Der beste Virenschutz ist kostenlos

Sechs einfache Maßnahmen helfen, Ihren PC auch ohne umfangreiche Security-Suiten sauber zu halten. Sie sparen sich dadurch Geld, und Ihr Rechner arbeitet wieder schneller.

Sechs einfache Maßnahmen helfen, Ihren PC auch ohne umfangreiche Security-Suiten sauber zu halten. Sie sparen sich dadurch Geld, und Ihr Rechner arbeitet wieder schneller.

Das Thema Sicherheit sprudelt aus allen Kanälen: Während dem Innenminister Terroristen schlaflose Nächte bereiten, wüten am Computer immer neue Würmer, Trojaner, Phisher und andere düstere Kreaturen. Wer auf Security-Software verzichtet, gilt als leichtsinniger Sonderling – ähnlich wie jemand, der ohne Gurt bei Tempo 200 über die Autobahn brettert und dabei noch genüsslich eine Bratwurst kaut.

Die Hersteller von Security-Suiten sehen diesen Trend mit Freude. 9,1 Milliarden Dollar werden in diesem Jahr weltweit mit Sicherheitssoftware umgesetzt, melden die Marktforscher von Gartner. Im Jahr 2006 waren es erst 8,2 Milliarden, im Jahr 2005 nur 7,4 Milliarden.

Sind Security-Suiten wirklich derart unverzichtbar? Zunächst einmal bremsen sie vor allem den Computer aus: Das System startet langsamer, der freie Arbeitsspeicher schrumpft, Zugriffe auf Dateien dauern länger, E-Mail-Programme und Internet-Browser verhaspeln sich regelmäßig. Das kostet Zeit, Strom und Geld. Hat ein Rechner erst einmal ein paar Jahre auf dem Buckel, zwingen ihn die Security Suiten gänzlich in die Knie.

Dem Anwender bringen die Programme vor allem eines: gefühlte Sicherheit. Er kann scheinbar wieder mit gutem Gewissen im Internet surfen und jeden beliebigen E-Mail-Anhang öffnen. Leider führt das dazu, dass die Gefahr einer Infektion eher steigt als sinkt, denn auch moderne Security-Suiten arbeiten alles andere als perfekt. Wie schon simple Virenscanner vor 15 Jahren spüren sie die Schädlinge primär anhand von Signaturen auf, unbekannte Exemplare gehen ihnen durch die Lappen. Intelligentere Verfahren (Heuristiken), die nach Verhaltensmustern suchen, schlagen entweder zu selten Alarm oder nerven den Anwender mit Fehldiagnosen.

Deshalb müssen die Hersteller im Akkord neue Signaturen bereitstellen – und hoffen, dass das automatische Update oder der Anwender diese dann möglichst zeitnah installieren. Doch auf vielen PCs werkeln Schutzprogramme mit sechs Monate alten Signaturen, ihre Wirksamkeit geht gegen Null. Zudem drehen manche Viren den Spieß einfach um, suchen nach Security-Suiten und setzen sie gezielt außer Gefecht. Im Kampf Software gegen Software wird es systembedingt nie einen dauerhaften Gewinner geben.

Natürlich kann es dennoch sinnvoll sein, zumindest einen einfachen Virenscanner einzusetzen, beispielsweise das kostenlose Antivir. Der Scanner verrichtet gute Dienste und verbraucht keine Systemressourcen, solange er bei der Installation nicht als Hintergrundwächter eingerichtet wird. Stattdessen starten Sie ihn bei Bedarf, um einzelne verdächtige Dateien zu prüfen, und lassen ihn gelegentlich die komplette Festplatte durchforsten. Das reicht als Basisschutz völlig aus, sofern Sie konsequent die folgenden sechs CNET-Tipps in die Tat umsetzen.

1. Arbeiten Sie mit spärlich verbreiteten Programmen

Schädlinge mögen Monokulturen, denn mit wenig Aufwand lässt sich hier der größtmögliche flächendeckende Schaden fabrizieren. Die digitalen Plagen fallen deshalb mit Vorliebe über Windows-Rechner her und verschmähen Linux- und Mac-Desktops. Zwar klaffen auch in diesen beiden Betriebssystemen genügend Sicherheitslücken, doch es lohnt sich einfach nicht für Virenautoren, sie auszunutzen. Vom Marktführer Windows auf die Randgruppen Linux oder Mac umzusatteln ist derzeit der direkteste Weg zu mehr Sicherheit.

Mac OS X
Ohne passenden Wirt geht’s dem besten Virus nicht gut – Windows-Plagen verhungern unter Mac OS X und Linux.

Wenn Sie Windows nicht abschaffen können oder wollen, zum Beispiel aus beruflichen Gründen, sollten Sie zumindest bei den Anwendungen bevorzugt auf Minderheiten-Lösungen setzen. Mehr als 80 Prozent Marktanteil machen den Internet Explorer noch immer zur beliebtesten Zielscheibe unter den Browsern. Doch auch Firefox genießt hierzulande inzwischen reichlich Verbreitung.

