Asus versucht, sich nach Kräften von der breiten Masse abzuheben. In seiner Produktpalette gibt es Laptops mit externen Displays oder auch sehr robuste und ultramobile PCs. Jetzt bringt der Hersteller des Lamborghini-Laptops sogar noch einen kratzfesten Monitor auf den Markt.

Es ist allerdings fraglich, wie viele Monitore tatsächlich der Gefahr ernsthafter Kratzer ausgesetzt sind. Das Panel des LS201 ist aus einer gehärteten Glasart. Es besteht aus Saphir-Kristall, das extrem widerstandsfähig gegen Kratzer ist. Das ist zweifellos zumindest ein Vertrauen erweckendes Extra.

Damit scheint der LS201 der perfekte Monitor für gestresste Manager, die ihre Wut gelegentlich am Bildschirm auslassen. Oder ist das alles vielleicht doch nicht mehr als ein nutzloser Marketing-Gag?

Stärken

Der LS201 sieht ansprechend aus. Die glänzend schwarze Einfassung kann sofort überzeugen, ebenso die orangefarbenen und blauen LEDs. Auch der Standfuß fällt ins Auge. Sein innerer Ring leuchtet blau, wenn der Monitor in Betrieb ist. Im Standby-Modus wird daraus Orange.

Durch die breite untere Einfassung wirkt der LS201 fast so quadratisch wie ein 4:3-Bildschirm, ist mit seiner Auflösung von 1440 mal 1050 Pixeln allerdings ein kleines Stück breiter. Das Kontrastverhältnis beträgt 2000:1, die Helligkeit 300 Candela pro Quadratmeter (cd/m2). Die Reaktionszeit wird mit 5 Millisekunden angegeben.

Es gibt einen DVI- und einen D-Sub-Anschluss. Das ist für einen 20-Zoll-Monitor auch nicht anders zu erwarten. Praktischerweise liefert Asus auch gleich ein DVI- und ein D-Sub-Kabel mit.

Der LS201 hat eine Hochglanzbeschichtung. Asus behauptet, sie sei kratzfest. Damit ist der Monitor optimal für Leute mit besonders wilden Kindern, die gerne kleinere Schäden anrichten. Der Schutz vor versehentlicher Beschädigung ist deutlich besser als bei normalen Monitoren. Mehr dazu folgt auf der nächsten Seite.

Bei der überaus wichtigen Frage nach der Bildqualität schneidet der LS201 durchschnittlich ab. Die Hochglanzbeschichtung macht den Monitor ideal zum Anschauen von Filmen. Auch für den Alltagsgebrauch reicht er allemal aus. Wenn man nicht extra nach Problemstellen sucht, ist der LS201 ein durchaus brauchbares Gerät.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Crash-Test-Dummy: Asus LS201

  • Am 21. Januar 2009 um 14:40 von Garfield

    1440 x 1050 kein 4:3 ???
    Zitat aus dem Bericht:
    "Durch die breite untere Einfassung wirkt der LS201 fast so quadratisch wie ein 4:3-Bildschirm. In Wirklichkeit ist er aber ein Breitbildmonitor. Das belegt auch die Auflösung von 1440 mal 1050 Pixeln."

    Genau falsch herum! 1440 x 1050 ist KEIN Breitbild, sondern SXGA+ (eigentlich 1400 x 1050), und somit 4:3. Sogar bei der Übersetzung aus dem englischen Original wurde dieser Fehler übernommen.
    Ach ja, wer es nachrechnen will: 4/3 sind rund 1,33 und 1440/1050 sind auch rund 1,37.
    Wäre es Breitbild, müßte das Verhältnis rund 1,77 sein. Das wäre z.B. beim HD-Format 1920 x 1080 der Fall.

  • Am 21. Januar 2009 um 14:54 von Daniel Schraeder

    Re: 1440 x 1050 kein 4:3 ???
    Hi Garfield,

    vielen Dank für den Hinweis. Naja, mit einem Seitenverhältnis von 1,37:1 ist dieser Monitor ja nicht wirklich 4:3 – aber zumindest mehr 4:3 als Breitbild 😉 Ich habe den Beitrag entsprechend korrigiert.

    Beste Grüße
    Daniel Schraeder, CNET.de

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