Nach dem BD-P1000 von Samsung ist dies der zweite in Europa erhältliche Blu-ray-Disc-Player. Die Verfechter des Blu-ray-Formats haben mehr als einmal verlauten lassen, dass es sich dabei um das wahre Zukunftsformat für Videos handle. Blu-ray biete mehr als High-Definition und vermittle ein besseres Filmerlebnis als DVD oder der direkte Konkurrent HD-DVD. Nun denn Der DMP-BD10 bringt HD-Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1080p und 7.1-Kanal-Surround-Sound.

Bei einem Preis von 1600 Euro ist das Gerät etwa 300 Euro teurer als der BD-P1000 von Samsung, der einem ja auch schon zu kostspielig erscheinen kann. Der Panasonic müsste also einen wirklich nachhaltigen Eindruck hinterlassen, um eine solche Ausgabe zu rechtfertigen. Natürlich spielt das Gerät auch DVDs ab, die auf HD-Auflösung hochgerechnet werden. Daher haben wir die Leistung des Geräts auch in diesem Bereich getestet.

Design

Vielleicht ist es ja etwas unfair, wenn man den DMP-BD10 schlicht hässlich nennt. Aber zu den bestaussehenden Playern am Markt gehört er auf keinen Fall. Das Gehäuse ist überwiegend in einem tristen Silberton gehalten. Auf Fotos sieht das weit besser aus als in der Realität. Das LC-Display an der Frontseite und die Laufwerkschublade wirken, als gehörten sie zu einem weitaus billigeren Gerät. Angesichts des Oberklassepreises hätte man hier von Panasonic wirklich mehr erwarten können.

Das einzig Bemerkenswerte an der Gestaltung ist die dicke Glasplatte, die langsam herunterklappt und die Bedienungselemente freigibt. Aber selbst dieser Vorgang muss manuell ausgelöst werden und lässt sich nicht über die Fernbedienung steuern. Wie schon beim BD-P1000 von Samsung vermisst man beim Panasonic die grundsolide Verarbeitungsqualität eines DVD-Players der oberen Preiskategorie. Aber Samsungs schwarz glänzender Player sieht zumindest besser aus.

Durch den 7.1-Kanal-Analogausgang wird Samsung (5.1-Anschluss) allerdings ausgestochen. Man kann auf diese Weise acht unabhängige Surround-Sound-Kanäle an einen Verstärker mit den entsprechenden Anschlüssen weiterleiten. Eine tolle Sache, wenn man eine Blu-ray-Disc mit 7.1-Tonspur hat. Außerdem gibt es noch Audioausgänge für optische Verbindungen und Koaxialkabel sowie einen einfachen analogen Stereoausgang.

Für die Bildwiedergabe ist der HDMI-Ausgang entscheidend. Es handelt sich zwar noch nicht um den viel beschworenen v1.3-HDMI-Anschluss, der in naher Zukunft verlustfreie Dolby-True-HD- und DTS-HD-Audiosignale verarbeiten kann, aber sowohl Surroundsound als auch Videosignale können übertragen werden. Letztere in einer Qualität von bis zu 1080p. Das ist bekanntlich die beste HD-Videoqualität, die mit Blu-ray erreicht werden kann. Man benötigt allerdings einen Fernseher oder Projektor, der dieses Format unterstützt. Mit dem nächstbesten HD-Ready-Monitor ist es hier nicht getan. Die weiteren Optionen sind ein Komponentenanschluss, der HD-Signale bis 1080i überträgt, Scart, S-Video und Composite-Video.

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