Das schicke Ipod-Audiosystem von Klipsch kann mit einigen Extras aufwarten, die Kompaktsystemen anderer Marken bislang noch fehlen. Der Igroove verfügt zum Beispiel über ein Paar echter Zweiwege-Lautsprecher (Hoch- und Tieftöner). Die meisten Ipod-inspirierten Alternativen können da nur einen winzigen Lautsprecher pro Kanal aufweisen. Innerhalb der kompakten Abmessungen des Igroove haben die Ingenieure von Klipsch ein Stereopaar aus 2,5-Zoll-Tieftönern und 1-Zoll-Hornhochtönern untergebracht.

Design

Ein Paar Lautstärketasten und ein Ein- und Ausschalter sind die einzigen Bedienelemente des Geräts. Der Igroove ist sowohl in Mattsilber als auch in schwarzem Hochglanzlack erhältlich, wobei er dann unter dem Namen Igroove HG firmiert. Beide haben einen Listenpreis von 185 Euro.

Zum Klipsch Igroove gehört eine praktische Minifernbedienung. Mit ihr kann man sowohl die Lautstärke regeln als auch die Wiedergabe-Pause-Funktion des Ipods bedienen und die Musikstücke auswählen. Wie beim Sounddock von Bose lässt sich jeder Ipod mit einem Dock-Adapter an den Igroove anschließen. Die normal großen Ipod-Modelle, einschließlich der videofähigen Geräte der fünften Generation, passen dank einer verstellbaren Stütze bequem hinein. Mitgeliefert wird ein Adapter für ältere Modelle der Ipod-Mini-Serie. Inzwischen legt Klipsch auch Adapter für den Ipod Nano bei.

Auch wer keinen Ipod hat, kann das System nutzen: Andere MP3-Player ähnlicher Größe können in die beigelegte J-Cup-Halterung eingesetzt werden. Mit dem dazugehörigen Kabel schließt man sie an der Kopfhörerbuchse an. Letztendlich kann man jedes Gerät, das über einen Kopfhörer- oder Analogausgang verfügt, mit dem Igroove verbinden, selbst wenn es nicht in die Halterung passt. Das System wird über ein mitgeliefertes Netzteil mit Strom versorgt und lädt auch angeschlossene Ipods.

Performance

Im Test laufen einige Stücke von Simon and Garfunkel. Der Klipsch Igroove legt dabei einen angenehm natürlichen Klang an den Tag. Der anschwellende Gesang, die Gitarren und die Band auf dem Album „Bridge over Troubled Water“ klingen hervorragend. Der Igroove ist nur etwa 38 Zentimeter breit, seine Stärke liegt also nicht in einem differenzierten Stereoklang. Für kleine Küchen oder im Schlafzimmer ist die Lautstärke des Igroove durchaus brauchbar. Ein Partykracher ist er aber sicher nicht. Doch angesichts seiner bescheidenen Dimensionen liefert der Igroove erstaunlich satte Bässe, ohne dass diese übertrieben hämmern oder zu fett wirken.

Bei einigen Stücken ist ein leichtes Surren zwischen Ipod und dem Klipsch Igroove zu bemerken. Meistens hört man das Geräusch kaum. Es tritt nur bei bestimmten Bassfrequenzen auf. Durch das erneute Justieren der Stütze verschwindet das Surren, und die Bässe verbessern sich deutlich. Man sollte sich also unbedingt vergewissern, dass der Ipod korrekt mit der Halterung des Igroove verbunden ist.

Der Igroove kann im Test allemal überzeugen. Er ist jedoch nicht im mindesten so beeindruckend wie das Klipsch Ifi, ein dreiteiliges Ipod-Lautsprechersystem desselben Herstellers. Diese 296 Euro teure Anlage besteht aus einem großen 8-Zoll-Subwoofer mit 200 Watt Leistung und einem Satz der hervorragenden RSX-3-Zweiwege-Satellitenboxen von Klipsch. Das Ifi-System nimmt zwar mehr Platz ein als der Igroove, es ist jedoch das beste Ipod-Audiosystem, das bisher bei CNET im Test war.

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