Die Squeezebox 3 von Slim Devices wird an die heimische Stereoanlage angeschlossen und nutzt WLAN, um Audiodaten aus dem Internet und von anderen PCs im Netzwerk zu übertragen.

Als Veteran im Bereich digitaler Audioempfänger hat Slim Devices schon vor einer Weile die dritte Generation der Squeezebox auf den Markt gebracht. Kürzlich kam eine Reihe von Upgrades heraus, die kostenlos über die Website von Slim Devices heruntergeladen werden können. Sie machen ein hervorragendes Produkt noch besser.

Zu den neuen Funktionen zählen die enge Anbindung an das Squeeze-Network-Portal von Slim Devices, erweiterte Möglichkeiten für die Nutzung von Internet-Radio und die Unterstützung von Pandora, einem cleveren Service, der anhand der Vorlieben des Nutzers individuelle „Radiosender“ erstellt. Lediglich der mit 295 Euro relativ hohe Preis der Squeezebox und der Umstand, dass DRM-geschützte Dateien, wie man sie bei Online-Shops wie Apple oder T-Online bekommt, nicht unterstützt werden, stehen einem Kauf entgegen.

Design

Die dritte Generation der Squeezebox ist weit attraktiver als die Vorgänger von Slim Devices – zu diesen gehören die zweite Generation von 2005, die erste Squeezebox von 2003 und das wegweisende erste Gerät des Unternehmens, die SLIMP3. Einige mögen das neue Modell sogar attraktiver finden als seinen schärfsten Konkurrenten, die Soundbridge M1000 von Roku.

Mit Abmessungen von 193 mal 94 mal 79 Millimetern (einschließlich des U-förmigen Standfußes) hat die Squeezebox ein elegantes, an der Vertikalen orientiertes Design. Das Gehäuse besteht aus einem in silbermetallic gehaltenen Unterbau, der rechts, links und an der Rückseite mit schwarzen oder Ipod-weißen Paneelen akzentuiert wird. Das Gerät verfügt über ein helles Display mit Fluoreszenzröhre, das zwei Textzeilen in aquablau darstellen kann.

Die mit 30 Tasten versehene Fernbedienung bietet einen direkteren Zugriff auf die Funktionen als die etwas einfachere Fernbedienung der Soundbridge von Roku, die über 18 Tasten verfügt. Die Funktionen sind jedoch noch immer intuitiv zu erfassen, denn es gibt einen praktischen Vier-Wege-Schalter zur Menü-Navigation und separate Tasten für Wiedergabe, schnellen Vor- und Rücklauf sowie Pause.

Da die Fernbedienung Tasten für die Lautstärkeregelung hat, kann die Squeezebox auch direkt an aktive Multimedia-Lautsprecher angeschlossen werden, wie man sie etwa für PCs verwendet. Mit der Size-Taste lässt sich die Textanzeige auf der Vorderseite des Gerätes so weit vergrößern, dass sie auch aus einer Entfernung von etwa 4,5 Metern noch abgelesen werden kann.

Die Squeezebox verfügt über jede nur erdenkliche Art von Audio- und Netzwerk-Anschlüssen, die man sich bei einem solchen Gerät wünschen kann. Neben dem erforderlichen Netzanschluss befinden sich an der Rückseite ein Mini-Kopfhöreranschluss (der auch für Aktivboxen verwendet werden kann), analoge Cinch-Stereoausgänge, optische und koaxiale digitale Audioausgänge und ein Ethernet-Anschluss für verkabelte Netzwerke. Im Wireless-Bereich unterstützt das Gerät 802.11g – wobei es aber auch abwärts kompatibel zu älteren 802.11b-Wi-Fi-Netzwerken ist – sowie WPA/WPA2-Verschlüsselung und WEP.

Während keine dieser Funktionen unbedingt die Leistung der Squeezebox erhöht, sorgen sie doch dafür, dass der Anwender sein Netzwerk nicht auf eine niedrigere Geschwindigkeit und Sicherheitsstufe drosseln muss – was bei den meisten Konkurrenzprodukten der Fall ist. Die Squeezebox kann auch als Wireless-Bridge fungieren, wenn man ein Gerät an ihren Ethernet-Port anschließt – ein nettes Extra für kundige Anwender und eine Funktion, die bisher noch kein anderes Netzwerkprodukt für Privatanwender zu bieten hatte.

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