Die Kameras aus der A-Serie von Canon bieten traditionell solide Performance und eine beeindruckende, aber nicht übertriebene Funktionsausstattung. Und das zu einem günstigen Preis. In der Vergangenheit ging dies häufig mit einem eher schlichten Design einher. Das neueste Modell von Canon, die Powershot A710 IS, sieht mit ihrer leicht geschwungenen Oberseite, den silbern glänzenden Kunststoffakzenten und dem gewölbten schwarzen Abschnitt am Griff fast schon elegant aus.

Sie bringt ein 6-fach-Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 35 bis 310 Millimetern (Kleinbildäquivalent) und einer Blende von f/2.8 bis f/4.8 mit. Eine optische Bildstabilisierung, ein 7,1-Megapixel-CCD-Sensor sowie zahlreiche manuelle Einstellmöglichkeiten ergänzen die Funktionspalette. All das ist wirklich eine sehr gute Ausstattung für eine Kamera dieser Preisklasse.

Design

Die Fans der A-Serie werden feststellen, dass der Griff an dieser Kamera nicht so groß ausfällt wie an einigen der anderen Modelle. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die A710 IS mit zwei Batterien der Größe AA betrieben wird, anstatt mit vieren. So lässt sie sich besser in der Tasche verstauen. Canon gibt als Batterielaufzeit noch immer 360 Aufnahmen für NiMh-Batterien und 100 Aufnahmen für Alikalibatterien an. Mit einem guten Paar Akkus im AA-Format sollte man die Kamera ein Wochenende lang einsetzen können, ohne dass der Saft ausgeht.

Trotz des kleineren Griffs lässt sich die Kamera auch im Einhandbetrieb gut einsetzen. Alle Bedienelemente liegen in Reichweite der Finger und des Daumens der rechten Hand. Einziger Kritikpunkt an der Gestaltung ist die Lage des Steckplatzes für die SD-Karte. Wie bei vielen Kameras befindet sich dieser neben den Batterien. Man muss also darauf achten, dass die Batterien beim Wechseln der Karte nicht herausfallen. Immerhin gibt es eine Feder, die die Karte weit herausschiebt. Dadurch ist sie letztlich leicht auszutauschen.

Funktionsumfang

Die Ausstattung ähnelt der der Powershot A700, eines anderen Modells der Canon-Serie. Auffällig sind hier die Einstellmöglichkeiten für manuelle Belichtung sowie Blenden- und Zeitautomatik. Ebenso besticht die Blitzkompensation. Mit ihr kann man die Blitzintensität verringern. Eine Blitzsynchronisierung mit einem zweiten Verschlussvorhang sorgt dafür, dass der Blitz erst unmittelbar vor dem Schließen der Belichtungsöffnung ausgelöst wird. Auf diese Weise haben bewegte Objekte im Motiv keine Lichtspuren vor sich, wenn man den Blitz einsetzt. Das passiert häufig, wenn man zum Beispiel Autos bei Nacht fotografiert. Mit dem Blitz auf dem zweiten Vorhang ziehen die Frontscheinwerfer nur kurze Lichtfahnen hinter sich her und keine langen Laserstrahlen. Wenn man Laserstrahlen mag, kann man sich natürlich auch für den üblichen Blitz auf dem ersten Vorhang entscheiden. Dieser ist standardmäßig voreingestellt.

Wie zu erwarten, gibt es viele Möglichkeiten, die Aufnahmeeinstellungen zu justieren. Die A710 IS hat elf Farbmodi. Einer davon kann vom Nutzer individuell abgestimmt werden. Kontrast, Sättigung, Trennschärfe, Rot-, Grün- und Blauwerte sowie die Helligkeit für Hauttöne lassen sich autark einstellen. Darüber hinaus gibt es noch den Modus Color Accent. In diesem werden bis auf eine ausgewählte Farbe alle anderen in Schwarzweiß dargestellt. Das ist perfekt für niedliche Blumenbildchen, auf denen etwa nur die Blütenblätter farbig dargestellt sind. In ähnlicher Weise kann man mit der Funktion Color Swap eine Farbe gegen eine andere tauschen.

Separat erhältliche Zubehörteile wie ein 0,7-fach-Weitwinkelkonverter, ein 1,75-fach-Telekonverter und eine Nahlinse lassen die A710 IS mit den Bedürfnissen des Fotografen wachsen. Sie werden mittels eines Adapters mit Bajonettverschluss vor das fest eingebaute Zoomobjektiv montiert und machen die Kamera noch vielseitiger.

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