Als Canon seinen ersten kompakten HD-Camcorder präsentierte, den HV10, überraschte die eigentümliche vertikale Bauweise. Der Test ergab damals auch, dass das senkrechte Design eine Reihe ärgerlicher ergonomischer Probleme mit sich bringt.

Das Nachfolgemodell, der HV20, verfügt grundsätzlich über die gleiche Ausstattung wie der HV10. Zusätzlich gibt es jetzt aber einen 24p-Aufnahmemodus, einen HDMI-Ausgang, einen Akku mit längerer Laufzeit sowie einen Zubehörschuh – und das alles im horizontalen Design, das wesentlich bequemer zu verwenden ist.

Design

Canons horizontales Design löst eine Reihe von Problemen, macht den Camcorder aber auch größer. Der HV20 passt zwar durchaus noch in die Jackentasche. In manchen Jackentaschen kann es aber sehr eng werden.

Canon hat die meisten Bedienelemente des Camcorders bequem erreichbar untergebracht. Einzig die beiden Schalter an der rechten Seite des Gehäuses sind fehlplaziert. Sie dienen zum Umschalten zwischen Automatik- und Programmmodus sowie zwischen Mini-DV-Band und Mini-SD-Flashspeicher. Man wird diese Tasten während der Aufnahme kaum betätigen. Trotzdem wären sie an der linken Seite besser aufgehoben.

Die menübasierten Bedienelemente sind bei Canon generell sinnvoll angeordnet. Die am häufigsten verwendeten Funktionen, zum Beispiel Belichtungskorrektur und Mikrofonempfindlichkeit, lassen sich durch einen Druck auf den Joystick schnell ansteuern. Gleichzeitig befinden sich andere häufig benutzte Einstellungen hinter der Funktionstaste. Zu ihnen gehören Programmwahl, Belichtungs- oder Blendenvorwahl, Kino- und Szenenmodi. Dazu kommen noch Weißabgleich, Bildeffekte und Fotomodus.

Wie üblich hat Canon vier Tasten unterhalb des 69 Millimeter (2,7 Zoll) großen Breitbild-LCDs untergebracht. Mit diesen Tasten kann man zoomen, die Aufnahme starten oder stoppen und auf den Fokusassistenten zugreifen. Zugleich dienen diese Tasten zur Wiedergabesteuerung.

Leider kann man beim HV20 den Weißabgleich nicht ändern, während man filmt. Wenn beim Filmen die Beleuchtung wechselt, muss man daher die Aufnahme kurz unterbrechen. Andernfalls hat man den resultierenden Farbstich in Kauf zu nehmen.

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