Im letzten Jahr feierte Canon den zehnten Geburtstag seiner Ixus-Produktreihe. Obwohl der erste Vertreter der Ixus-Familie eigentlich eine Filmkamera war, laufen die digitalen Canon-Kompaktkameras bis heute unter dem Namen Digital Ixus. Canon positioniert die Digital Ixus 70 als Nachfolgerin zur Digital Ixus 60 aus dem vergangenen Jahr. Damit reiht sie sich innerhalb der Produktlinie noch unterhalb der neuen Digital Ixus 75 ein.

Canon hat die 6-Megapixel-Auflösung der Ixus 60 auf 7,1 Megapixel erhöht. Im Innenleben der Kamera wurden einige Änderungen vorgenommen. Die Anordnung der Steuertasten entspricht jedoch fast genau der des Vorgängermodells. Man hat lediglich die Gesamtgestaltung einem allgemeinen kosmetischen Facelift unterzogen.

Die auffälligste Änderung im Inneren ist der neue Digic-III-Bildprozessor. Dieser sorgt laut Canon für eine längere Batterielaufzeit, einen schnelleren Start und einen verbesserten Autofokus. Kürzere Verschlusszeiten beschleunigen zudem die Auslöseverzögerung. Außerdem liefert der Prozessor genügend Leistung für eine Gesichtserkennung und die Rote-Augen-Reduzierung im Wiedergabemodus. Und er gibt der Ixus 70 noch mehr Reserve in Sachen ISO-Empfindlichkeit (bis ISO 1600). Canon hat also die Leistung im Vergleich zur Ixus 60 in der Tat verbessert.

Design

Allen kosmetischen Wechseltrends der Konkurrenz zum Trotz ist das Layout der Bedientasten bei der Ixus 60 und der Ixus 70 sehr ähnlich. Canon ordnet sie alle an der rechten Gehäusehälfte an. Per Schieberegler wird zwischen Bildaufzeichnung, Videoaufzeichnung und Wiedergabe ausgewählt. Neben drei fest belegten Tasten für Menü, Display und Direktdruck gibt es einen kreisrunden 4-Wege-Schalter mit einer Function-Set-Taste in der Mitte.

Der 4-Wege-Schalter ist relativ kompliziert zu bedienen. Durch die vertiefte Anordnung und den schmalen umlaufenden Ring erwischt man mitunter versehentlich die Function-Set-Taste.

Der Look der Ixus 70 geht auf die ursprüngliche Ixus mit ihrem großen schwarzen Objektivring zurück. Das Design ruft bei den Testern gemischte Gefühle hervor: Einigen gefällt die kantige Form nicht, andere finden das kompakte, einfache Design besonders gelungen. Auch der Retro-Look wird teils bemängelt teils gelobt. Canon bietet die Kamera immerhin in zwei Farbvarianten an: in Silber oder Schwarz-Silber.

Funktionen

Bis jetzt hielt es Canon nicht für notwendig, seine Kameras der Produktreihe Digital Ixus mit einer manuellen Belichtungssteuerung auszustatten. Die Ixus 70 macht hier keine Ausnahme. Das ist einerseits sinnvoll, weil diese Kompaktkameras eher für eine Käuferschicht aus dem Einsteiger- und unteren Amateurbereich gedacht sind. Das kann man Canon nicht ankreiden, schließlich macht es die Konkurrenz genauso. Weil aber inzwischen immer mehr Profis und ambitionierte Amateure nach kompakten Zweitkameras suchen, sollte man den Funktionsumfang der Ixus-Modelle vielleicht doch erweitern.

Für unterschiedliche Situationen stehen 14 Szene-Modi zur Verfügung, zum Beispiel für Porträts, Feuerwerk und Schnee. Einige davon erscheinen im Hauptmenü. Um alle einzusehen, muss man die Menütaste erneut drücken. Neben den Szene-Modi gibt es noch einen vollständigen Automatikmodus sowie einen manuellen Modus. Mit diesem können bestimmte Optionen wie Belichtungskorrektur, Weißabgleich und Belichtungsmessung (Mehrfeldmessung, mittenbetonte Integralmessung oder Spotmessung) eingestellt werden.

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