Das HTC Touch kann mit einigen Neuheiten aufwarten – vor allem mit Touch-Flo, einer brandneuen Benutzeroberfläche, dank derer man das Smartphone nur mit ein paar Fingerbewegungen auf dem Touchscreen bedienen kann. Das ist zwar innovativ und cool, hat aber leider auch seine Macken. Hauptkritikpunkt ist das Fehlen einer angemessen großen Tastatur, was ein erheblicher Nachteil für SMS-Junkies ist und sogar simple Aufgaben wie das Eingeben eines neuen Kontaktes erschwert.

HTC hofft, mit dem Touch eine breitere Zielgruppe ansprechen zu können – besonders Anwender, die von einem normalen Handy zu einem Smartphone wechseln. Das ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Benutzung des Handys macht Spaß: Man hat nicht den Eindruck, es handle sich um ein eher für den professionellen Einsatz gedachtes Gerät. Auf jeden Fall sind die Innovationen in den Bereichen Technologie und Design zu begrüßen, da damit der Weg für intelligentere und coolere Mobiltelefonen bereitet wird. Doch ungeachtet dessen macht das Touch leider noch nicht den Eindruck, dass es ausgereift genug für den Massenmarkt wäre. Es gibt einige störende Designmängel. Auch die Performance lässt manchmal zu wünschen übrig. Aber vor allem sollte sich der Hersteller eine bessere Lösung für die Texteingabe überlegen.

In Deutschland ist das HTC Touch bislang exklusiv bei O2 unter dem Namen XDA Nova erhältlich. T-Mobile und Vodafone haben angekündigt, das Touch auch in ihre Angebote aufnehmen zu wollen.

Design

Der Touch unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von den anderen Smartphones desselben Herstellers. Die größte Neuigkeit ist sicherlich die Benutzeroberfläche Touch-Flo. Unabhängig davon das Touch ist gleichzeitig das kleinste Smartphone mit Touchscreen, das es bislang gab. Das Handy ist nur knapp 10 Zentimeter lang, etwa 7 Zentimeter breit, 1,3 Zentimeter flach und wiegt 113 Gramm. Damit passt es bequem in die Handfläche und auch leicht in jede Hosen- oder Handtasche. Darüber hinaus verfügt das Gerät über eine griffige Oberfläche, die sich gummiartig anfühlt. Schade: Bei O2 glänzt das Touch in schwarzem Klavierlack. Sieht gut aus, ist aber nicht so praktisch.

Nun aber zum Touchscreen. Das Display misst 2,8 Zoll (7,1 cm) in der Diagonale und kann 65.536 Farben mit einer Auflösung von 240 mal 320 Pixeln darstellen. Was diesen Bildschirm von anderen Smartphones unterscheidet, ist die Gestensteuerung mit Touch-Flo. Sie ermöglicht, das Gerät mit einer Reihe von Fingerbewegungen oder durch Antippen zu steuern, anstatt sich mit dem Stift zu quälen. Als Ergänzung hat HTC außerdem einige Änderungen an der Benutzeroberfläche und an den Menüs vorgenommen, so dass man leichteren Zugriff auf Nachrichten, Anwendungen oder andere wichtige Informationen hat.

Schon beim Startbildschirm wird einem das neue Look-and-Feel auffallen, sofern man bereits einmal ein Windows-Mobile-Gerät benutzt hat. Neben direkten Verknüpfungen zu den Kontakten und dem Kalender hat man jetzt mit einem einzigen Antippen Zugriff auf Nachrichten, Anruferliste, häufig benutzte Anwendungen und sogar Wettermeldungen.

Die Bedienung klappt auf Anhieb erstaunlich gut. Vom Hauptmenü aus kann man das Smartphone tiefer ergründen, indem man den Daumen von der Unterkante des Displays nach oben bewegt. Dadurch gelangt man auf einen anderen Bildschirm, wo man zwischen drei Menüoptionen in 3-D-Darstellung auswählen kann: Anwendungen, Kontakte und Medien. Dies geschieht, indem man seinen Finger von links nach rechts bewegt oder umgekehrt. Das Starten eines Programms erfordert nur ein Antippen des entsprechenden Symbols. Um zur Startseite zurückzugelangen, bewegt man den Daumen einfach von oben nach unten über das Display.

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