-Mäusen ganz zu schweigen.

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