Änderungen müssen nicht immer spektakulär sein. Neue Produktversionen enthalten manchmal nur ein Service Pack, ein Bugfix oder eine einzelne neue Funktion statt massiver, alles umkrempelnder Upgrades der Vorgängermodelle. Das geht dann zwar nicht als revolutionär durch, aber immerhin ist es eine Verbesserung.

Zu diesen unspektakulären Upgrades zählt die Canon Digital Ixus i7 zoom: Canon hat einfach die extrem kleine Digital Ixus i5 genommen, sie mit einem 7-Megapixel-Sensor und einem neuen Bildprozessor versehen sowie um ein paar nützliche Zubehörteile ergänzt.

Design

Die Kamera ist klein und chic, mit demselben Gehäuse wie ihre Vorgängerin, die Ixus i5. Die Kamera im Schokoriegelformat besteht ganz aus Metall. Es gibt sie in vier teilweise poppigen Farben: Grau, Blau, Sepia und Pink.

Mit einer Stärke von 23 Millimetern und einem Gewicht von nur 122 Gramm dürfte die Ixus i7 zomm in nahezu jede Tasche passen.

Funktionsumfang

Geringe Abmessungen bedeuten im Fall der i7 leider auch einen geringen Funktionsumfang. Die sucherlose Kamera verfügt nur über ein 46-Millimeter-LCD und verwendet einen relativ engen Blickwinkel für das 38- bis 90-Millimeter-Objektiv (äquivalent zum Kleinbildformat). Beim Objektiv hat sich im Vergleich zur i5 nichts verändert.

Außer der höheren Auflösung besteht die wichtigste Verbesserung der Ixus i7 gegenüber der Ixus i5 in ihrem neuen Digic-III-Bildprozessor. Canon behauptet, der Digic-III-Prozessor optimiere Bildqualität, Performance und Akkulaufzeit, aber im Test können keine merklichen Verbesserungen gegenüber der Ixus i5 festgestellt werden. Falls überhaupt, dann präsentiert sich die Performance sogar etwas schlechter, was wahrscheinlich einfach auf die höhere Auflösung der Kamera zurückzuführen sein dürfte. Außerdem reicht die Empfindlichkeit des Sensors der Ixus i7 bis ISO 1600, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Wert von ISO 400 der Ixus i5. Und schließlich bietet die Kamera eine SDHD-Unterstützung, was die Verwendung von SD-Speicherkarten mit 4 GByte und mehr erlaubt.

Obwohl die i7 nicht besonders viele neue Funktionen bietet, bringt sie doch einige weitere Zubehörteile mit, die der Ixus i5 fehlten. Im Lieferumfang der Kamera ist jetzt eine kleine Dockingstation enthalten, die als Ladesteil dient, und außerdem eine Infrarotfernbedienung. Die Dockingstation eignet sich gut für die Aufbewahrung der Kamera, aber die Fernbedienung erweist sich als weniger nützlich als bei vergleichbaren Modellen. Sie funktioniert nur, wenn sich die Kamera in der Ladestation befindet, und dient dem Anzeigen, Übertragen oder Drucken von Bildern..

Performance

Die Performance dieser Minikamera ist eher enttäuschend: In 1,3 Sekunden ist sie betriebsbereit, lässt sich dann aber zwischen den einzelnen Aufnahmen 2,3 Sekunden Zeit. Wenn man den eingebauten Blitz verwendet, verlängert sich diese Wartezeit mit 5,2 Sekunden auf mehr als das Doppelte.

Die Verschlussgeschwindigkeit ist akzeptabel, aber auch nicht weltbewegend. Die Verschlussverzögerung beträgt 0,5 Sekunden bei heller Beleuchtung und 1,4 Sekunden bei schlechten Lichtverhältnissen. Der Serienbildmodus ist sehr langsam und schafft nur 1,2 Bilder pro Sekunde.

Bildqualität

Das Bildrauschen ist das größte Problem dieses Ixus-Modelles. Flecken und Körnigkeit sind schon bei ISO 100 sichtbar, Fotos mit ISO 800 und darüber werden dadurch praktisch unbrauchbar. Der Sensor der Kamera mag zwar auch ISO 1600 schaffen, aber bei dieser Einstellung sehen Fotos aus, als ob sie mit einer Schicht Sand überzogen wären. Die Farben werden naturgetreu wiedergegeben, obwohl der automatische Weißabgleich bei Aufnahmen unter Kunstlicht zu einer deutlich gelblichen Blässe führt.

Die Canon Digital Ixus i7 zoom beweist, dass Schönheit manchmal doch nur oberflächlich ist. Das kompakte und elegante Gehäuse der Kamera wirkt attraktiv, aber die langsame Performance sowie das massive Bildrauschen machen sie für regelmäßige Aufnahmen ungeeignet. Wer wirklich eine kleine und chice Digitalkamera sucht, sollte sich stattdessen lieber die Cybershot DSC-T10 von Sony oder die Exilim EX-Z850 von Casio ansehen. Beides sind kompakte Kameras zu einem vergleichbaren Preis, aber ohne die Probleme der Ixus i7 hinsichtlich Performance und Bildqualität.

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