Zugegeben: Der Name verwirrt. Videoplayer wäre durchaus passender als Camcorder. Angesichts seines schlanken, attraktiven Designs, des wohldimensionierten Bildschirms und der vielen Funktionen ist es allerdings kaum zu glauben, dass der Archos 404 nur 30 Euro mehr kostet als ein Ipod mit derselben Kapazität. Für nur 310 Euro bekommt man einen tragbaren Videoplayer, eine Kamera und einen Camcorder in einem handlichen Kompaktgerät gebündelt.

Design

Die Abmessungen von 99 mal 76 mal 15 Millimetern und das Gewicht von 181 Gramm machen den Archos 404 nicht gerade zu einem Fliegengewicht unter den MP3-Playern. Als tragbarer Videoplayer ist er allerdings ultrakompakt. Das schicke Gehäuse aus gebürstetem Metall trägt ebenfalls zu seiner Anziehungskraft bei. Der 3,5-Zoll-Bildschirm mit 16 Millionen Farben dominiert die Vorderseite des Geräts. Das Sehvergnügen wird also nicht durch eine geringe Displaygröße beeinträchtigt.

Natürlich kann man die gespeicherten Videodaten auch auf einem Fernseher wiedergeben. Eine Taste an der linken Seite des Gerätes schaltet zwischen LCD- und TV-Wiedergabe hin und her. Direkt daneben sind auch Einschalttaste und Kopfhöreranschluss zu finden. An der Oberkante des 404 ist der Lautsprecher untergebracht, während sich unten das Mikrofon und die beiden speziellen USB-Anschlüsse befinden. Der eine ist zum Laden des Gerätes bestimmt, der andere zum Anschließen des separat erhältlichen Zubehörs. An der Rückseite hat oben das kleine Objektiv der Digitalkamera seinen Platz.

Die Bedienelemente des 404 liegen rechts entlang des Bildschirms und bestehen aus fünf Wippschaltern. Die oberen drei sind mit verschiedenen Richtungspfeilen versehen. Die beiden unteren fungieren als OK/Zurück- und Menü/Tab-Tasten. Damit unterscheiden sie sich stark von den üblichen Wiedergabesteuerungen. Man muss sich an die Bedienung also erst einmal gewöhnen.

Die intuitiven Bedienungshinweise auf dem Display helfen da weiter. So kann man mit den Pfeiltasten sowohl durch das symbolgestützte Hauptmenü navigieren als auch durch die darunter liegenden Listen. Die OK-Taste dient zum Auswählen von Optionen, aber ebenso zum Abspielen und Anhalten von Musikstücken und Videos.

Die Menütaste jedoch ruft nicht das Hauptmenü auf. Stattdessen erscheinen, je nachdem, wo man sich auf der Bedienoberfläche befindet, kontextbezogene Menüs. Zum Hauptmenü gelangt man mit der Zurück-Taste. Insgesamt ist diese Navigationsstruktur nicht so einfach wie die des Ipods. Doch man gewöhnt sich daran.

Funktionsumfang

Abgesehen von kleineren Schwierigkeiten bei der Navigation beeindruckt der Archos 404 durch seine erweiterten Darstellungsmöglichkeiten. So besteht zum Beispiel die Miniaturbildvorschau für das Fotoalbum aus einer stattlichen Galerie von acht mal acht Bildern, die jeweils vergrößert dargestellt werden, wenn man sie ansteuert. Im Video-Ordner ist für jeden Film ein bewegtes Vorschaubild zu sehen. Zudem kann man unter zahlreichen Hintergrundfarben und Designs wählen. Natürlich lassen sich auch eigene Fotos als Hintergrundbild verwenden.

Selbstverständlich bietet der Archos 404 noch weit mehr Funktionen. Zuallererst ist er ein Videoabspielgerät, das von Haus aus die Formate WMV, WMV mit Digital Rights Management und MPEG4 (AVI) mit Auflösungen von bis zu 720 mal 480 bei 30 Bildern pro Sekunde unterstützt. Daneben gibt es optionale Plugins für die Wiedergabe von MPEG-4 AAC/H.2643 (.MP4-Quicktime-Dateien), MPEG-2 und VOB.

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