Sonys neue Giga Juke NAS-50HDE verfügt über eine 80 GByte große Festplatte, zwei Hochleistungslautsprecher mit 85 Watt und einige äußerst praktische Funktionen. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, eine komplette CD-Kollektion auf die interne Festplatte zu rippen.

Mit einem Verkaufspreis von 740 Euro ist die Anlage nichts für Spontankäufer. Aber wird dieser auffallend teure Audio-Würfel einer gnadenlosen Prüfung standhalten können?

Design

Es gibt diesen Popsong, in dem es heißt, Kurven zu haben, sei ein Fluch. „The Curse Of The Curves“ muss ganz offenbar im Hintergrund gelaufen sein, als die Sony-Entwickler die Anlage konzipierten. Das geradlinige Design der Giga Juke lässt kaum einen anderen Schluss zu. Jedenfalls macht die kantige, silbern-schwarze Aufmachung der Festplattenanlage von Anfang an klar, worum es hier geht: ein Hi-Fi-Klangerlebnis mit unbestechlicher Tonqualität.

Das 11,2 Zentimeter (4,2 Zoll) große Farbdisplay steht ungewöhnlich weit über den Rumpf der Anlage hinaus. Die gute Schärfe und hohe Auflösung des Bildes entschädigen jedoch für die merkwürdige Positionierung. Beim Durchblättern der einzelnen Funktionen erscheinen allerhand Informationen und Symbole auf dem Display. Die gute Bildqualität erleichtert dabei die Navigation deutlich.

Rückseitig verfügt die Anlage über diverse Anschlüsse. Darunter finden sich ein Antenneneingang und mehrere USB-Schnittstellen. Auf der Frontseite gibt es ebenfalls einen USB-Port. Alle Anschlüsse sind deutlich gekennzeichnet. Die Inbetriebnahme ist ein Kinderspiel. Selbst ausgemachte Technikfeinde werden keine Mühe damit haben.

Funktionsumfang

Das wohl wichtigste Element der Anlage ist die Festplatte, die deshalb im Test zuerst inspiziert wird. Ein Griff zur nächstbesten CD, darauf das Drücken des Übertragungsschalters – schon konvertiert die Anlage alle Titel ins MP3-Format. Das Standardformat von 128 KBit/s lässt sich zu verschiedenen Formaten und Bitraten ändern, inklusive PCM (verlustfrei). Die Anlage steht während der Konvertierung allerdings für keine anderen Aufgaben bereit.

Durchschnittlich dauert es vier Minuten, bis eine CD gerippt und die entsprechenden Daten der Gracenote-Musikdatenbank ausgelesen sind. Dank dieser in das System integrierten Datenbank werden jedem Track korrekt Interpret und Albumtitel sowie weitere Informationen hinzugefügt. Das Auslesen der Datenbank funktioniert bei allen im Test gerippten CDs tadellos.

Wer seine Musik noch auf Vinyl, Kassette, Minidisc oder in einem anderen analogen Format vorliegen hat, wird die Funktion zum Einlesen jedweder Musikdaten nützlich finden. Ein Tastendruck genügt, um Titel aus einer beliebigen analogen Quelle einzuspielen.

Noch besser ist, dass die Giga Juke auch hier jeden Titel erkennt und mit dem richtigen Interpreten und allen übrigen relevanten Informationen versieht. Der Benutzer muss sich kaum noch um etwas kümmern. Diese Funktion ist wirklich hervorragend. Sie funktioniert im Test bei vier von fünf getesteten analogen Titeln. Kurioserweise wird ausgerechnet ein Song nicht erkannt, der über den ebenfalls aus dem Hause Sony stammenden MP3-Player HD-5 eingelesen wird. Keine Probleme zeigen hingegen die vier Titel, die über den Ipod kommen. Songs, die von einer in der internen Datenbank nicht gespeicherten CD stammen, spürt die Anlage auf der Website von Gracenote auf. Dazu muss das System über die Ethernet-Schnittstelle an das Internet angeschlossen sein.

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