Papierloses Wohnzimmer: Digitale Bilderrahmen

Die meisten Digitalfotos lagern ungesehen auf irgendwelchen Speichermedien. Nur die wenigsten schaffen den Weg auf Papier und an die Wand – schade eigentlich. Abhilfe schaffen digitale Bilderrahmen. Sie lesen die Fotos von Speicherkarten, USB-Sticks oder über WLAN ein und präsentieren sie über ein integriertes Display.

Die digitale Fotografie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Digitalkameras sind gut und günstig. Das führt allerdings zu einer Fotoflut – es kostet schließlich nicht mehr, wenn man zehn statt einem Foto macht. Viele dieser Bilder liegen nach dem Knipsen erstmal nur digital vor und verstauben – beziehungsweise eben nicht.

Wer seine Wohnung oder seinen Arbeitsplatz damit schmücken will, dem bleibt nur das zeitaufwändige und teure Ausdrucken oder Übertragen an einen Bilderdienst. Doch jetzt gibt es eine echte Alternative, die die analoge Lücke schließt: den digitalen Bilderrahmen.

Sein Herzstück ist ein Display, das die Bilder darstellt. Auf dem Markt gibt es derzeit Bilddiagonalen von 4 bis 19 Zoll. Mit zunehmender Größe werden die digitalen Bilderrahmen natürlich teurer. Neben der Größe spielen beim Preis auch Displayhelligkeit und maximaler Betrachtungswinkel eine entscheidende Rolle. 500 Candela pro Quadratmeter sind ein ordentlicher Helligkeitswert.

Eine Verbindung zu Computer oder Digicam ist für den Betrieb nicht notwendig. Digitale Bilderrahmen verfügen über Slots für Speicherkarten, einen USB-Anschluss für Sticks oder eine integrierte Festplatte. Darauf abgelegte Bilder wechseln, wie bei einer Diashow, durch.

Digitaler Bilderrahmen: Philips 9FF2CWO
Für die digitalen Bilderrahmen von Philips gibt es Wechselcover mit Magnethalterung. Statt Holz ist auch Kunststoff in verschiedenen Farben oder Alu möglich.

Der Computerhändler Alternate hat derzeit ein siebenzölliges Gerät mit diesem Helligkeitswert für 60 Euro im Angebot, der die Bilder von USB-Stick oder SD-, MMC- beziehungsweise CF-Speicherkarten lädt. Nach oben gibt es preislich keine Grenzen: Die Firma Photovu bietet mit dem PV1965 einen 19-Zoll-Bilderrahmen mit einer Auflösung von 1280 mal 1024 Pixeln und WLAN zur Übertragung der Bilder vom PC an. Für ihn ist auch eine eingebaute Festplatte optional erhältlich. So viel Luxus hat allerdings seinen Preis: Für das Gerät wechseln 850 Euro den Besitzer.

Einen anderen Ansatz verfolgt Epson. Mit dem P-5000 Photo Viewer bietet der Hersteller ein Gerät, das etwas mehr kann als nur Bilder anzeigen. Es ist mit Akku und 80 GByte großer Festplatte ausgestattet und spielt neben Fotos auch Videos ab. Dank diverser Anschlüsse ist die Video- und Fotowiedergabe auch auf einem Fernseher möglich. Mit 610 Euro kommt der P-5000 allerdings recht teuer.

Man sollte sich also vor dem Kauf eines digitalen Bilderrahmens über seinen Einsatzzweck im Klaren sein. Möchte man einen kleinen und einfachen Rahmen, um etwa Fotos aus den verschiedenen Wachstumsstufen des Nachwuches durchlaufen zu lassen, reicht ein kleiner Rahmen für um die 100 Euro aus. Man kann ihn an die Wand hängen oder auf dem Schreibtisch oder Nachttisch abstellen. Wer vorhat, große Bilder durch digitale zu ersetzten, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Immerhin: Die Preise fallen rapide.

Digitale Bilderrahmen
 
Hersteller Alternate Anubis Epson ITT Philips Photovu
Produkt Digitaler Bilderrahmen Myphoto Gallery 7″ P-5000 Photo Viewer Digitaler Bilderrahmen Foto 6007 9FF2CWO Digitaler Bilderrahmen PV1965
Preis in Euro 60 70 610 180 245 850
Bilddiagonale in Zoll 7 7 4 7 9 19
Angezeigte Auflösung in Pixeln 480 x 234 480 x 234 640 x 480 1440 x 234 800 x 480 1280 x 1024
Betrachtungs-winkel in Grad k.A. 60 k.A. 330 110 160
Helligkeit in Candela pro Quadratmeter 500 350 k.A. 330 300 300
Ethernet nein nein nein nein nein ja
WLAN nein nein nein nein nein ja
USB ja nein ja nein ja ja
Speicherkarten-slot ja ja ja ja ja nein
Festplatte nein nein ja nein nein optional
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Papierloses Wohnzimmer: Digitale Bilderrahmen

  • Am 17. Dezember 2007 um 17:38 von Eugen Spieler

    Herr
    Den Rahmen von Alternate gibt es leider (schon) nicht mehr! 17.12.2007!

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