Das JVC DD-3 Sophisti ist ein ansprechendes, elegantes Heimkinosystem. Es arbeitet mit einer Virtual-Surround-Konfiguration, bei der man keine Rearlautsprecher benötigt. Damit erspart man sich auch die zugehörigen Kabel. Stattdessen besteht es nur aus zwei kleinen Frontlautsprechern, einem Centerlautsprecher und einem Subwoofer sowie einer Bedieneinheit mit DVD-Player. Das DD-3 kommt mit schlanken, eher zylindrischen Frontlautsprechern. Sie legen es offensichtlich darauf an, den herkömmlichen Kastenlook alt aussehen zu lassen.

Man kann nicht bestreiten, dass das System elegant aussieht. Doch bei einem Preis von rund 1100 Euro fällt es schwer, sich nur mit dem Aussehen zu begnügen. Tatsächlich klingt das DD-3 mit seinen kleinen Lautsprechern besser als erwartet.

Wer Klangqualität wirklich schätzt, kann für sein Geld sicherlich mehr bekommen. Für eher am Design interessierte Käufer ist das DD-3 aber definitiv einen langen Blick wert.

Design

Ästhetische Attraktivität hat höchste Priorität beim JVC DD-3 Sophisti. Das 3.1-Kanal-System hat drei stabförmige Frontlautsprecher: zwei vertikale (linker und rechter Frontkanal) und einen horizontalen (Centerkanal). Ein eleganter Subwoofer mit glänzenden schwarzen Akzenten komplettiert das Ensemble. Natürlich gibt es auch eine zentrale Bedieneinheit. Sie ist eine Kombination aus Empfänger, Verstärker und DVD-Player. Diese Basiseinheit ist überwiegend in schwarzem Klavierlack mit silbernen Zierleisten an den Kanten gehalten. Unter einem Klappdeckel befinden sich ein USB-Port, eine Kopfhörerbuchse und ein Miniklinkenanschluss (line in/out).

Wie bei vielen kleineren Systemen werden die Lautsprecher an den Subwoofer statt an die Bedieneinheit angeschlossen. Der Subwoofer ist mit Anschlussklemmen für die Lautsprecher ausgestattet. Es werden Standardlautsprecherkabel verwendet, die man problemlos gegen längere oder in der Wand verlegte Leitungen austauschen kann. Zur Basiseinheit führt ein einziges proprietäres Kabel. Auch dadurch sieht das ganze System sehr elegant aus. Es spricht wohl besonders diejenigen an, die von kastenförmigen Standardkomponenten genug haben.

Die Fernbedienung dürfte allen, die bereits ein JVC-Gerät haben, bekannt vorkommen. Dabei haneldt es sich leider nicht unbedingt um eine erfreuliche Bekanntschaft. Wegen der Kombination aus kleinen Tasten, einem gedrängten Design und verwirrenden Beschriftungen findet man sich nicht leicht darauf zurecht. Es ist beispielsweise ziemlich ärgerlich, wenn die Lautstärkeregler so dicht beieinander liegen und nur durch eine winzige Beschriftung unterschieden sind.

Die Benutzeroberfläche des DD-3 ist elementar und zweckmäßig. Eine einfache Grafik und der kantige weiße Text stehen in starkem Kontrast zur äußeren Erscheinung des Geräts. Wer den Chic von Apple-TV erwartet, wird wohl enttäuscht sein. Doch alles funktioniert einwandfrei. Man kann eine Medienkategorie – Musik, Video, Bild oder Wiedergabelisten – aussuchen. Anhand von Tag-Informationen wählt man dann die weiteren Kategorien aus, zum Beispiel Künstler oder Album. Das ist sicher nicht die pfiffigste Art, auf seine Medien zuzugreifen. Doch es klappt bei einfachem Streaming ganz gut.

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