Unter 1000 Euro: Vista-Notebooks im Preisvergleich

Vista ist nicht gleich Vista: Zahlreiche Sicherheitsfeatures, aber auch Grafik-Animationen und das Media Center bleiben bestimmten Versionen vorbehalten. Der Preisvergleich nimmt sich drei Notebook-Pakete mit unterschiedlichen Konzepten vor.

Wer heute einen neuen PC oder ein Notebook mit Windows-Betriebssystem kaufen möchte, wird ganz natürlich zu Vista greifen. Dank toller optischer Effekte, eingebautem Media Center und stark verbesserter Sicherheit konnte Microsoft damit endlich wieder zum Funktionsumfang von Apple Mac OS aufschließen. Zusätzlich bietet Vista natürlich Kompatibilität zu Millionen von Windows-Anwendungen.

Die Suche nach einem Vista-Notebook gestaltet sich allerdings nicht einfach. Vor allem, wenn man unter 1000 Euro ausgeben möchte, sollte man sich über den Einsatzzweck im Klaren sein. Der Preisradar hat zum Vergleich drei Vista-Notebooks mit unterschiedlichen Intel-Prozessoren ausgewählt.

Drei Konzepte

Die Notebooks der Marken Fujitsu Siemens, Sony und Toshiba basieren alle auf Gehäusen mit 15,4-Zoll-Widescreen-Display. Die Auflösung beträgt jeweils 1280 mal 800 Pixel. Alle drei werden mit DVD-Multiformat-Brennern geliefert und wiegen rund 3 Kilo. Hier enden allerdings die Parallelen.

Das Fujitsu Siemens Amilo Li 1705 als mit Abstand günstigstes der drei Notebookmodelle wird mit Windows Vista Home Basic bespielt. Diese Version lässt allerdings fast all jene Features vermissen, für die Vista gelobt wird: Aufgrund des sehr eingeschränkten Backups ist die Sicherheit nur teilweise gegeben, die grafischen Effekte der Aero-Oberfläche gibt es nicht, und das fernbedienbare Media Center fehlt ebenfalls.

Dennoch hat der Hersteller das Notebook durchaus sinnvoll zusammengestellt – das Notebook setzt einen Celeron-M-Prozessor von Intel ein, den Chipsatz ergänzt eine Unichrome-Pro-Grafik von VIA Technologies. Diese Shared-Memory-Lösung wäre wahrscheinlich gar nicht in der Lage, die Aero-Oberfläche und Spezialeffekte zu rendern. Als Arbeitsgerät zuhause für weniger anspruchsvolle Anwender, aber auch für Schüler und Studenten ist das Notebook trotzdem tauglich – nur von Vista sollte man sich als Käufer dieses Notebooks nicht allzu viel versprechen, da einem die wichtigsten Features vorenthalten bleiben.

Die nächsthöhere Vista-Variante Home Premium wird mit dem teureren Sony Vaio VGN-N21S/W ausgeliefert. Als Version für ambitionierte Privatanwender enthält sie die Aero-Oberfläche ebenso wie das Media Center. Auch DVD-Playback ist erst ab Vista Home Premium ohne Zusatzsoftware möglich.

Das Vaio hat mit 120 GByte auch den meisten Speicherplatz der drei gelisteten Notebooks und die aktuellste CPU, einen Core-2-Duo-Prozessor. Die Grafik beschränkt sich zwar auf ein Shared-Memory-System, allerdings eines der leistungsfähigsten: Intels GMA950. Fast-Ethernet als Netzwerkverbindung per Kabel dürfte Heimanwendern genügen, zudem ja kabellose Verbindungen zusätzlich möglich sind. Etwas enttäuschend ist allerdings die geringe Anzahl von USB-Ports – nur zwei sind vorhanden.

Am dritten Notebook kann man ein weiteres Konzept erkennen: Das Toshiba Satellite Pro A120 positioniert als Business-Notebook für Einsteiger und kommt mit Vista Business. Damit kann es in domänenbasierte Netzwerke eingebunden werden. Es kommt ohne die Media-Center-Oberfläche, bietet dafür aber Security-Features wie Festplattenverschlüsselung und Network Access Protection.

Technisch ist das Satellite Pro eine Generation hinter dem Vaio zurück: Der Core Duo wie der Chipsatz 945 entstammen einer etwas früheren Centrino-Reihe. Dafür ist das Toshiba den anderen beiden Modellen hinsichtlich Verbindungen überlegen: Es bringt Gigabit-LAN und WLAN nach IEEE 802.11a/b/g mit. Ein Manko ist aber der mit 512 MByte für Vista zu kleine Speicher.

Achtung auf die Zusammenstellung

Alle drei Notebooks setzen mit Vista stimmige Konzepte um: Auch wenn man an einzelnen Ausstattungsoptionen Kritik üben kann, sind sie gut auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten.

Natürlich gibt es mittlerweile zahlreiche weitere Notebooks mit Windows Vista. Als Shopper sollte man auf unsinnige Zusammenstellungen achten, etwa Vista Basic mit besonders leistungsstarker Hardware oder Vista Premium auf einem Celeron-System. Auch Vista Business in einem Multimedia-Notebook wäre wenig sinnvoll.

Außerdem ist es gut zu wissen, welche Features die einzelnen Vista-Versionen mitbringen, um nicht enttäuscht zu werden und das für den Einsatzzweck passende Paket zu bekommen.

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