Sicherer surfen Sie mit Opera, der ebenfalls kostenlos ist und zugleich auch ein E-Mail-Modul enthält. An E-Mail-Programmen sind außerdem die beiden Gratis-Lösungen Thunderbird und – für Fortgeschrittene – Mulberry empfehlenswert. Nutzen Sie möglichst nicht die Platzhirsche Outlook und Outlook Express. Auch bei den Office-Programmen locken die Microsoft-Produkte dank ihres riesigen Marktanteils die Viren an. Am kostenlosen Openoffice beißen sich die meisten Makroviren dagegen die Zähne aus.

Weil mittlerweile im Tagesrhythmus Sicherheitslücken entdeckt und gestopft werden, bieten Ihnen fast alle genannten Betriebssysteme und Programme an, automatisch Patches und Upgrades zu installieren. Nutzen Sie diesen Komfort.

Neueste Kommentare 

15 Kommentare zu Der beste Virenschutz ist kostenlos

  • Am 8. Januar 2008 um 15:51 von Butterfly

    Vielen Dank!
    Ein sehr guter und umfassend informierender Bericht, der mir sehr weitergeholfen hat.

  • Am 29. März 2008 um 00:44 von Helmut

    virenschutz
    Ein sehr guter bericht.

  • Am 17. Mai 2008 um 06:25 von cihan

    ok
    danke

  • Am 24. Mai 2008 um 16:12 von ina

    Der beste Virenschutz ist kostenlos…
    Danke. das war sehr hilfreich und ich habe umgehend ein paar Deiner Tipps umgesetzt…mein erster PC ist jetzt schon viel besser geschützt. Zumindest gefühlt!

  • Am 26. Mai 2008 um 21:56 von Daniel

    geil
    das ist ein sehr gute virenschutz danke

  • Am 27. Juni 2008 um 10:58 von Neuhauser

    privat
    kostenloser Virenschutz

  • Am 5. Juli 2008 um 17:38 von Butrageneo

    serena
    Sachlich und seriös
    Danke

  • Am 5. August 2008 um 14:59 von Pascal

    dipl.ing.
    Super Sache, dieser Bericht…
    Danke Danke Danke…..

  • Am 13. Oktober 2008 um 22:37 von mannee

    dankee
    seherr guutttttttt

  • Am 7. November 2008 um 01:22 von Holger Grahner

    Hervorzüglich
    Dafür kann man gar nicht genug danken!!!!!!!!!!!!!1

  • Am 6. Dezember 2008 um 15:19 von MARKUS

    Na,Ja
    Was ich da gelesen habe ist wirklich nichts neues.
    Aber einen kleinen wirklich sinnvollen Tip zum Virenschutz hab ich noch in der Tasche.
    Legen Sie mehrere Benutzer auf Ihrem Rechner an.
    Vergeben Sie für diese Nutzer mit welchen Sie ins Internet gehen keine Rechte.
    Somit hat ein Virus NIE eine Chance sich zu verbreiten, da er ja keine Rechte hat.

    MfG. MARKUS

    PS. Ich selbst hab keinen Virenschutz und Surfe seit Monaten auf diese Weise. "ohne Probleme"

  • Am 10. Juni 2009 um 08:47 von Georg

    einfach und machbar
    kurz und prägnat zusammengefasst ist einfach das Machbare leicht verständlich beschrieben.
    Warum nicht immer so?
    mfg G

  • Am 1. August 2009 um 10:25 von Michael Schulze

    übersichtlich
    der Bericht ist übersichtlich aber dafür auch für nicht Geeks verständlich

  • Am 1. August 2009 um 10:28 von Michael Schulze

    Internet Sicherheit
    eine Webseite mit einem ähnlichen Ansatz zur Internet-Sicherheit ist http://www.onlineschutz.org
    ist sicher auch mal einen Blick wert.

  • Am 11. September 2011 um 19:22 von sanny2405

    neues Konto erstellen
    das ist ein guter Tipp mit den Extrakonto erstellen mit eingeschränkten Rechten.
    Nun ist es dann aber so, wenn ich den PC schon länger habe sind da an Programmen verlinkungen innerhalb des Rechners mit den neu erstellten Konto nicht mehr verfügbar. Einerseits wegen den neuen Konto andererseits wegen der Einschränkungen. Im umgekehrten sinne trifft das leider auch zu. Denn selbst als Admin kann ich die Programme und Dateien wie Bilder und so auf den neu erstellten Konto nicht nutzen weil ich sie ja nicht angezeigt bekomme. Gibt es da eine Möglichkeit mit den neu erstellten Konto es genauso zu nutzen als wie ich es ohne dieses hatte…also eben als Admin? Wenn ich den Zugriff dann habe, oder eben so einstellt ist das ich das bisherige ebenfalls weiter nutzen kann, anschließend kann ich ja die Einschränkungen die ja der Sinn und Zweck des oder der neuen Konten sein soll wieder setzen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *