Der Zen Stone könnte den Ipod Shuffle vom Thron der winzigsten Musikplayer kicken. Auf den ersten Blick fällt der Preis auf: Der Stone kostet nur die Hälfte von Apples Winz-Player. Aber das ist nicht der einzige Kaufgrund.

Design

Kiesel wäre ein passenderer Name gewesen als Stein – denn der Zen Stone ist wirklich winzig. Er ist marginal größer und schwerer als der Ipod Shuffle. Bei einem Gewicht von knapp 19 Gramm und einer Dicke von nicht einmal 13 Milimetern fällt das jedoch kaum ins Gewicht. Die glänzende Oberfläche erinnert an seinen großen Bruder, den Zen V Plus.

Ein Display gibt es nicht. Wer also einen bestimmten Song sucht, muss sich auf eine Klickorgie gefasst machen. Immerhin speichert der Zen Stone 1 GByte MP3-Musik. Doch die Bedienung ist so gut, wie sie bei so einem kleinen Gerät eben sein kann: Ein Play- und Pauseknopf ist umgeben von einem Vierwege-Schalter für vor, zurück, laut und leise. Schade: Eine Klammer wie der Shuffle hat der Stone nicht, dafür aber eine Halterung für Schlaufen.

Ausstattung

Allein schon der geringe Preis verrät den größten Vorteil: Der Player kann fast nichts. Er ist ein einfaches Gerät, das eine einfache Aufgabe erfüllt: Musik abspielen. Es gibt weder Equalizer noch Playlist und auch keine komplizierten Einstellungsmöglichkeiten. Wer etwas sucht, das auf Knopfdruck Musik spielt, ist beim Zen Stone genau richtig.

Der Kiesel unterstützt MP3- und WMA-Dateien, letztere aber nur ohne Kopierschutz – also nicht von kommerziellen Musikverkäufern im Netz. Die Fütterung erfolgt entweder per Drag-and-Drop aus dem Windows-Explorer heraus oder über den Windows Media Player per USB 2.0.

Ein kleiner Schalter an der Oberseite des Geräts schaltet zwischen einfacher Wiedergabe, Wiederholen und Zufallswiedergabe hin und her. Die Stellung Folder Skip erlaubt es, mit einem Knopfdruck Ordner zu überspringen. So kann man Alben auslassen, ohne mühsam Lied für Lied weiter zu drücken.



Leistung

Die Akkulaufzeit des Zen Stone ist, salopp gesagt, unter aller Kanone. Creative gibt an, zehn Stunden Betrieb mit einer Akkuladung zu erreichen – doch an diesen Wert kommt unser Testgerät nicht ansatzweise heran. Auch blöd: Mangels Display verrät der Stone nicht, wieviel Saft noch in ihm steckt.

Wie bei den meisten MP3-Playern ist die Audio-Qualität in Verbindung mit den mitgelieferten Kopfhörern mau. Mit besseren Ohrstöpseln kann der Zen Stone aber überzeugen und bringt ein besseres Klangerlebnis als der Ipod Shuffle.

Fazit

Der Zen Stone leistet viel fürs Geld – vor allem mit besseren Ohrhörern. Der minimalistische Preis und die winzigen Abmessungen machen ihn zum idealen Begleiter. Vor allem, wenn es nicht angebracht ist, einen dicken Ipood Video oder Zen Vision M mitzunehmen.

Ist er denn nun besser als der Shuffle? Er sieht auf jeden Fall gut aus und klingt besser. Wer aber auf Modelabels wert legt und keinen Trend verpassen will, wird wohl an der Optik des Shuffle mehr Freude haben. Außerdem verfügt der über einen praktischen Clip zur Befestigung an den Klamotten und über eine deutlich bessere Akkulaufzeit. Dafür ist jedoch der doppelte Preis fällig.

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