HD-DVD versus Blu-ray: Die Fakten

Wenn es um High-Definition-Filmvergnügen geht, buhlen immer noch zwei Standards um die Gunst der Kunden. Dahinter stehen konkurrierende Hersteller, aber auch Hollywood-Studios – und ohne den richtigen Inhalt nützt selbst das beste System nichts.

Warum sollte man sich überhaupt mit den Unterschieden zwischen HD-DVD und Blu-ray auseinandersetzen? Die Antwort ist einfach: Wer HD-Filme sehen will, kommt um diesen Formatkrieg nicht herum. Die Inhalte auf diesen Medien sind die schärfsten und qualitativ besten, die es jemals bei Saturn und Co zu kaufen gab.

High-Definition-Video, meist abgekürzt mit high-def oder HD, ist die Crème de la Crème des Heimkinos. Das verrät bereits der Name. Wörtlich übersetzt steht HD für hohe Schärfe, Konturentreue oder Präzision. Alle diese Begriffe treffen haargenau zu. Das weiß jeder, der sich bereits einen Film in hoher Auflösung angesehen hat.

Filme auf DVD haben üblicherweise eine Auflösung von 720 mal 576 Pixeln; in den USA und Japan sind es sogar nur 720 mal 480. HD hingegen kommt auf volle 1920 mal 1080 Bildpunkte, was der fünffachen Auflösung von EU-DVDs entspricht. Fünffache Auflösung – also ein Vielfaches an Details. Darüberhinaus ist HD-Material üblicherweise besser kodiert und weniger komprimiert. Das sorgt für leuchtendere Farben und vermindert Artefakte im Bild.James Bond auf Blu-ray

Wer den richtigen Fernseher oder Beamer mit HD-Videos füttert, erlebt Heimkino jenseits der DVD. Ein Beispiel ist die Szene mit dem Empire State Building aus Peter Jacksons King Kong. In der DVD-Version wirkt das Fell des Gorillas wie eine undefinierbare, dunkelgrau-schwarze Masse. Manhattans Gebäude und Straßen im Hintergrund verschwimmen unscharf, und zwischen den Wolken erkennt man Bildrauschen – hier schlägt die Kompression sichtbar durch.

Wer nun zur HD-Version des Films wechselt, hat den Eindruck, einen schmierigen Film aus Vaseline und Ruß vom Fernseher geputzt zu haben. Einzelne Borsten auf King Kongs Rücken sind sichtbar, während er das Gebäude hochklettert. Die Skyline im Hintergrund hat rasiermesserscharfe Kanten, und der Himmel ist klar wie der Königssee. Der Unterschied ist alles andere als marginal. Vor allem bei Fernsehern mit einer Größe von 42 Zoll oder mehr fällt er ganz extrem ins Gewicht.

Unterschiedliche High-Definition-Geschmacksrichtungen

HD-DVD und Blu-ray kennen drei unterschiedliche Formate: 720p, 1080i und 1080p. 720p verfügt mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln über die geringste Auflösung. Die progressive Wiedergabe sorgt für geschmeidige Kanten bei Bewegungen.Batman auf HD-DVD

1080i hat eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Jeder Frame wird allerdings in zwei Durchgängen ausgegeben. Das kann, vor allem bei schnellen Bewegungen, zu zerklüfteten Kanten führen. Das führt uns zum dritten und besten Format: 1080p verfügt über die volle Auflösung und progressive Wiedergabe.

Allerdings ist nicht jeder HD-ready-Fernseher oder -Projektor in der Lage, dieses Format wiederzugeben. Und um den Unterschied zu 720p deutlich erkennen zu können, sollte das Gerät über eine Diagonale von mindestens 50 Zoll verfügen.

Bild, Sound und Menüs

Die Qualitäten von HD-DVD und Blu-ray mögen vielleicht bei der hohen Auflösung beginnen, doch sie enden dort noch lange nicht: Diese Formate bieten auch den besten Sound. Ist die richtige Hardware am Start, steht dem Genuss von verlustfreiem Dolby True-HD oder DTS-HD nichts im Wege. Das sind neue digitale Audio-Formate – so effizient kodiert, dass bei der Wiedergabe keine Qualitätsnachteile zu den Original-Tonspuren auftreten.

Die neuen Formate bringen auch interaktive Menüs und Extra-Content eine gehörige Stufe weiter. Beide Standards erlauben komplexe, animierte Menüs. Etwa Pop-ups, die beim Ansehen eines Films auftauchen können, oder Bild-in-Bild-Wiedergabe. Allerdings kommt nicht jeder Player mit dieser Technik klar.

Beide Verfahren können außerdem zusätzliche Inhalte aus dem Netz ziehen; vorausgesetzt, der Player verfügt über einen Netzwerkanschluss und ist mit dem Internet verbunden. Diverse Filme erlauben den Zugriff auf exklusiven Online-Content, etwa Videos, Biografien der Stars oder Filmografien. Dank Internet-Update topaktuell, versteht sich.

Blu-ray HD-DVD
Speicherkapazität 50 GByte 30 GByte
Video-Encoding MPEG 2, AVC, VC 1 (H.264) MPEG 2, AVC, VC 1 (H.264)
Standardmäßige Audio-Codecs Dolby Digital, DTS, Linear PCM Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby True-HD, DTS, Linear PCM
Optionale Audio-Codecs Dolby Digital Plus, Dolby True-HD, DTS-HD, DTS-HD Master Audio DTS-HD, DTS-HD Master Audio
Online-Kompatibilität ja (optional) ja
Kopierschutz AACS, BD+ AACS
Regionalcode drei Regionen kein Regionalcode
Durchschnittlicher Hardware-Preis 1000 Euro 500 Euro
Wichtige Hardware-Hersteller Sony, Panasonic, Philips, Samsung, Pioneer Toshiba, Microsoft, Sanyo, Intel
Wichtige Filmstudios 20th Century Fox, Columbia, MGM, Disney, Lionsgate Universal, Warner




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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu HD-DVD versus Blu-ray: Die Fakten

  • Am 11. September 2015 um 23:06 von Benny

    Für mich ganz klarer Favorit :
    HD DVD!
    Erstens weil die Tonspuren viel sauberer wiedergegeben werden und zweitens die Bild-Audio-Qualität am präzisesten überlagert ist.
    Blu-ray ist lediglich die Kopie davon,weil bei der Erfindung von HD DVD zu wenige Firmen zu wenig verdient haben und schon zu viel Geld in die Blu-ray-Entwicklung gesteckt hatten.

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