Sony ist wahrscheinlich der erste Anbieter, an den man denkt, wenn es um schicke Ultra-Portable-Notebooks geht. Aber auch Samsung hat viele elegante Geräte in dieser Kategorie im Angebot, namentlich das Q35.

Das hier vorgestellte Modell ist zwar nicht gerade das flachste oder leichteste von Samsung, aber es verwendet die neuste Intel Centrino-Technologie (Codename „Santa Rosa“). Es ist vollständig Vista-tauglich, so dass man nicht auf die vielen grafischen Effekte des neuen Betriebssystems verzichten muss. Das Modell ist ab Juni erhältlich und wird um die 1300 Euro kosten.

Design

Bisher hat Samsung schon einige wirklich attraktive Ultra-Portables produziert, aber leider zählt dieses Modell nicht zu den ausgesuchten Schönheiten. Der Deckel in glänzendem Schwarz sieht durchaus ansprechend aus. Doch sobald man ihn öffnet, wird man mit einer absolut langweiligen Oberfläche in Graumetallic konfrontiert. Auch die Unterseite hat nicht viel zu bieten.

Was die Abmessungen betrifft, ist das Q70 eher am sperrigeren Ende der Skala für Ultra-Portables angesiedelt. Seine Standfläche ist etwas größer als ein DIN-A4-Blatt. Es ist auch nicht besonders flach gebaut. Zusammen mit dem großen 6-Zellen-Akku wiegt es an die zwei Kilogramm.

Fairerweise sei erwähnt, dass die Konkurrenz häufig nur deshalb besser abschneidet, weil Anschlüsse und optisches Laufwerk über Bord geworfen oder zumindest in eine Dockingstation verbannt werden. Das Q70 behält all diese Komponenten an Bord: Es gibt einen DVD-Brenner, zwei USB-Anschlüsse, einen Mini-Firewire-Anschluss sowie einen Standard-VGA-Anschluss.

Ausstattung

Das Q70 wird mit Windows Vista Home Premium geliefert. Damit hat man Zugriff auf alle neuen Vista-Funktionen, einschließlich der praktischen Windows Media-Center-Software. Der Grafikchip kommt mit der vollständigen Vista-Aero-Benutzeroberfläche klar. Man muss also auch nicht auf die Transparenzeffekte und den Anwendungswechsler Windows Flip 3D verzichten, mit dem man ordentlich Eindruck schinden kann.

Zugegeben: All das neue optische Beiwerk von Vista sieht auf dem exzellenten 13,3-Zoll-Display wirklich beeindruckend aus. Der Bildschirm hat eine scharfe Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln. Er glänzt mit einer Superbright-Beschichtung, mit der Farben extrem lebhaft wirken. Andererseits handelt man sich damit auch mehr Reflexionen ein als bei einer herkömmlichen matten Oberfläche.

Samsung hat der Versuchung widerstanden, das Notebook mit einer Unmenge an Schnellstarttasten oder Mediensteuerungselementen vollzupacken. So bleibt der Tastatur ausreichend Platz, um praktisch die gesamte Breite des Geräts einzunehmen. Dadurch wirkt das Ganze etwas weniger gedrängt, als man es bei einem solch kleinen Notebook erwarten würde.

Eine Schnellstarttaste gibt es allerdings doch: die zum Starten von Samsungs AVstation-Mediaplayer-Software. Im Unterschied zu ähnlichen Playern anderer Notebooks scheint dieser einen Systemstart zu erfordern. Es spricht also nicht viel für seine Verwendung. Die Windows Media-Center-Software ist zum Abspielen von Musik und Videos wesentlich besser geeignet.

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