Flachbettscanner unter 100 Euro

Flachbettscanner kosten nicht die Welt. Dennoch verzichten viele Anwender darauf – und verwenden für Scans einfach die Digicam. Der Preisvergleich listet drei starke Modelle und erklärt, wozu sie sich eignen.

Lohnt sich der Kauf eines Scanners heute noch? Digicams haben Flachbettscanner teilweise ersetzt. Schnappschusskameras besitzen oft sogar einen eigenen Dokumenten-Modus, um Buchseiten abzufotografieren, und eine Aufnahme etwa einer Landkarte oder einer Magazinseite bereitet dank Makro-Fähigkeit keine Probleme.

Wer nur ab und zu eine einzelne Seite eines Buches oder Hefts digitalisieren möchte, braucht gewiss keinen Flachbettscanner mehr. Doch für häufigere Scans lohnt sich die Investition – zumal für 70 Euro wirklich gute Geräte wie die drei in der untenstehenden Tabelle erhältlich sind.

Studenten und Fotografen

Viele Flachbettscanner benötigen heute kein eigenes Netzteil mehr, sondern werden über USB mit Strom versorgt. Dies gilt beispielsweise für die gelisteten Modelle von Canon und Plustek. Wer als Student die langen Schlangen am Kopierer in der Bibliothek satt hat, nimmt sich also am besten das Notebook und den Scanner mit, um direkt zwischen den Regalen zu scannen. Das gilt für die Hilfskräfte an den Lehrstühlen natürlich erst recht.

Auch Fotografen mit Alben und Stapeln von Farbabzügen wissen Flachbettscanner noch zu schätzen. Das liegt daran, dass die Qualität der nachträglichen Digitalisierung weit besser ist als bei einfachem Abfotografieren. Zum einen, weil das Foto auf der Glasplatte des Scanners plan aufliegt. Und zum anderen wegen der hohen Auflösung. Aus einem Foto im Format 9 mal 13 Zentimeter macht ein Scanner mit 1200 dpi, also Punkten pro Zoll, ein Bild mit rund 4300 mal 6200 Bildpunkten. Das entspricht also über 26 Megapixeln – hier geht nichts verloren. (Qualitätsverluste aufgrund von Kratzern, Fingerabdrücken, Ausbleichen durch Alterung und Kaffeespuren sind dennoch wahrscheinlich.)

Die gute Qualität eines Flachbettscanners prädestiniert ihn auch für Bewerbungen. Wer seine Unterlagen digitalisiert, um sie an eine Online-Bewerbung anzuhängen, sollte sie keinesfalls durch einen schlampigen Digicam- oder gar Fotohandy-Schnappschuss entwerten.

Auch ein per Modem versandtes Fax wird lesbarer beim Adressaten ankommen, wenn es mit einem Flachbettscanner digitalisiert wurde anstatt mit einer Digicam. Sicherlich ist ein Scanner am PC kein vollwertiger Fax-Ersatz, aber im Notfall greift man doch gerne darauf zurück. Schließlich haben gerade Notebooks häufig noch Fax-Modems eingebaut, die man dann auch mobil nutzen kann.

Ausstattung

Nicht zuletzt spricht aber für Flachbettscanner ihre umfangreiche Ausstattung. Das Softwarepaket eines Markenscanners ist oft einzeln gekauft schon so teuer wie die Hard- und Software zusammen. Typischerweise gehören neben der eigentlichen Scan-Engine auch Bildbearbeitung und Texterkennung zum Lieferumfang. Auch ein Tool zum automatischen Erstellen von PDF-Dokumenten aus den Scans bringt fast jeder Scanner auf CD mit.

Apropos: Das nötige USB-Kabel „vergisst“ heute eigentlich kein Hersteller mehr der Packung beizufügen. Dennoch sollte man sich vor dem Kauf überzeugen, dass es enthalten ist. Tragbare Scanner sollten zudem mit einer leichten Schutzhülle geliefert werden, damit man sie ohne Angst in die Notebooktasche stopfen kann.

Wer also unschlüssig ist, ob er für gelegentliche Scans ein eigenes Gerät anschaffen soll, dem kann man zuraten. Die hohe Qualität und die vielen Extras zu einem erschwinglichen Preis machen den Flachbettscanner schnell zu einer lohnenden Anschaffung.

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