Das letzte Mal, als Nikon seine digitale Mittelklasse-Spiegelreflexkamera überarbeitet hat, gab es einige kleinere, aber gewiss willkommene Verbesserungen, die der Welt die D70s bescherten. Nun hat Nikon der Kamera eine grundlegende Erneuerung verordnet. Ein 10,2-Megapixel-CCD-Bildsensor, ein Autofokus mit 11 Messfeldern (zuvor 5), ein obligatorisch vergrößerter LCD-Bildschirm (64 Millimeter, zuvor 51 Millimeter), eine ganze Reihe von Funktionen zur Bildbearbeitung und diverse individuelle Einstellmöglichkeiten sind das Resultat.

Mit dieser Überarbeitung hat Nikon die Kamera noch weiter auf jene Zielgruppe zugeschnitten, die sich von den unteren Rängen der Amateurgemeinde bis hinab zu Spiegelreflex-Neulingen erstreckt. Mehr Leistung ist hier gefragt, als sie das Einsteigermodell, die D50, bietet.

Die einzigen Nachteile, die aus dieser geringfügigen Verschiebung der Zielgruppe erwachsen, sind eine langsamere Verschlussgeschwindigkeit (1/4000 Sekunde, zuvor 1/8000 Sekunde) und eine langsamere Blitzsynchronisation. Die D80 benötigt 1/200 Sekunde – anstatt 1/500 Sekunde bei der D70s, die allerdings schon bedeutend schneller war als die Konkurrenz. Das mag Sportfotografen ärgern, die die extrem schnelle Verschlussgeschwindigkeit der D70s zu schätzen wussten, oder Actionfotografen, die Bewegungen mit einem schnellen Blitz einfangen wollen. Die Mehrzahl der Benutzer wird jedoch keinen Unterschied bemerken.

Da die Bedürfnisse fortgeschrittener Amateure mittlerweile mit der Nikon D200 erfüllt werden, sollten die Verbesserungen, die diese Kamera in fast allen anderen Bereichen erfahren hat, die kleinen Nachteile aufwiegen.

Design

Das Gehäuse der Kamera ist in allen Dimensionen etwas kleiner als das der D70s. Dennoch wirkt das Design sehr ähnlich. Die meisten Tasten haben dieselbe Größe und befinden sich am selben Ort. Es gibt auch noch die speziellen Tasten für häufig verwendete Funktionen. Eine Gruppe von Tasten befindet sich neben dem Auslöser. Mit ihnen kann man den Messmodus, die Belichtungskompensation, den Antriebsmodus und den AF-Modus ändern. Der 64-Millimeter-LCD-Bildschirm hat eine Auflösung von 230.000 Pixeln. Mit den Tasten links des Displays lassen sich der Weißabgleich, die Lichtempfindlichkeit und die Aufnahmequalität einstellen, ohne auf die Menüs zurückgreifen zu müssen.

So ziemlich die einzige Funktion, die kein eigenes Bedienelement hat, ist die Auswahl des AF-Bereichs. Die programmierbare Funktionstaste der Kamera kann man jedoch so einrichten, dass sie diese Aufgabe übernimmt. Die voreingestellte Funktion dieser Taste besteht in der Anzeige der Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert).

Drei Auswahlräder gehören zur Ausstattung des Kameragehäuses. Mit dem Auswahlrad für Aufnahmemodi wählt man zwischen Programm-, Blenden- oder Zeitautomatik, Vollautomatik, manuellem Betrieb oder einem von sechs voreingestellten Belichtungsmodi für bestimmte Aufnahmesituationen. Die anderen zwei Auswahlräder, vorne und hinten am Griff, dienen der Einstellung von Blende und Belichtungszeit. Dadurch gehen manuelle Aufnahmen schnell und einfach von der Hand.

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