Mit seiner XPS-Serie ist es Dell gelungen, anspruchsvolle Laptops auf den Markt zu bringen, die über die jeweils am weitesten entwickelten Komponenten verfügen. Trotz der Übernahme des Nischenanbieters Alienware bleibt Dell seinen Wurzeln treu und bringt mehr oder weniger eine Kopie seines führenden Spiele-Laptops auf den Markt. Beim XPS M1710 hat Dell lediglich einige kosmetische Verbesserungen am grundlegenden Design seiner Modelle mit 17-Zoll-Breitbildschirm vorgenommen. Verwendet wird die Core-Dual-Plattform von Intel. Hinzu kommt Nvidias Top-Grafikprozessor, der Geforce Go 7900 GTX.

Das nicht unbedingt überraschende Ergebnis ist ein ziemlich teures System, das die Dominanz des Unternehmens bei den Spiele-Benchmarks noch verstärkt. Damit wird Dells Ruf weiter untermauert, derjenige Anbieter auf dem Markt für Spiele-Laptops zu sein, an dem sich alle Konkurrenten messen müssen. Für alle Hardcore-Spieler, die aktuelle Spiele mit den höchsten Einstellungen spielen wollen, ist dies das beste System, das man für viel Geld kaufen kann. Ansonsten gibt es noch zahlreiche nicht ganz so teure, aber trotzdem leistungsstarke Alternativen, wie etwa das Toshiba Satellite P105-S921.

Design

Neben dem Deckel des Testgeräts im Formel-1-Rot der Special Edition (auch in Metallicschwarz erhältlich) entspricht das Design des XPS M1710 nahezu dem des Vorläufermodells XPS M170. Beide sind wiederum dem Inspiron E1705, dessen Schwerpunkt auf Multimedia-Anwendungen liegt, sehr ähnlich. Eine Ausnahme macht die raffinierte Beleuchtung: Das XPS M1710 kann Licht in 16 verschiedenen Farben aus dem Deckel, den seitlichen Lüftungsschlitzen und den Lautsprechergittern abgeben. Das XPS M1710 besteht aus einer stabilen und optisch ansprechenden Magnesiumlegierung und misst ca. 40 mal 29 mal 4 Zentimeter. Das Testgerät wiegt knapp 4 Kilogramm (4,6 Kilogramm mit Netzteil). Das sind fast 700 Gramm mehr als das kompakte Toshiba Satellite P105. Das XPS M1710 lässt sich sicherlich einfacher bewegen als ein Desktop-Spiele-PC und ist mobil genug, um es von einem Raum in den anderen zu verlagern. Als Begleiter auf längeren Reisen ist es jedoch nicht zu empfehlen.

Das XPS M1710 verfügt über eine Tastatur in Normgröße. Es gibt jedoch kein separates Nummernfeld, wie bei einigen anderen Desktop-Ersatzgeräten, zum Beispiel dem Satellite P105-S921, dem HP Pavilion dv8000 und dem Toshiba Qosmio G35-AV600. Die Maustasten des XPS M1710 sind jedoch sehr groß. Auch das Touchpad mit hinterleuchtetem XPS-Logo hat eine ausreichende Größe. Auf dem Touchpad befinden sich rechts und unten Scroll-Zonen. Die Pfeile zeigen an, wo man mit dem Finger durch Dokumente oder Internetseiten scrollen kann, wenn die auf das Pad abgestimmte Software verwendet wird.

Wie die meisten anderen Modelle der XPS- und Inspiron-Serie wurde das XPS M1710 mit der Mediadirect-Software von Dell ausgestattet. Sie spielt CDs und DVDs ab, und man hat Zugriff auf gespeicherte Fotos und andere Mediendateien, ohne zuerst Windows starten zu müssen. Die beiden Lautsprecher und der bei Laptops seltene, integrierte Subwoofer sorgen für einen guten und satten Sound. Der Klang wird durch die Hände beim Tippen nicht gedämpft, da sich die Lautsprecher jeweils links und rechts außen auf der Vorderseite des Laptops befinden. Auch bei geschlossenem Deckel kann Musik abgespielt werden. Zwischen den Lautsprechern befindet sich eine Reihe mit sieben Tasten zum Abspielen der Discs und zur Einstellung der Lautstärke beziehungsweise Stummschaltung. Einen integrierten TV-Tuner bietet das Dell nicht. Ein solcher gehört zur Standardausstattung teurerer Systeme, wie etwa dem Qosmio G35-AV600, dem Fujitsu LifeBook N6210 oder dem Sony VAIO AX570G. Dell bietet jedoch einen externen PC-Card-Tuner für zirka 110 Euro an.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Power-Notebook für Spiele-Freaks: Dell XPS M1710

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *