Als günstigste Canon-Kamera mit einer optischen Bildstabilisierung dürfte die Powershot A570 IS zweifellos dieses Jahr eine Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ihr 7,1-Megapixel-CCD-Sensor sowie das 2,5-Zoll-LCD (64 Millimeter) sind zwar nichts Besonderes unter den aktuellen Kompaktkameras, aber ein optischer 4-fach-Zoom sorgt für etwas mehr Reichweite als die üblichen 3x-Objektive.

Es wäre schön gewesen, wenn Canon im Weitwinkelbereich etwas großzügiger gewesen wäre. So deckt das Objektiv einen Brennweitenbereich von 35 bis 140 Millimetern ab (35-Millimeter-Äquivalent). Das ist für Gruppenaufnahmen oder für beengte Aufnahmeverhältnisse nicht ganz so gut. Tendenziell verkaufen sich aber höhere Werte beim Zoom einfach besser.

Design

Die Bedienelemente der A570 IS sind an der rechten Seite der Kamera angeordnet und bequem zu erreichen. Man bedient sie entweder mit dem Daumen oder dem Zeigefinger, wodurch man auch mit nur einer Hand fotografieren kann. Aus Stabilitätsgründen ist es normalerweise aber doch besser, möglichst beide Hände zu benutzen.

Canon hat die Menüs der Kamera auf zwei Tasten verteilt: die Function/Set-Taste und die Menu-Taste. Häufig verwendete Aufnahmeeinstellungen wie Weißabgleich, Messmodus und ISO erreicht man über die Funktionstaste. Die Menütaste führt zu weniger häufig genutzten Optionen. Bildstabilisierungsmodus, Aktivierung und Deaktivierung des digitalen Zooms sowie der intelligente Autofokusmodus (AiAF), wo man auch die Gesichtererkennung aktivieren beziehungsweise deaktivieren kann, lassen sich relativ mühelos einstellen.

Allerdings wäre eine separate Taste schön gewesen, denn zum einen wird man die Gesichtserkennung nicht unter diesem Menüeintrag vermuten, und zum anderen geht sie über eine bloße Autofokusfunktion hinaus.

Funktionsumfang

Wie viele der neuen Kameras von Canon enthält auch die A570 IS einen Digic-III-Prozessor, der auch die Gesichtserkennung von Canon bereitstellt. Im Praxistests erkennt das System Gesichter schnell und präzise. Sobald ein Gesicht erkannt ist, wird die Szene scharf gestellt und belichtet.

Eine weitere Funktion, die der Digic-III zur Verfügung stellt, ist die integrierte Rote-Augen-Retusche. So kann man die roten Pupillen bei Porträtaufnahmen nachträglich entfernen. Canon ist hier eher ein Nachzügler. Die meisten Konkurrenten, darunter HP, Kodak und Nikon, bieten schon seit Längerem ähnliche Funktionen.

Neben der Bildstabilisierung besteht der größte Unterschied zwischen der A570 IS und ihrer kleinen Schwester, der A560, in den manuellen Belichtungseinstellungen. Wenn man gern mit Blenden- oder Belichtungsvorwahl fotografiert oder die Belichtungseinstellungen komplett selber vornehmen möchte, dann sollte man sich die A570 IS unbedingt einmal näher anschauen. Sie ist die preiswerteste Kamera der A-Serie, die eine vollständige manuelle Kontrolle der Belichtungseinstellungen bietet.

Canon liefert zwölf Aufnahmemodi, von denen fünf direkt über ein Auswahlrädchen eingestellt werden können. Außerdem gibt es Panoramaunterstützung sowie Filmmodi.

Von den Filmmodi hat die Kamera vier zu bieten: Mit zwei Standardmodi kann man Aufnahmen mit einer Auflösung von 640 mal 480 oder 320 mal 240 Pixeln machen, entweder mit 30 oder mit 15 Bildern pro Sekunde. Der Modus Fast-Frame-Rate ermöglicht Aufnahmen im Format 320 mal 240 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde. Der Compact-Modus nimmt dagegen mit 160 mal 120 Pixeln und 15 Bildern pro Sekunde auf, um die Dateien zum Versenden möglichst klein zu halten.

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