Der HDR-HC7 steht voll in der Tradition jener hervorragenden HD-Camcorder, die Sony seit geraumer Zeit für Privatanwender produziert. Ausgestattet mit Sonys 3-Megapixel-Clearvid-CMOS-Sensor mit 1/2,9-Zoll übertrifft der HC7 ungeniert seine 2-Megapixel-Vorgänger und den HC5. Damit setzt er sich an die Spitze von Sonys Ein-Chip-HD-Camcorder-Serie für den Privatanwendermarkt.

Ganz allein steht er dort aber nicht. Abgesehen vom Aufnahmemedium und den sich daraus ergebenden Designproblemen ist der HC7 im Grunde ein Zwilling des mit einem DVD-Brenner versehenen HDR-UX7. Es wäre nicht überraschend, wenn daraus durch den Nachfolger des Festplatten-Camcorders HDR-SR1 ein Trio würde.

Design

Mit einem Gewicht von etwa 680 Gramm inklusive Akku und Band liegt der HC7 beim Tragen und beim Aufnehmen gut in der Hand. Lediglich das Bedienen des Touchscreens erfordert einen umständlichen Balanceakt mit beiden Händen.

Abgesehen davon, dass es sich zum Navigieren im Menü nur bedingt eignet, leistet das LCD gute Dienste und ist auch bei greller Beleuchtung gut ablesbar. Die meisten Benutzer filmen aber dennoch lieber mit einem auf Augenhöhe installierten Sucher. Darum wäre es auch wünschenswert, dass Sony die harte Augenmuschel etwas polstern würdepatr.

Ausstattung

Vom HC5 unterscheidet sich der HC7 durch seinen Sensor und einige Zusatzfunktionen. Beide verwenden das gleiche Vario-Sonnar-T*-Objektiv von Zeiss mit 10-fach-Zoom. Die geringfügige Differenz in der Sensorgröße führt dabei zu einem unbedeutenden Unterschied bei der Brennweite.

Im Gegensatz zum HC5 kann man beim HC7 mit einem – etwas zu glatten – Auswahlrad mehrere Aufnahmeeinstellungen ansteuern: manuelles Scharfstellen, Belichtungsanpassung, Anpassung des Weißabgleichs und Belichtungszeit. Außerdem bietet der HC7 einen Mikrofoneingang und einen Kopfhöreranschluss.

Um die Aufnahme komfortabler zu gestalten, integriert Sony die hervorragende optische Bildstabilisierung Super Steady Shot und den Active Interface Shoe. Darüber hinaus gibt es den Super Nightshot, einen Infrarotmodus, mit dem man auch im Dunkeln filmen kann. Der HC7 ist mit einer guten Auswahl von Anschlüssen versehen, darunter auch HDMI-1.3- und Komponenten-Ausgänge. Die meisten Camcorder verfügen zwar über einen Firewire-Anschluss (Sony nennt ihn I-Link), doch Sony legt seinem Gerät auch ein entsprechendes Kabel bei. Zu den weiteren Extras zählen eine elektronische Objektivabdeckung, eine LANC-Schnittstelle und ein Blitz für Standfotos.

Wie die meisten Modelle, die Sony für den Privatanwendermarkt produziert, ist auch der HC7 mit einem Touchscreen für die Bedienung ausgestattet. Man kann ihn entweder lieben oder hassen – angesichts des 69 Millimeter (2,7-Zoll) kleinen 16:9-LCDs eher letzteres. In den Menüs finden sich acht Szenenmodi, Belichtungsanpassung in 24 Abstufungen, manueller und automatischer Weißabgleich sowie Voreinstellungen für Kunst- und Sonnenlicht. Die Belichtungszeit lässt sich zwischen 1/2 und 1/800 Sekunde von Hand einstellen. Beim Spot-Autofokus und der Spot-Belichtungsmessung kann man auf dem Interface direkt auf sein Motiv deuten.

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