Creative hat den Zen Stone Plus kurz nach dem Launch seines kleinen Bruders, dem Zen Stone, vorgestellt. „Klein“ bezieht sich dabei aber nicht auf die Abmessungen des Geräts. Der Plus hat dieselben Gehäuseabmessungen und wiegt mit 21 Gramm lediglich 2 Gramm mehr. Für knapp 70 Euro ist er mit 2 GByte Speicherplatz, FM-Radio, Sprachaufzeichnung und OLED-Display schon fast ein Schnäppchen.

Design

Der Zen Stone Plus ist genau so niedlich wie der Stone. Auch er passt als Schlüsselanhänger in die Hosentasche oder im Armband an den Körper – entstprechende Schutzhüllen gibt es im Zubehörhandel (siehe auch Bildergalerie).

Die Bedienung erfolgt über die Tasten auf der Vorderseite des Players. Im Unterschied zum Stone sitzt der Play/Pause-Knopf jetzt allerdings an der Oberseite – schließlich dient er auch zum Ein- und Ausschalten.

Das attraktive OLED-Display auf der linken Seite erreicht eine Auflösung von 64 mal 64 Pixeln. Es handelt sich um ein einfaches Blau-Schwarz-Display, das alle wichtigen Informationen ausgibt. Besser kann man eine Anzeige nicht in ein so kleines Gerät integrieren. Die Menüicons sind gerade so groß, um noch nützlich zu sein.

Ausstattung

Wie erwartet spielt der neue Stone MP3- und WMA-Dateien ab. Auch kopiergeschützte Musikdateien laufen auf dem Gerät. Abodienste wie Napster werden allerdings nicht unterstützt. Bestimmte Lieder lassen sich über das Display heraussuchen – für diesen Zweck unterstützt der Zen Ordnerstrukturen. Auch eine Zufallswiedergabe ist möglich.

Praktisch ist die Sprachaufnahmefunktion. Bis zu zehn Stunden nimmt der Player am Stück auf. Jede Aufnahme wird als eigene Datei abgelegt. Über das Display lassen sich Aufnahmen wieder abspielen. Alternativ kann man die Audiodateien per Drag and Drop via USB auf den Computer übertragen. Außerdem neu an Bord ist ein FM-Radio.

Leistung

Creative-Player sind für ihre gute Tonqualität bekannt. Deswegen überrascht es nicht, dass der 70 Euro teure Miniplayer so satt klingt wie ein 200 Euro teurerer Ipod – angemessene Kopfhörer vorausgesetzt.

Musikdateien kann man per Drag and Drop auf das Gerät schieben. Für die Übertragung von einem Gigabyte benötigt der Stone in unserem Test 24 Minuten. Das ist keine Glanzleistung, aber noch erträglich.

Integriert ist ein Equalizer mit fünf Bändern und vier Voreinstellungen. Praktisch: Man kann die Menüführung anpassen und häufig genutzte Funktionen in den Vordergrund stellen.

Die Empfangsqualität des Radios schwankt. Starke Sender kann man gut hören, aber der Unterschied zwischen Radio- und MP3-Wiedergabe ist immens – auch bei MP3-Dateien mit niedriger Bitrate. Die Qualität des Sprachrekorders entspricht in etwa der eines Telefonanrufs.

Nach 9,5 Stunden Musikwiedergabe gehen beim Stone Plus die Lichter aus. Das ist deutlich weniger als bei Apples Ipod Shuffle: Er erreicht 12 Stunden. Ein schlechtes Ergebnis ist diese Laufzeit aber nicht.

Fazit

Der Creative Zen Stone Plus kann alles, was ein kleiner MP3-Spieler können muss. Er hat ein attraktives OLED-Display und eine ordentliche Ausstattung. Im Vergleich zum Ipod Shuffle bietet er den doppelten Speicher, eine bessere Tonqualität und ein Radio.

Nur wer Wert auf Marke und Aussehen legt, wird wohl zum Shuffle greifen. Wer weniger Geld ausgeben möchte, sollte sich den alten Zen Stone ohne Display ansehen. Er bietet für etwas mehr als die Hälfte des Preises die gleiche Optik und Bedienung, allerdings ohne Display. Mit einem GByte verfügt er außerdem nur über die halbe Kapazität.

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