In Amerika ist der Sidekick zu einem echten Renner geworden. Das dürfte nicht zuletzt auf die vollständige Tastatur zurückzuführen sein. Sie macht das Verfassen und Verschicken von Texten und E-Mails zu einem Kinderspiel. Schon die Vorgängerversion konnte in dieser Hinsicht überzeugen. Aber die Welt der Mobiltelefone ist nicht stehengeblieben. Daher ist der Sidekick 3 mit seinem eher durchschnittlichen Klappdisplay, den dürftigen Multimedia-Funktionen und dem schlichtweg hässlichen Design kaum mehr als ein billiger Ersatz für einen echten Blackberry.

Den Sidekick 3 gibt es nur von T-Mobile. Er kostet mit Vertrag knapp 50 Euro. Unbegrenzter Internetzugriff über das Web’n’walk-Angebot von T-Mobile schlägt mit 15 Euro pro Monat auf – zumindest bis zum 31.8.2008. Ab dann sind für den Preis nur noch 30 MByte Datentransfer inklusive – jedes weitere schlägt mit 1,90 Euro zu Buche.

Design

Wenn man den Sidekick 3 in die Hand nimmt, wird man unweigerlich an das verunglückte Design des N-Gage-Gaming-Handsets von Nokia erinnert. Mit seiner klobigen Gehäuseform, den unzähligen Plastikknöpfen sowie seinem unterdurchschnittlichen Display wirkt der Sidekick 3 altmodisch. Das 2,6 Zoll (66 Millimeter) große Display lässt sich zwar elegant ausklappen, aber für aktuelle Multimedia-Anwendungen müsste es schon ein paar Pixel mehr mitbringen. Das gilt besonders für ein Handy, das zum intensiven Internetsurfen gedacht ist.

Bei eingeklapptem Display kann man in den grafischen Menüs des Sidekick 3 entweder mit dem 4-Wege-Pad auf der linken Seite oder dem Trackball rechts navigieren. Das fühlt sich anfangs noch etwas ungewohnt an, doch schon bald kommt man damit gut zurecht. Spezielle Tasten für Menu, Jump, Cancel und Done beschleunigen die Bedienung zusätzlich. In Sachen Reaktionsfreudigkeit kann sich dieses Handy durchaus sehen lassen. Besonders die Menu-Taste sollte erwähnt werden, denn sie dient gleichsam als „rechte Maustaste“ und öffnet zusätzliche, häufig verwendete Optionen.

An der Oberseite gibt es praktische Schultertasten, wie von Spielekonsolen gewohnt. An der Unterseite findet sich ein Lautstärkeregler. Nicht zu vergessen ist die QWERTY-Tastatur. Sie wird sichtbar, wenn man das Display erst nach links und dann um 180 Grad nach oben klappt. Die Tasten sind natürlich entsprechend klein, aber nicht schwieriger zu benutzen als bei einem Blackberry. Nur die Zifferntasten an der Oberseite bilden hier eine Ausnahme, denn sie sind etwas zu dicht am Display angebracht.

Man sollte nicht vergessen, dass das Sidekick 3 vor allem ein Messaging-Gerät ist. Wenn man jemanden anrufen möchte, dessen Nummer nicht im Adressbuch gespeichert ist, muss man das Display aufklappen, auf der winzigen Tastatur wählen und das Display wieder schließen – erst dann kann man telefonieren. Das ist wahrlich nicht besonders praktisch.

Der integrierte Webbrowser erreicht dank EDGE eine recht ordentliche Geschwindigkeit und macht das Beste aus dem hellen Bildschirm im Querformat. Webseiten werden umformatiert, damit sie auf das niedrig auflösende Display passen. Das bedeutet, dass man manchmal ein wenig nach den gewünschten Informationen suchen muss – besonders bei Websites, die Frames verwenden.

Der Sidekick 3 schlägt sich auf einfachen Websites recht wacker, kommt aber selbst mit simplen Web-2.0-Anwendungen nicht klar. Audio-Streaming funktioniert nicht, Youtube-Videos lassen sich nicht laden und javascriptlastige Online-Games sind nicht zu bedienen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Klobiger Oldtimer: T-Mobile Sidekick 3

  • Am 27. Mai 2009 um 14:59 von nicht

    fakten!!!
    bitte konzentriert euch darauf nur fakten zu verwenden
    viele details des artikels sind nicht richtig, so kann ich z.b. dateien aus dem internet (z.b. welche die ich per e-mail bekommen habe) auf meinem handy dierekt speichern – und nein ich meine nicht über dass internet von meinem pc sondern über das von meinem handy!!! das einzige was so nicht funktioniert sind die .zip dateien für die themes da man sich hierfür einen ordner anlegen muss – wofür man eben den rechner braucht. ist dieser ordner allerdings angelegt hat man damit keine probleme mehr
    auserdem funktioniert bei mir der youtube stream einwandfrei!!!
    ebenso ist auch dass abspielen von gesicherten mp3 dateien möglich
    zum schluss will ich noch hinzufügen dass man bei einem handy lautsprecher nicht viel mehr erwarten kann und das sidekick doch immerhin schon mal auf eine beachtliche lautstärke kommt die man nur bei wenigen handys erreicht
    das eigentlich einzige manko dem ich zustimme ist die kamera. aber für bilder hab ich ne digital kamera die speziell dafür ausgelegt ist
    ich rate ihnen in ihren artikeln nicht irgendwelche probleme aufzuzählen die nicht vorhanden sind
    das ist weder fair den kunden gegenüber noch den anbietern die davon immerhin leben müssen

    mein tipp an alle leser: holt euch das ding wenn ihr ein super spaßiges handy wollt dass perfekt zum surfen im internet ist

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *